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Greencamp in Wiesbaden

Unter dem Motto „Fairantwortung in Wirtschaft und Gesellschaft“ veranstaltete die Hochschule Fresenius in Wiesbaden ihr viertes Greencamp. Schauplatz war der Große Saal der Industrie- und Handelskammer. Erstmals vergeben wurden die „Green Awards“, mit der Schülerinnen und Schüler für ihr besonderes Engagement im Sinne der Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurden. Außerdem präsentierten Studierende Projektarbeiten, die Eingang in die reale unternehmerische Praxis gefunden haben. Rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Hochschulleben und Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil. Sie stand unter der Schirmherrschaft von Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich. „Als Oberbürgermeister ist es mir wichtig, dass wir den Aspekt der Nachhaltigkeit immer mitdenken, sei es bei der Quartiers- und Stadtentwicklung, bei der Wärmeversorgung, dem Ausbau erneuerbarer Energien und ganz zentral beim Thema Mobilität. Damit wir auch in Zukunft gut in Wiesbaden leben können“, sagte Sven Gerich im Rahmen der Podiumsdiskussion und hob die besondere Rolle der Hochschulen hervor: „Um die natürlichen Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu sichern, braucht es nachhaltige Entwicklung durch wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, Bildung und Qualifizierung. Hochschulen kommt bei der Entwicklung und Forschung von neuen, ressourcenschonenden Technologien eine enorme Bedeutung zu.“ Die Studierenden der Hochschule Fresenius leisteten mit dem Greencamp einen wichtigen Beitrag. „Wir leben auf Pump“, rief Hochschulpräsident Prof. Dr. Tobias Engelsleben dem Auditorium zu und berief sich dabei auf die Tatsache, dass die Menschen in der Bundesrepublik mehr Ressourcen verbrauchen als neue zu produzieren. Er mahnte zu mehr Verantwortung und stellte heraus, dass es hochschulische Pflicht sei, Themen, die brennen, die diskutiert gehören, auch anzusprechen und in die Öffentlichkeit zu tragen. Er ergänzte: „Es ist uns besonders wichtig, dass das Format von den Studierenden selbst organisiert und durchgeführt wird. Wir möchten sie dergestalt an das Thema Nachhaltigkeit heranführen, dass sie später im Beruf Verantwortung übernehmen und in ihrer künftigen Rolle andere Menschen für einen pflichtbewussten Umgang mit Ressourcen und Change-Prozesse in Unternehmen und Gesellschaft sensibilisieren können.“ Initiiert hat das Greencamp Prof. Dr. Dennis Lotter, Studiendekan desMasterstudiengangs Sustainable Marketing & Leadership, der ab März 2019 auch in Wiesbaden studiert werden kann. „Bei uns lernen die Studierenden, dass Gewinnorientierung und Nachhaltigkeit nur vermeintlich gegensätzliche Pole sind. Nachhaltigkeit kann sich auch betriebswirtschaftlich sehr positiv auswirken und in diesem Sinne die Zukunftsfähigkeit sichern“, so Lotter. Beim Greencamp konnten die Gäste sich davon überzeugen, was damit gemeint ist: Studierende aus Lotters Studiengang stellten diverse Projekte vor. In „Fairbag: Handmade in Germany mit Herz und Handicap“ konzipierten sie ein Finanzierungsprojekt für das Unternehmen Fairbag, das Menschen mit psychischen oder physischen Einschränkungen oder anderer Hindernisse wie einem fehlenden Schulabschluss beschäftigt. Im Rahmen von „Zukunft fertig los! Globale Ziele früh lernen“ arbeiteten die Studierenden mit Kindertagesstätten zusammen und etablierten dort mit unterschiedlichen Aktionen die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Die Aktion „Grünes Küken – heute machen, morgen lachen“ hatte ein ähnliches Ziel: Kinder wurden spielerisch mit zukunftsrelevanten Themen zu Umwelt und Nachhaltigkeit in Berührung gebracht und entsprechend sensibilisiert. Den Abschluss des Abends bildete die feierliche Überreichung der Green Awards. Um diese konnten sich Wiesbadener Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wettbwerbs „voll grün!“ bewerben. Gewinner sind die Klasse 9b der Werner-von-Siemens-Schule, die eine Broschüre über korrektes nachhaltiges Verhalten geschrieben haben; außerdem Die Kunswerker e.V. mit ihrer Entwicklung nachhaltiger Zukunftsvisionen – „Mit technischen Innovationen eine neue Umwelt gestalten“ – und der elfjährige Andrej Arendt mit seinem Experiment „Indikatorenpflanzen sind wahre Wunder der Natur und Umwelttechnik“. Durch den Abend führte Dr. Anke Trischler, Lehrbeauftragte an der Hochschule Fresenius. Gemeinsam mit dem Poetry-Slammer Thorsten Zeller sorgte sie auch für das kulturelle Schmankerl des Abends. Die beiden trugen gemeinsam ein Gedicht vor, in dem sie in Sprüngen von 2018 in das Jahr 2050 eine mögliche Entwicklung nachhaltiger Themen zeichneten. (ap)

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