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Innovations-Management live erleben: Studierende der Hochschule Fresenius Düsseldorf im Workshop „Design Thinking“

Düsseldorf (fr) – Im Rahmen eines Workshops an der Hochschule Fresenius Düsseldorf lernten Studierende des vierten und fünften Semesters im Studiengang Wirtschaftspsychologie mit der Design Thinking-Methode ein Instrument kennen, mit dem in vielen multinationalen Konzernen an kreativen Lösungen gearbeitet wird. Design Thinking ist eine von der Stanford School of Design entwickelte Methode, um zielorientiert nutzerzentrierte, kreative Lösungen und Innovationen zu entwickeln. Martina von Mayerhofen, Managerin bei der Promerit AG, war am 11. November 2016 zu Gast an der Hochschule Fresenius Düsseldorf und vermittelte den Prozess hautnah. In einer dynamischen Gesellschaft stehen Unternehmen immer wieder vor der Herausforderung, Innovationen präsentieren zu müssen, die den aktuellen Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht werden. Doch der Innovationsgrad eines Unternehmens hängt stark von der Kreativität seiner Mitarbeiter und deren Umsetzbarkeit ab. „Das Problem ist, dass sich Mitarbeiter nicht immer uneingeschränkt ihrer Kreativität hingeben können, da sowohl wirtschaftliche Aspekte als auch die technische Machbarkeit immer im Vordergrund stehen“, erklärt Martina von Mayerhofen, Managerin bei der Promerit AG, die der Einladung von Dr. Petra vom Kolke, Studiengangsleiterin Wirtschaftspsychologie (B.Sc.), nach  Düsseldorf gefolgt war. Bei der  Design Thinking-Methode gilt es jedoch, diese wirtschaftlichen und technischen Aspekte zunächst zu ignorieren, um sich in erster Line auf die Bedürfnisse der Kunden zu fokussieren. Als Ergebnis ist so beispielsweise in einem Krankenhaus aus einem steril-weißen Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) ein kinderfreundlicher entstanden. Da Kinder häufig Angst vor der röhrenförmigen Apparatur haben, wurde der MRT hier mit Hilfe einer Folie zu einem Piratenschiff umgestaltet. Diese Innovation, die im Rahmen eines Design-Thinking-Prozesses entstand, wirkte sich umgehend positiv auf die Wahrnehmung der Kinder aus und nahm ihnen die Angst. Das Design Thinking-Konzept sieht vor, dass Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen zusammenkommen, um innovative Ideen für ein Produkt zu entwickeln. Um eine kreative Arbeitsatmosphäre zu schaffen soll dabei in möglichst offenen und flexibel-gestaltbaren Räumen gearbeitet werden. Begonnen wird zunächst damit, das jeweilige Problem eines Kunden vollumfänglich zu beschreiben und zu verstehen. Erst danach wird der Kunde selbst hinsichtlich seiner Wünsche, seiner Persönlichkeit und seiner Gewohnheiten analysiert. Im Ergebnis definiert das Projektteam dann seine Sichtweise auf den Kunden und dessen Problem, um kreative Lösungen zu erarbeiten. Einigt sich das Team auf ein Konzept, so wird idealerweise ein Prototyp des Produkts entwickelt und getestet. Im Rahmen des Workshops konnten die Studierenden der Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius Düsseldorf genau diesen Prozess einmal selbst durchlaufen. Für sie bestand die Aufgabe darin, ein Portmonee für den jeweiligen Sitznachbarn zu konzeptionieren und einen Prototyp zu entwickeln. Unter Anleitung von Martina von Mayerhofen entstanden so viele Kreationen, die der ein oder andere Sitznachbar sicher gekauft hätte. Resümierend war der Workshop, der seinen Ausklang bei einer abschließenden Fragerunde fand, sehr spannend und inspirierend. Die Hochschule Fresenius bedankt sich recht herzlich bei Martina von Mayerhofen für die Durchführung des Workshops.

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