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Köln diskutiert über die Zukunft Europas

Im Rahmen einer Dialogreihe des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (CEMR-CCRE) in Zusammenarbeit mit seinen Partnern und mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission (Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung) fand am 5. November an der Hochschule Fresenius die öffentliche Diskussionsrunde zu dem Thema „Die Zukunft Europas“ statt.

„Eine Hochschule hat auch den gesellschaftlichen Auftrag, aktuelle Themen aufzugreifen und eine Plattform für einen Austausch zu bieten. Umweltschutz, Klimawandel und Mobilität gehören über alle nationalstaatlichen Grenzen hinweg zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Wir müssen heute die Weichen für ein nachhaltiges Europa von morgen stellen“, mit diesen Worten eröffnete Hochschulpräsident Prof. Dr. Tobias Engelsleben die Veranstaltung. Mit dem Sounddesigner Peter Schilske und der Schauspielerin Claudia Gahrke hoben die Teilnehmer zu einem virtuellen Flug über den von Klimawandel, Umweltbelastungen und Mobilitätsboom gequälten Planeten ab und wurden mit einer Klang- und Wortperformance eingestimmt.

Vorgestellt wurden anschließend Umweltprojekte in Köln, die von der EU finanziell unterstützt werden. So zeigten Dr. Barbara Möhlendick und Frieder Wolf von der Stadt Köln am Beispiel des EU-Projektes „Grow Smarter“, wie in einer Kölner Klimaschutzsiedlung mit smarten Ideen der Energiebedarf um 70 Prozent reduziert werden konnte. Das Projekt hat die Stadt Köln gemeinsam mit den Städten Stockholm und Barcelona als sogenannte Leuchtturmstädte umgesetzt. Ziel dabei ist es, besonders im urbanen Raum die Luftqualität zu verbessern, die Feinstaubbelastung und den Energieverbrauch zu senken, sowie einen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität zu leisten und damit aktiv zur Erreichung der Klimaschutzziele der EU beizutragen.

Mit dem von der EU geförderten Projekt „H2Range-Brennstoffzelle“ für Lastenfahrräder revolutionieren die beiden Entwickler Fabian Halft und Björn Offermann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) die Batterie. Mit ihrer Erfindung wollen sie dazu beitragen, dass Innenstädte zukünftig vom Autoverkehr entlastet werden. Eine emissionsfreie Alternative hierfür ist das Lastenfahrrad. Da die Batterien für den Antrieb der Räder nach kurzer Zeit wieder aufgeladen werden müssen und ihre Entsorgung schwierig ist, haben die beiden eine Brennstoffzelle entwickelt, die umweltschonender, platzsparender und leistungsstärker ist.

Mathieu Fichter, der extra aus Brüssel angereiste Vertreter der EU-Kommission aus der Generaldirektion Regio, betonte, dass nachhaltige Projekte besonders dann effektiv seien, wenn alle Akteure sich daran beteiligen. Er habe festgestellt, dass es viele gute Projektideen gäbe, viele Fonds aber häufig nicht genutzt würden. Daher müsse auch an einer besseren Kommunikation gearbeitet werden.

Abschließend diskutierten die Wissenschaftler der Hochschule Fresenius Prof. Dr. Mahammad Mahammadzadeh (Studiendekan Automotive & Mobility Management) und Prof. Dr. Lutz Becker (Studiendekan Sustainable Marketing & Leadership) mit Achim Südmeier (Vorstand Vertrieb & Energiebeschaffung der RheinEnergieAG), Dr. Barbara Möhlendick (Leiterin der Initiative „SmartCity Cologne“ und Koordinatorin für Klimaschutz, Stadt Köln), Frieder Wolf (Leiter Referat für internationale Angelegenheiten, Stadt Köln), Fabian Halft und Björn Offermann (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.) sowie Vertretern der Europäischen Union über die Zukunft Europas.

Die Moderatorin Sissy Metzschke führte durch die Veranstaltung.