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Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin

Studierende und Gäste freuten sich über spannende Vorträge, überraschende Experimente und interessanten Austausch.

Jährlich findet in Berlin die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Hierfür bereiten akademische Institute Vorträge, Experimente und Demonstrationen für wissenschaftsinteressierte Besucher vor. Auch die Hochschule Fresenius beteiligte sich erneut an diesem Event und präsentierte am 15. Juni 2019 ein vielfältiges Programm.

So erfuhren die Hochschulgäste beispielsweise mehr über sogenannte Parasomnien – also auffällige Verhaltensweisen, die im Schlaf auftreten – und konnten in einem Workshop herausfinden, wie viel kreatives Potenzial zur Gründung eines eigenen Start-ups in ihnen schlummert.

Ein Live-Experiment zum Thema Wahrnehmung war wohl für viele Besucher ein Highlight. In Gruppen betraten die Gäste gemeinsam mit Studierenden einen Raum, der komplett abgedunkelt wurde. Vor der Verdunkelung wurden jedoch Blitzlichter ausgelöst – wer die Augen in diesem Moment offen hatte und möglichst nicht bewegte, konnte im Anschluss sogenannte positive Nachbilder sehen. Diese sind überraschend detailreich und bieten einen Schnappschuss des Raumes im Moment des Lichtblitzes. Das Experiment wurde im Anschluss wiederholt: Dieses Mal hielten die Teilnehmer während des Lichtblitzes jedoch die Hände in ihr Sichtfeld und senkten sie danach. Dabei entstand eine befremdliche Dissonanz zwischen dem Gesehenem und dem Gespürten, da die Hände nicht da waren, wo sie – gefühlt – sein sollten.

Später am Abend ging es auch um die Frage, wie psychische Intimität zwischen zwei fremden Menschen hergestellt werden kann. Die Antwort: Indem man etwas von sich preisgibt. Ein kurzes Experiment verdeutlichte dies: In Paaren stellten sich die Besucher vorgegebene Fragen. Einige Paare führten oberflächlichen Small Talk, andere diskutierten über die eigenen Werte und Beziehungen. Die Auswertung der Gespräche zeigte, dass die Teilnehmer, die persönliche Fragen beantworten mussten, sich ihrem Gesprächspartner näher fühlten als jene, die oberflächliche Fragen gestellt hatten.

Zum Abschluss des Abends konnten die Besucher einen weiteren Vortrag mit integriertem Experiment hören. Im Fokus stand dabei das Thema des LOP – Level of Processing: Führt eine intensivere Verarbeitung von Informationen zu einer besseren Gedächtnisleistung? Das durften die Besucher selbst testen: Konnten sie Wörter nur kurz lesen, fiel es ihnen vergleichsweise schwer, sich diese zu merken. Sollten sie jedoch auch beurteilen, ob das gezeigte Wort für sie positiv oder negativ besetzt ist, konnten sich die Teilnehmer im Nachhinein an mehr Wörter erinnern als vorher – ganz zu ihrer eigenen Überraschung, was angeregte Diskussionen auslöste.

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