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„Mobilität im Alter“ in der Hessenschau

Bis April 2016 forschen DB Regio und das Institut für komplexe Gesundheitsforschung an der Hochschule Fresenius in Idstein noch gemeinsam zur „Mobilität im Alter“. Es sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie Senioren den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Zukunft besser nutzen können. Die hohe Bedeutung des Themas hat nun auch das Fernsehen auf den Plan gerufen. Der Hessische Rundfunk drehte gemeinsam mit Prof. Dr. Christian T. Haas und seinen Mitarbeitern aus dem Forschungsinstitut einen Beitrag, der in der Hessenschau ausgestrahlt wurde „Das Thema hat eine sehr hohe gesellschaftliche Relevanz“, berichtet Prof. Dr. Christian T. Haas, Forschungsdekan am Fachbereich Gesundheit & Soziales der Hochschule. „Die Möglichkeit, sich möglichst lange selbst versorgen, eigenständig Einrichtungen der Gesundheitsversorgung erreichen und gesellschaftlichen oder sportlichen Aktivitäten nachgehen zu können, ist für jeden essenziell und Grundvoraussetzung für eine bestimmte Lebensqualität. Es geht nicht darum, bloß von A nach B zu kommen.“ Je älter wir werden, desto mehr beschäftigt uns laut Haas die Frage, wie sich der Alltag bewältigen lässt und wie sich wichtige Ziele erreichen lassen. „Deshalb spielt das Thema Mobilität gerade bei unseren älteren Mitmenschen eine sehr wichtige Rolle.“ Im Rahmen der Kooperation untersuchen DB Regio Bus und Hochschule Fresenius mit unterschiedlichen Analyseverfahren, an welchen Stellen Probleme in der Nutzbarkeit des ÖPNV auftreten und entwickeln auf Grundlage dieser Diagnose adäquate Lösungsmöglichkeiten. Diese verschiedenen Aspekte finden auch in dem Fernsehbericht des HR Berücksichtigung. Verschiedene Untersuchungsszenarien
Erste Station des Drehs war das Curanum Seniorenpflegezentrum in Frankfurt am Main. Das gefilmte Untersuchungsszenario sah vor, dass ältere Menschen (über 70 Jahre), einmal mit leichteren Einschränkungen, einmal mit stärkeren Einschränkungen (Fortbewegung mit dem Rollator), das Ein- und Aussteigen sowie die Identifikation und Einnahme unterschiedlicher Sitzplätze in mehreren Testläufen durchführten. Dann wechselte der Schauplatz zum Betriebshof der DB Busverkehr Hessen im Frankfurter Stadtteil Griesheim. Dort fanden zunächst vor laufender Kamera Messungen der bei verschiedenen Fahrsituationen auftretenden Kräfte statt, also etwa Haltekräfte oder so genannte Bodenreaktionskräfte. Keine leichte Aufgabe für die Probanden, da es sich nicht um eine Simulation, sondern um eine reale Situation handelte, zu der das Anfahren des Busses, die normale Fahrt mit Beschleunigung sowie Verlangsamung und Abbremsen gehören. Das Einhängen in Sicherheitsgurte verhinderte, dass es zu Stürzen kommt – diese Absicherung hat der Fahrgast im normalen Leben aber eben nicht. Letzte Station war die „Eye Tracking Untersuchung“ beim Ein- und Aussteigen und der Orientierung im Bus. Mit modernen Messgeräten wird hier die Augenbewegung untersucht. „Die Identifikation eines geeigneten freien Sitzplatzes im Bus und dessen Einnahme dauert bei gesunden älteren Personen rund doppelt so lange wie bei jüngeren Personen. Bei gebrechlichen älteren Personen verdoppelt sich wiederum die Zeit im Vergleich zu gesunden älteren Personen“, erläutert Haas. „Die Auswirkungen auf das Verkehrskonzept sind mit einer Erhöhung des Anteils von älteren Fahrgästen immens.“ Die Hessenschau vom 1. Februar 2016 kann hier angesehen werden:
https://www.youtube.com/watch?v=ALjRnYhOYNc

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