menu close
close
disable
mail
call
disable
close
close
disable
call
mail
disable

Infomaterial & Bewerbung

Fordern Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Infomaterial an. Wir senden Ihnen die gewünschten Unterlagen gerne direkt zu Ihnen nach Hause.

Oder haben Sie bereits den passenden Studiengang oder die passende Ausbildung gefunden und möchten keine Zeit verlieren?

Dann bewerben Sie sich jetzt!

jetzt Bewerben Infomaterial anfordern

Persönliche Beratung

Sie haben detaillierte Fragen zu den einzelnen Bildungsprogrammen oder möchten einen individuellen Beratungstermin vereinbaren?

Wählen Sie einfach Ihren gewünschten Standort sowie die passende Themenwelt aus und kontaktieren Sie direkt Ihren persönlichen Ansprechpartner.

Nachricht

Du hast Fragen? Wir können sicher helfen. Hinterlasse und eine Nachricht. Wir werden uns so schnell wie möglich bei dir melden. Vielen Dank!

News

Idsteiner Standort heißt neue Professoren willkommen

In Idstein wurden Dr. Tanja Fuhr und Dr. Jean Marie A.T. Beuckels zu Hochschulprofessoren im Fachbereich Gesundheit & Soziales berufen. Im Anschluss an ihre Antrittsvorlesungen übergab ihnen Prof. Dr. Thomas P. Knepper, Vizepräsident für Forschung und Forschungsförderung, ihre Berufungsurkunden.

An einem Schrei sind 54 Muskeln beteiligt. Der Schrei eines Säuglings ist eine Vorstufe der Sprachentwicklung und beinhaltet bereits die Intonationsmuster der Muttersprache. –  Aber kann man an einem Schrei auch erkennen, ob ein Säugling gesund oder krank ist? Mit dieser Frage beschäftigte sich Prof. Dr. Tanja Fuhr in ihrer Antrittsvorlesung „Der Säuglingsschrei – nur ein Alarmsignal?“: Dabei ging sie von 684 Schreisignaturen gesunder Säuglinge sowie Säuglinge mit Erkrankungen wie einer Hörstörung oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalte aus, die analysiert und nach Parametern wie der Schreidauer und dem Maximum der Grundfrequenz klassifiziert wurden. Das Ergebnis: Anhand der Schreisignaturen lässt sich nicht nur entscheiden, ob ein Säugling gesund oder krank ist, sondern auch, an welcher Erkrankung er leidet. Auch beispielsweise Therapeuten oder Eltern konnten nach einem Training zwischen Schreien gesunder und kranker Säuglinge unterscheiden. „Das menschliche Ohr ist in der Lage, aus einem Schrei herauszuhören, ob es sich um eine Pathologie handelt. Eine technische Klassifikation ist aber besser darin, zwischen den Pathologien zu unterscheiden“, fasste Prof. Dr. Fuhr zusammen. Mit ihrer Forschung möchte sie die Diagnosemöglichkeiten bei Säuglingen verbessern: „Schreisignaturen könnten zukünftig einen Nutzen für das Screening von Neugeborenen haben. Zudem hoffen wir, dass wir aus ihnen auch für die Sprachtherapie Folgen ziehen können.“

Anschließend tauchte Prof. Dr. Jean Marie A.T. Beuckels in die Historie der Osteopathie ein, um aus ihr Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen: Noch im 19. Jahrhundert, stellte er in seinem Vortrag „Die Osteopathie der Haut“ fest, verstand man unter Osteopathie nicht nur eine Arbeitsweise in der Medizin, sondern auch eine funktionelle, neurologische Funktionsstörung des Knochens und anderer Gewebe, so auch Haut. Dabei besagte eine alte Hypothese, dass sich eine Funktionsstörung der Bewegung im Gewebe nach außen äußert. – Dies scheint jedoch, so Prof. Dr. Beuckels, heute an Wichtigkeit verloren zu haben: „Es gab für dieses theoretische Modell auch kein Gerät, das die neurologische Dysfunktion von Knochen und Haut auf Bewegungsebene testet.“ Deshalb entwickelte Prof. Dr. Beuckels ein Gerät, das die Bewegungsmuster der Haut mit präzisen Druck- und Abstandsmessungen erfasst, und wies nach, dass die durch Palpation, einem Ertasten von Körperstrukturen, getestete Hautverschiebung dasselbe Muster hat, wie die von dem Gerät gemessene. Darüber hinaus konnte er zeigen, dass palpatorische Hauttests gelernt werden können und die signifikante Zuverlässigkeit der Palpation bestätigen. „Der Einsatz des Geräts und der Hauttests haben dazu beigetragen“, schloss Prof. Dr. Beuckels, „dass Kausalitätstest in der heutigen Osteopathie neu verstanden werden können.“

Dr. Tanja Fuhr hielt den Vortrag "Der Säuglingsschrei - nur ein Alarmsignal?".