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Mimikresonanz® – Was die Mimik verrät

Düsseldorf (kj) –Maik Baum, Mimikresonanz®-Trainer, zeigt, wie man nonverbale Signale richtig lesen und wirkungsvoll mit ihnen umgehen kann. „Heben Sie bitte alle Ihre Hände und auf drei klatschen wir gemeinsam. Eins, zwei…“, Maik Baum klatschte. Ohne darüber nachzudenken, taten alle Studierenden es ihm gleich. „Haben Sie das gemerkt? Sie haben gar nicht auf ‚drei‘ gewartet. Nur weil ich geklatscht habe, haben Sie es auch getan. Sie haben eine Regung bei mir gesehen, haben sie gedeutet und mitgemacht.“ So fesselte der Mimikresonanz®-Trainer die Studierenden direkt zu Beginn der Veranstaltung. Denn darum geht es beim Mimikresonanztraining: Regungen zu beobachten, sie zu interpretieren und zu entschlüsseln, um dann mit den herausgestellten Emotionen entsprechend umzugehen. Dies kann nicht nur auf die Mimik selbst, sondern auch auf die Gestik angewendet werden. Menschen bilden sich eine Meinung über andere. Aber wie entsteht diese? Was verrät das Gesicht, was man selbst nicht steuern oder nur in Maßen kontrollieren kann? Mit diesen Fragen setzte sich der 90-minütige Impulsvortrag auseinander. Maik Baum griff einige Beispiele aus dem Leben auf: Der Freund, dessen Freundin wegzog; die Mitarbeiter, die ängstlich und verachtend gegenüber ihrer Führungskraft gestimmt waren; oder der kleine Junge, der traurig darüber war, dass der erste Schultag so schnell vorbeiging. Durch seine Fähigkeit, kleine Regungen in den Gesichtern wahrzunehmen, konnte er der Situation entsprechend reagieren und brachte mit geschickten und gezielten Nachfragen sein Gegenüber dazu, über das Erlebte offen zu sprechen. Der Mensch versucht Emotionen zu verstecken. Sie sind dennoch in der Mimik lesbar, allerdings häufig nur bedingt oder nur sehr kurz sichtbar. Diese sogenannten Mikroexpressionen sind wie der Bremsreflex beim Autofahren: unkontrollierbar und unwillentlich. Erwachsene erkennen nur die Hälfte dieser in Millisekunden verstreichenden Emotionsausdrücke im Gesicht eines anderen. Bei einem Selbsttest versuchten die Studierenden, diese wahrzunehmen und einer Emotion zuzuordnen. Vor allem der Unterschied zwischen sozialem und echtem Lächeln wurde anhand von Beispielen analysiert und verdeutlicht. Im Anschluss zeigte Maik Baum Videofrequenzen aus Interviews mit Politikern und Fußballspielern. Auch hier sollten die Studierenden wieder ihre Beobachtungen im Plenum mitteilen. Maik Baum warnt allerdings vor Überinterpretationen, denn Mimik verrate nie, warum ein Gefühl auftrete. So ist es schwierig bis nahezu unmöglich, Lügen anhand der Mimik aufzudecken. Schaut die Frau eines Ehemanns, der sie gerade mit dem Vorwurf des Fremdgehens konfrontiert, so erschrocken, weil sie ertappt wurde oder weil sie Angst hat, dass er ihr nicht glauben könnte? Auf Nachfrage der Studierenden referierte Maik Baum über seinen Weg zum Mimikresonanz®-Trainer und über Möglichkeiten, Seminare zu besuchen. Besonders in Bewerbungsgesprächen und im Job hätten die dort erworbenen Fähigkeiten sich rentiert. Zum Abschluss gab er den Studierenden zwei Wünsche mit auf den Weg: Sie sollten viel von diesem Vortrag mitnehmen und Spaß daran haben, das Gehörte in der Praxis anzuwenden. Man sehe so viel – nun müsse man das Gesehene nur noch wahrnehmen! Anfang Dezember findet der Vortrag zum Thema Mimikresonanz® von Maik Baum ebenfalls amKölner Campus im Mediapark statt.

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