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News

Internationale Endsendungen – Herausforderungen und Chancen

Münchner Studierende erhalten Einblicke in die HR-Arbeit eines internationalen Konzerns.

Der Gastvortrag mit dem Titel „International Human Resources and Challenges in Global Expatriation“ wurde am 11.12.2018 vom HR-Experten Jürgen Zwerger gehalten, der als Global Head of Mobility bei der Allianz SE tätig ist. Der Referent präsentierte zunächst einen Überblick über den international tätigen Konzern. Dabei erfuhren die Studierenden, dass das Unternehmen mehr ist als eine reine Versicherung. So ist die Allianz beispielsweise Partner der Drone Racing League oder versichert Produktionen von Hollywood- und Bollywood-Filmen. Auch im Bereich der Luft- und Weltraumfahrt ist der Versicherer spezialisiert.

Anschließend berichtete Herr Zwerger vom internationalen Aufbau des Konzerns und welche Herausforderungen sich daraus im HR-Bereich ergeben. So hält die Allianz SE als Holding-Gesellschaft Tochterfirmen wie Allianz Deutschland oder Allianz Österreich, welche alle eigene interne Strukturen mit eigenem CEO, HR-Abteilung usw. besitzen. Die Zusammenarbeit zwischen diesen einzelnen Einheiten soll nun mithilfe einer Konzernstrategie, die auf Digitalisierung setzt und diese nutzt, weiter gefördert werden. So soll zum Beispiel im Personalbereich ein Personal-Management-System für alle Regionen weltweit verwendet werden, um das Application-Management oder Performance-Berichte zu vereinheitlichen. Des Weiteren soll die Komplexität von Versicherungsprodukten verringert werden, indem beispielsweise in ganz Europa das gleiche Autoversicherungsprodukt für verschiedene Märkte angeboten wird.

Insbesondere für das Top- und Mittelmanagement der Allianz heißt das, dass sie möglichst mobil sein müssen. Optimal wäre, wenn alle fünf Jahre eine berufliche Veränderung im Rahmen einer Versetzung entweder „cross-functional“, „cross-country“ oder „cross-entity“ stattfinden würde, erklärte der Referent. So würde die Zusammenarbeit verbessert, das Denken in Landeseinheiten könnte überwunden und Führungskompetenzen entwickelt werden. Eine sogenannte Expatriierung, bei der Angestellte für einige Jahre ins Ausland entsendet werden, biete für Mitarbeiter durchaus Vorteile: So sind sie weiterhin im deutschen Rentensystem registriert und zahlen deutsche Steuern, es gibt Zuschüsse für Umzüge und Schulgelder. Jedoch sei gerade ein „cross-country move“ häufig schwierig umzusetzen. Das Hauptproblem dabei sei oft das Gehalt: Während Mitarbeiter aus Deutschland ihren bisherigen Lohn weiterhin beziehen wollen, könne dieser in anderen Ländern weit über dem lokal üblichen Gehalt liegen und so hohe Kosten verursachen. Damit der Konzern mit einer Expatriierung in seine Mitarbeiter investiert, müssen also bestimmte Bedingungen erfüllt sein, so Jürgen Zwerger. Beispielsweise sollte der Angestellte sich in einem Entwicklungsplan befinden, der auf eine höhere Position vorbereitet.

Der Vortrag, der im Rahmen des International-Management-Vorlesungen von Dr. Christian Lengfeld stattfand, erhielt großen Zulauf. Neben zahlreichen Bachelor- und Masterstudierenden nahmen auch Dozenten sowie Dr. Josua Tarigan, Leiter des Fachbereichs International Business Accounting der Petra Kristen University in Surabaya, Indonesien teil. Im Rahmen des interaktiven Vortrags entstanden viele praxisorientierte Fragen. So wurde beispielsweise diskutiert, inwieweit der Erfolg einer Expatriierung messbar ist. Laut Herrn Zwerger ist das bisher nur bei einem Auslandseinsatz im Rahmen einer Projektarbeit möglich, jedoch schwerer für eine Entwicklungsmaßnahme, denn es stellt sich die Frage, wie genau „Beförderung“ definiert wird. Der Experte will dazu in den nächsten Jahren ein geeignetes Konzept erarbeiten. Auch die Frage, wie ein Versicherungskonzern für jüngere Menschen attraktiver gemacht werden kann, wurde debattiert. Für die Studierenden ergab sich aus dem Gastvortrag ein interessanter Einblick in die Praxis einer internationalen HR-Abteilung.