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Hilfe für Helfer

Drei Gäste aus dem südostafrikanischen Land Tansania begrüßte der Fachbereich Gesundheit & Soziales an der Hochschule Fresenius in Idstein. Reward Ibrahim Shelukindo, Lucy James Kitema und Flora Masawe Shiningaufoo lernten die Bildungssituation in Deutschland kennen. Zum Besuch geladen hatten die Evangelische Kirche und Montessori-Schule in Idstein, die zu unterschiedlichen Einrichtungen in Tansania Kooperationen unterhalten. Die drei absolvierten an der Hochschule Fresenius einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder – besonders wichtig natürlich für Flora Masawe Shiningaufoo, die in ihrer Heimat als Erzieherin tätig ist. „In den Schulen und Kindergärten dort existieren solche Angebote nicht, dafür sind ausschließlich Krankenhäuser zuständig“, berichtet Hester van Wijnen, Studiendekanin der Osteopathie, die sich um die Besucher während ihres Aufenthaltes kümmerte. „Selbst einfachste Handlungen wie Blutdruck oder Puls messen sind den Erzieherinnen und Erziehern weitgehend unbekannt.“ Dadurch kann natürlich wertvolle Zeit verloren gehen. Die meisten Studierenden der Osteopathie sind Sanitätshelfer und wissen daher auch, dass sich die erste Hilfe für Kinder von der für Erwachsene durchaus in einigen Punkten unterscheidet. Es gibt andere Notfälle und auch die Reanimation läuft anders ab. Flora Massawe Shiningaufoo und ihre beiden Mitreisenden haben an der Hochschule Fresenius neue Erfahrungen gemacht und nehmen dieses Wissen nach Hause mit. Sie sind in der Lage, künftig Erste-Hilfe-Maßnahmen selbst einzuleiten beziehungsweise ihre Kenntnisse weiterzugeben. Sie haben gelernt, welche Bewusstseinsstörungen es bei Kindern gibt und wie sich diese zeigen, sie haben gesehen, wie man Kinder und Säuglinge in die stabile Seitenlage bringt oder wie man sie richtig beatmet und wiederbeleben kann – und was bei einem Schock, bei einem Sonnenstich oder Verätzungen und Vergiftungen zu tun ist. „Wir würden den Kontakt nach Tansania gerne ausbauen, sagt Hester van Wijnen. Wir überlegen deshalb, für den weiteren Austausch zusammen mit unseren Dozenten eine Studienreise nach Afrika zu unternehmen.“    

Tags: Kooperation,School of Therapy & Social Work,Fachbereich Gesundheit & Soziales,Standort Idstein