menu close
close
News

Herzinfarkte, Stromausfall, Affären – „Writer’s Room“

„Das Spiel beginnt.“ Damit warb der Marketing-Schwerpunkt aus dem 3. Semester des Hamburger Masterstudiengangs Wirtschaftspsychologie mit Unterstützung von zwei Kommilitoninnen aus dem Personal-Schwerpunkt geheimnisvoll für die Veranstaltung „Writer’s Room“ am 20. Juni 2016. Im Rahmen der Vorlesung „Aktuelle Themen der Markt-, Werbe- und  Medienpsychologie“ wurde der spielbasierte Ansatz Writer’s Room für kollaboratives Storytelling genutzt, um Denkanstöße für die Agentur-Kunden-Beziehung der Zukunft zu generieren. Als Referenten waren Michael Behrens von Jung von Matt/next, Katharina Knigge von SinnerSchrader, Lasse Lüders von Appmotion, Samantha Jahns von der Eppendorf AG und Ralf Uhlich von Dräger eingeladen. Alle trugen sehr kreativ zu einer Geschichte voller Probleme und interessanter Lösungsansätze bei. Nachdem die Veranstaltung durch die Moderatoren im Audimax eröffnet wurde, erläuterte die Spielleiterin die Vorgehensweise von Writer’s Room. Die Struktur bestand aus einer Einleitung, einem Höhepunkt, der in eine Katastrophe mündete, und einer Umkehr der Geschichte. Hierfür gab es sogenannte Plotkarten, die den jeweiligen Beginn der Phasen einläuteten. Handlungsschrittkarten gaben einen groben Gestaltungsrahmen vor. Mit Ereignis-, Figuren- und Ortskarten konnten die Spieler nun ihren individuellen Teil zur Geschichte beitragen. Ziel dabei war es, eine möglichst kreative Geschichte zur Agentur-Kunden-Beziehung von morgen zu kreieren. Das Publikum wurde währenddessen aufgefordert, aktiv mitzumachen. Hierzu standen Emojis zur Verfügung, um zwischendurch ein Stimmungsbild abgeben zu können. Zudem fragten die Moderatoren während des Spiels auch nach individuellen Meinungen und Ideen zur Geschichte. Von einer Affäre der Geschäftsführung bis hin zum Feuer im Keller des Unternehmens war alles vertreten. Durch die Kreativität der Referenten rückte das eigentliche Thema manchmal in den Hintergrund, konnte aber zum wesentlichen Teil wieder eingefangen werden. Schlussendlich gab es interessante Möglichkeiten, wie künftig die Beziehung der teilweise doch recht unterschiedlichen Parteien aussehen könnte. Einerseits steht die Zusammenarbeit mehrerer Agenturen in Kombination mit Freelancern, um möglichst effektiv den Auftrag zu erfüllen, wobei eine erfolgsorientierte Bezahlung vorgeschlagen wurde. Andererseits könnte zukünftig seitens der Unternehmen der Fokus auf In-House-Agenturen gelegt werden. Im Mittelpunkt aller Möglichkeiten für die Gestaltung der Agentur-Kunden-Beziehung von morgen stand jedoch verstärkt die Tendenz zum vertrauensvollen Miteinander statt des Arbeitens gegeneinander. Auch Studiendekan Prof. Dr. Joost van Treeck warf in die Runde, dass obwohl die Geschichte zeitweise chaotisch gewirkt habe, dies doch das Wesentliche der Agentur-Kunden-Beziehung widerspiegele: nämlich ein anfängliches Gegeneinander, welches am Ende zu einem Miteinander wird. Samantha Jahns ergänzte, dass es darum ginge, zukünftig die Kommunikation und die Beziehung zu verfeinern sowie transparenter zu gestalten. Auch Katharina Knigge war von einem Diversity Workshop begeistert, in dem Agenturen und ihre Kunden transparent kommunizieren. Lasse Lüders fand schließlich, dass das Spiel nun erst richtig beginnt. Michael Behrens ergänzte den Konsens um ein agiles, redaktionelles Zusammenarbeiten in der Agentur-Kunden-Beziehung von morgen. Für die Methode Writer’s Room an sich gab es ebenfalls viele Anregungen, die für die Zukunft optimiert werden können. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es ein erkenntnisreicher Abend mit stimmungsvollen „Ups and Downs“ war, wie es sich für ein Experimentaldesign gehört. Bei einem leckeren Buffet, zubereitet vom jungen Hamburger Foodblogger-Team „NomMunch“, ist der Abend schließlich mit angeregten Gesprächen ausgeklungen. Die Hochschule Fresenius bedankt sich bei den Studierenden für die Organisation und allen Referenten für die Teilnahme am Writer’s Room.

Tags: