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Künstliche Intelligenz – Wie sie uns hilft und was sind mögliche Konsequenzen?

Am Donnerstag, den 14.11.2019, fand im Rahmen der Ringvorlesung der Hochschule Fresenius in Köln aus der Reihe „Wirtschaft im Zeitgeschehen“ ein spannender Gastvortrag statt. Kolja Pitz thematisierte das Thema „Künstliche Intelligenz – Wie sie uns hilft und was sind mögliche Konsequenzen?“.

Der Referent, war in der Vergangenheit für internationale Technologie-Konzerne und Agenturen tätig. Dazu gehört die i22 Digitalagentur GmbH, eine Agentur für die softwarebasierte Welt. Der Fokus der Agentur liegt laut Aussage des Referenten bei Brand AI – „der Zukunft der algorithmisierten Marke und Hyperindividualisierung“.

Wie kann eine Marke digitalisiert werden? Wie kann KI einer Marke helfen? Und was hat Kunst mit KI zu tun? All diesen Fragen wird bei der Arbeit an der Schnittstelle von Zukunft, Design und Technologie nachgegangen. Kolja Pitz betonte, dass der Einfluss der Kunst auf die KI nicht unerheblich sei. Die KI ist bereits in der Lage ästhetische Prinzipien mittels einer vortrainierten Datenaufbereitung zu begreifen. Dieser Aspekt ist vor allem für Studierende der Marketing- und Personalfachbereiche von großer Bedeutung, da sich hierdurch unfassbare Chancen, zum Beispiel in der intensiven Kundenbetreuung, ergeben werden. Auf der einen Seite wurde ein Tool vorgestellt, mit Hilfe dessen Präsentationen in Sekundenschnelle bearbeitet werden können. Auf der anderen Seite gibt es Anwendungen der algorithmischen Gestaltung im Produktdesign, welche Kolja Pitz mit verschiedenen Beispielen darstellte. Die hierbei entstehende Zeit- und Kostensenkung wird sich positiv auf die Arbeit der Zukunft auswirken.

Darüber hinaus wurde über das zukünftige Verhalten von Webseiten spekuliert. Diese könnten ein individuelles Präsenzset haben und Informationen in Echtzeit übertragen, wodurch die Darstellungen auf den Konsumenten angepasst wird. Virtuelle Markenpersönlichkeiten, wie virtuelle Influencer könnten ebenfalls eine relevante Rolle einnehmen.

Die Aktualität der Thematik wurde vor allem innerhalb der anschließenden Plenumsdiskussion, die von Prof. Christopher Wickenden, Studiendekan für Digital Psychology (M.Sc.) und 3D-Mediendesign & Management (B.A.) sowie Media School Leiter an der Hochschule Fresenius in Köln eingeleitet wurde, deutlich. Es entstand ein Austausch zwischen Referent, Studierenden und anderen anwesenden Dozenten, welche dem Kontext der Brand AI kritisch gegenüberstanden. Skepsis darüber, ob die KI die eigene Kreativität zukünftig blockieren könnte, oder sogar eine Jobgefährdung für kreative Berufe darstellt, wurde geäußert. Kolja Pitz ist sich dennoch sicher “durch das Annehmen dieser neuartigen Prozesse, entstehen Möglichkeiten des Dialogs mit sich selbst.”

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