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Gastvortrag Intern China: Unterschiedliche Führungskultur in China und Deutschland am Beispiel des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses

München (fl) – Frank Lenhardt, Gründer von Intern China, referierte am 29. November 2016 an der Hochschule Fresenius München über Unterschiede in der Führungskultur zwischen China und Deutschland.

Um diese Unterschiede verstehen zu können, lohnt sich eine genauere Betrachtung des chinesischen Bildungssystems. Bereits während die Kinder das Schreiben lernen werden sie darauf getrimmt, die Schriftzeichen auswendig zu lernen. Das Auswendiglernen von Inhalten zieht sich dabei von der Grundschule bis hin zur Hochschule. Der Praxisbezug fehlt und ist auch nicht gewünscht. Zudem genießen Fachhochschulen oder das duale Studium in China kein großes Ansehen.

Das spiegelt sich oftmals auch in der Firmenkultur in China wider: Die Arbeitsschritte sind von vornherein festgelegt, starre Hierarchien und einseitige Kommunikation prägen das Bild. Diese Faktoren widersprechen eigentlich dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Der kontinuierliche Verbesserungsprozess besagt, dass alle Mitarbeiter an der effizienten Gestaltung von Prozessen mitwirken, Prozesse also sowohl von oben nach unten, als auch von unten nach oben initiiert werden, wodurch den Mitarbeitern Wertschätzung entgegengebracht wird. Damit der kontinuierliche Verbesserungsprozess umgesetzt werden kann, müssen bei allen Beteiligten Verständnis geschaffen sowie Maßstäbe und Maßnahmen definiert werden.

Da Frank Lenhardt selbst einige Jahre in China gelebt und gearbeitet hat, konnte er den Studieren-den des Kurses Internationales Management nicht nur spannende Einblicke in die chinesische Firmenkultur geben, sondern ihnen auch von der Ess- und Trinkkultur der Chinesen erzählen und gute Tipps für einen China-Aufenthalt, beispielsweise im Rahmen eines Praktikums, geben.

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