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Interview mit Sarah Hartmann

Die Studierenden der INTEBUS aus dem 1. und 2. Semester besuchten Anfang Oktober einen Workshop zum Thema „Intentional Growth“. Der Workshop wurde von Sarah Hartmann, Dozentin für Sozialpsychologie des Studiengangs International Business Psychology (B.A.) durchgeführt und beschäftigte sich mit der persönlichen Entwicklung, die die Studierenden in den kommenden Semestern erfahren werden. Wir haben ihr ein paar Fragen zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und dem Workshop mit unseren Studierenden gestellt.

1. Sie wurden von INTEBUS eingeladen, einen Workshop über „Intentionales Wachstum“ zu geben. Welche Grundidee steckt hinter diesem Konzept?

Zu allererst möchte ich mich bei INTEBUS für die Einladung bedanken, einen Workshop zum Thema  „Intentionales Wachstum“ durchführen zu dürfen. Es war eine große Freude und eine Ehre für mich, mit den Studierenden über dieses Thema außerhalb der regulären Kurse sprechen zu können.
Die Grundidee hinter „intentionalem Wachstum“ ist die Überzeugung, dass wir alle den Wunsch haben, erfolgreich zu sein. Um dieses zu erreichen, benötigen wir Stehvermögen und Charakterstärke (engl. grit), Leidenschaft und Ausdauer bezüglich unserer Entwicklung. Ich bin davon überzeugt, dass Wachstum durch eine bewusste Entscheidung geschieht, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubauen. Die Studierenden lernen die Prinzipien des Stehvermögens; sie führen Teambildungsübungen durch, erlernen die Voraussetzungen der Lernumgebung an einer Hochschule und diskutieren fünf der „15 Gesetze des Wachstums“ von John C. Maxwell (2012).

2. Wieso ist es wichtig für Studierende, das Prinzip des „Intentionalen Wachstums“ zu verstehen?

Studierende müssen verstehen, dass Wachstum nicht automatisch erfolgt. Es besteht ein großer Unterschied zwischen zufälligem und intentionalem Wachstum. Zufälliges Wachstum wartet darauf, dass Wachstum von alleine geschieht, es lernt nur durch Fehler (Versuch und Irrtum), ist von Glück und Zufall abhängig, fällt in schlechte Angewohnheiten und setzt auf Sicherheit. Intentionales Wachstum übernimmt die Verantwortung zur Progression, startet im Hier und Jetzt, weiß, dass harte Arbeit belohnt wird, kämpft um gute Charaktereigenschaften und Angewohnheiten und denkt immer wie ein Lernender. Wenn eine Studentin/ein Student bei der INTEBUS erfolgreich sein möchte – und damit meine ich, dass sie/er für das eigene Leben lernt und ihr/sein gesamtes Potential entwickelt – muss sie/er die Grundprinzipien des intentionalen Wachstums verinnerlichen.

3. Wie können Studierende diesen Grundsatz in ihrer Studienzeit anwenden?

Studierende können den „Grit-Score-Test“ durchführen und ihren persönlichen „Grit-Score“ erhalten. Damit sehen sie, ob sie zum Testzeitpunkt das Stehvermögen haben, um Erfolg durch Leidenschaft und Ausdauer zu erzielen. Falls der individuelle „Grit-Score“ niedrig ist, gibt es Möglichkeiten, diesen zu verbessern. Es kann zum Beispiel hilfreich sein, Fehler oder Rückschläge als einen Prozess anzusehen, der zu wichtigen neuen Erkenntnissen führt. Zum anderen lohnt sich die Suche nach dem einen Lebensbereich, den wir so stark lieben, dass wir nichts anderes mehr machen oder erreichen wollen. Studierende können einen Wachstumsplan erstellen, der darstellt, wie und wann man an seinen Schwächen arbeitet, sodass sie zu Stärken werden. Sie sollten sich Fallen anschauen, die das persönliche Wachstum verhindern und die schlechten Angewohnheiten ablegen, die von der Lern- und Vorbereitungszeit abhalten. Und letztendlich können Studierenden die 15 Gesetze des Erfolgs von John C. Maxwell lesen, sie verinnerlichen und in ihrem Studentenleben anwenden.

4. Sie sind eine zertifizierte Referentin, Trainerin und Coach des John Maxwell Teams. Was ist nach Ihrer Erfahrung das wichtigste Element, das Studierende von Coaching-Sessions und Workshops mitnehmen können?

Das Besondere und Wunderbare an dem internationalen John Maxwell Team ist, das wir bewusst Menschen Wertschätzung zukommen lassen und glauben, dass jeder sein individuelles Potenzial erreichen kann und sollte. Es gibt zahlreiche bedeutungsvolle Themen, wie z.B. die „21 Gesetzte des Leadership“ (Leiterschaftstraining), die „15 Gesetzte des Wachstums“, „Intentionales Leben“, „ Den inneren Leiter entfalten“ und vieles mehr. Was ich bei jedem Workshop oder jeder Coaching-Session erreichen möchte ist, dass Menschen anfangen, groß zu denken. Um erfolgreich zu werden, fordere ich die Zuhörer mit meinen Vorträgen auf, ihren derzeitigen Glauben an sich zu stärken und sie zu inspirieren, an ihrem Potential zu arbeiten und es zu entwickeln. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, dass es immer Raum für Wachstum und Lernen gibt, dass ein effektiver Weg, ihr eigenes Leben zu leiten, zu finden ist und es möglich ist, eine Führungsposition in erfolgreichen Teams zu übernehmen.

5. Welche Rolle nimmt ein Workshop wie dieser in der Vorbereitung von Studierenden auf Management- und Führungspositionen ein?

Ich denke, dass Workshops wie dieser wesentlich und notwendig sind, um Studierende auf Management- und Führungspositionen vorzubereiten. Die meisten Lernumgebungen bilden nur die Fertigkeiten aus und vergessen die Charaktere von Studierenden gleichzeitig mit auszubilden. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Persönlichkeiten und Führungsqualitäten von Studierenden anheben, entwickeln und durch Coaching-Sessions Managementfertigkeiten verbessern müssen. Diese Workshops können Schlüssel sein, um Führungsqualitäten von Studierenden freizusetzen.

6. Abschließend, wenn Sie den Studierenden eine Botschaft mitgeben könnten, wie wäre diese?

Sucht eure Leidenschaft, das was ihr immer tun möchtet, entwickelt Stehvermögen (Grit) um eure Ziele zu erreichen, liebt eure Mitmenschen und wertschätzt sie und vor allem, hört nie auf zu lernen.
Wenn Sie mehr über Sarah Hartmann erfahren möchten, besuchen Sie ihre Internetseite aufwww.SarahHartmann.de

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