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Gastvortrag zu Corporate Social Responsibility

Berlin. Was hat die Fahrt zur Tankstelle mit den Menschen im Nigerdelta zu tun? Dr. Markt Mattner von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit machte bei seinem Gastvortrag an der Hochschule Fresenius in Berlin klar, warum die soziale Verantwortungsübernahme von Unternehmen unerlässlich ist. Marken wie Shell, BP oder Esso kennt jeder. Allerdings wissen die meisten von uns nichts vom gefährlichen Alltag der Bevölkerung im Ölfördergebiet des Nigerdeltas. Dr. Mark Mattner arbeitet im Human Rights Department der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und beschäftigt sich intensiv mit den Folgen der Ölförderung in Nigeria für Mensch und Tier. Im Rahmen seines Gastvortrages berichtete er vor Studierenden der Hochschule Fresenius am Berliner Standort von Gewalt, Unterdrückung und Umweltzerstörung. Damit die Länder der ersten Welt mit Öl versorgt werden, wird die lebensgefährliche Umweltverschmutzung des Nigerdeltas billigend in Kauf genommen. Bei einer 14-monatigen Untersuchung des UN-Umweltprogramms wurde festgestellt, dass unzählige Bewohner Nigerias tagtäglich dem Wasser ausgesetzt sind, das durch ölfördernde Unternehmen mit Benzol verunreinigt wurde. Doch nicht nur Menschen müssen ihr Trinkwasser aus kontaminierten Flüssen beziehen. Auch Pflanzen und Tiere rund um das Ölfördergebiet in Nigeria sind akut gefährdet. Bei der angeregten Diskussion mit den Studierenden betonte Dr. Mark Mattner deshalb, wie wichtig das Thema Corporate Social Responsibility ist und dass es im öffentlichen Bewusstsein verankert werden muss.

Tags: Standort Berlin