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News

Gesunde Organisationen durch Job-Crafting?

In ihrer Antrittsvorlesung an der Hochschule Fresenius Berlin gab Prof. Dr. Bianca Ksienzyk-Kreuziger am 25.09.2019 einen Einblick in Möglichkeiten und Grenzen des Job-Craftings und stellte Zusammenhänge zum Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz her.

Prof. Dr. Bianca Ksienzyk-Kreuziger erhielt von Prof. Dr. Rainer Türck, Dekan im Fachbereich Wirtschaft & Medien, ihre Ernennungsurkunde.

Immer mehr Menschen erkranken psychisch, das wird beispielsweise aus den jährlichen Krankenberichten der Krankenkassen deutlich. 50 Prozent der Frühverrentungen gehen laut Deutscher Rentenversicherung auf psychische Erkrankungen zurück. Das seien Alarmsignale, sagte Prof. Ksienzyk-Kreuziger und ergänzte: „Es stellt sich die Frage, wie Unternehmen auf diese Entwicklungen reagieren können. Job-Crafting als das selbst initiierte Gestalten der eigenen Arbeit könnte ein spannender Ansatz sein, wenn man ihn weiter fasst als die ursprünglichen Autoren aus Holland und Amerika.“ So sollen Führungskräfte zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Arbeit im Sinne der Gesundheitsförderung gezielt gestalten und Ressourcen fördern.

Bezugnehmend auf eine erste Metaanalyse aus dem Jahr 2017 fasste Prof. Ksienzyk-Kreuziger zusammen: „Hier liegen Potenziale, die vielleicht zu einem neuen Führungsstil, dem ‚Job-Crafting-Leadership‘ ausgebaut werden könnten.“ Die Studierenden, die ihre Antrittsvorlesung besuchten, ermunterte sie, sich diesen Themen in Bachelor- und Masterarbeiten zuzuwenden.