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Interkulturelle Kommunikation: Mehr als die gleiche Sprache sprechen

Gastvortrag der Firma EnglishBusiness an der Hochschule Fresenius in Hamburg.

„Was bedeutet interkulturelle Kommunikation?“ – mit dieser Frage eröffnete Anthony Armiger von dem Unternehmen EnglishBusiness seinen Vortrag zu Thema „Intercultural Awareness & Communication“, welcher im Rahmen des Faches „Personalentwicklung“ von Dr. Yvonne Glock am Hamburger Standort der Hochschule Fresenius auf großes Interesse der Studierenden traf.

Mittels eines interaktiven Tools ließen sich die stichwortartigen Ideen der Zuhörer zur Interkulturalität aufzeigen. Dabei ließ sich ein großes Spektrum an Ideen zu dem wichtigen, aber auch heiklen Thema aufdecken: Stichwörter wie „Connection“, „necessary“, „potential unlocking“ fanden gleichermaßen Platz wie die Eindrücke „difficult“, „problems“ und „confusing“.

Um den Studierenden die Thematik dieser mehrdeutigen Eindrücke näher zu bringen, definierte Armiger zusammen mit den Teilnehmern zunächst die persönliche Kultur: Er sei männlich, in seinen 30er Jahren, geborener Amerikaner, stolzer Hamburger, liebe Action-Filme und habe sowohl Islamic Studies als auch International Peace & Conflict Studies studiert. Das seien Bestandteile, die seine persönliche Kultur ausmachen. Gleichermaßen erklärte er, in welchen mikroskopischen Ausmaßen sich die unterschiedlichen Kulturen unterscheiden können: Angefangen bei dem Gruß auf der Straße, bei welchem einer Deutscher nicht so souverän auf ein „Hey, what‘s up?“ wie ein Amerikaner reagieren könne, für welchen diese Phrase zum alltäglichen Gebrauch gehöre.

Anhand der Stufen „Stereotyping“, „Awareness“, „Acceptance“ und „Achievement“ des Pfades der interkulturellen Kompetenzen zeigte Armiger die unterschiedlichen Blickwinkel des allgegenwärtigen Themas. So konnten die Studierenden durch eine weitere interaktive Übung verstehen, dass Charakteristiken einer Kultur, wie zum Beispiel die Direktheit, der Fleiß und die Organisation der Deutschen, schnell zu einer Stereotypisierung durch Außenstehende führen können und die genannten Eigenschaften zu den Stereotypen „Kälte“, „Perfektionismus“ und „Inflexibilität“ führen können. Damit steht auch das große Problem der Vorverurteilung im Zusammenhang: Hier wurden als kurze Beispiele die „Weiß gegen Schwarz“- und „städtisch gegen ländlich“-Kontroversen innerhalb der USA genannt. Im dem Sinne ist ein weiterer wichtiger Punkt des interkulturellen Zusammenlebens die „cultural awareness“, also die Fähigkeit, andere Kulturen zu verstehen und mit der eigenen zu verknüpfen.

Abschließend vermittelt der Expat (zeitlich begrenzt im Ausland lebende Person), dass eine erfolgreiche interkulturelle Interaktion, nach dem dritten Schritt des kulturellen Pfades vorliegt: Akzeptanz der kulturellen Unterschiede. Diese Akzeptanz muss auf drei Ebenen erfolgen: Der Individual-, nationalen und internationalen Ebene.

Zum Ende konnten die Studierenden noch individuelle Fragen an Anthony Armiger stellen, welche in spannenden Diskussionsrunden endeten, wobei klar wurde: Das Thema wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der privaten und beruflichen Karriere der Studierenden sein.