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Marketing vs. Management im Destinationskontext – Gastvortrag des Geschäftsleiters der Alpenregion Tegernsee Schliersee an der Hochschule Fresenius in München

Marketing vs. Management? Herausforderungen der Destinationsentwicklung am Beispiel der Alpenregion Tegernsee Schliersee – zu diesem Thema referierte Thorsten Schär, Geschäftsleiter des Alpenregion Tegernsee Schliersee Kommunalunternehmens am 12. Mai 2016 an der Hochschule Fresenius in München. Er erläuterte den Studierenden des Bachelor-Studiengangs Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement die Herausforderungen und Chancen aktueller Entwicklungen.

Im Rahmen der Vorlesung „Einführung in das Destinationsmanagement“ be-kamen die Studierenden einen tiefgehenden Einblick in die aktuellen Ereignisse der Des-tinationsmanagementorganisation (DMO). So erfuhren die Studierenden beispielsweise, dass die Alpenregion Tegernsee Schliersee dem administrativen Gebiet des Landkreises Miesbach entspricht. Eine Besonderheit hierbei ist, dass neben der Alpenregion Tegernsee Schliersee eine weitere DMO, die Tegernseer Tal Tourismus GmbH in der Region ansässig ist. Obgleich beide Organisationen eigenständig sind, arbeiten Sie eng zusammen – so sind beispielsweise die beiden Marken „Alpenregion Tegernsee Schliersee“ und „Der Tegernsee“ aufeinander abgestimmt.
Herr Schär legte anschaulich dar, welche Auswirkungen rechtliche Vorgaben und politische Entscheidungen auf Destinationsmarketing, -management und Standortentwicklung haben. Zudem erläuterte er den Studierenden die Struktur des oberbayrischen Tourismus, welche die Alpenregion Tegernsee Schliersee immer wieder vor neue Herausforderungen stellt.
Bereits jetzt besteht keine 100% Finanzierung der DMOs durch öffentliche Gelder. Da diese Zuwendungen jedoch weiterhin abnehmen werden, muss ein Umdenken stattfinden und es gilt sich Gedanken zu machen, wie man zukünftig agiert. Laut Herr Schär sollte dieser „Zwang zu Effizienz“ jedoch auch als Chance betrachtet werden, neue Wege im Tourismus zu gehen und sich so weiterentwickeln zu können. In diesem Zusammenhang kann Marketing nicht länger als einzige Aufgabe einer DMO gesehen werden, sondern muss als Teilaufgabe des Managements wahrgenommen werden. Aus diesem Grund müssen DMOs zukünftig stärker selbst in die Tourismusentwicklung eingreifen und sich neben Marketing auf Produktentwicklung, Technologien und auch auf die Digitalisierung einstellen. Hierbei stellt insbesondere die Produktentwicklung ein Feld dar, das spürbare Auswirkungen auf die Gäste mit sich bringt. So profitieren diese beispielsweise von Be-schilderung und Konzeption von Rad- und Wanderwegen.
Aufgrund der räumlichen Nähe zu München ist die Region bei Tagesgästen, welche einen erheblichen Teil zur touristischen Wertschöpfung beitragen, äußerst beliebt. Das zeigte sich auch bei den Studierenden – viele von Ihnen waren selbst schon einmal in der Alpenregion Tegernsee Schliersee, berichteten von ihren Eindrücken und stellen viele Fragen.  Herr Schär gab den Studierenden einen umfassenden und gelungenen Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Tourismus und die Management-Aufgaben einer Destina-tionsmanagementorganisation.

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