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Fünf neue Professoren im Fachbereich Wirtschaft & Medien berufen

Hamburg. Im Fachbereich Wirtschaft & Medien an der Hochschule Fresenius in Hamburg sind jetzt Dr. Sascha Hoffmann, Dr. Sebastian Pioch, Dr. Svenja Pitz, Dr. Jessica Seidenstücker und Dr. Alexander Preuß in das Professorenamt berufen worden.

Das Präsidium und der Senat der Hochschule Fresenius luden zu den öffentlichen Antrittsvorlesungen ein. Im Audimax des Campus Alte Rabenstraße stellte Prof. Dr. Lieberum, Prodekanin des Standorts Hamburg, die fünf Hochschuldozenten den Anwesenden vor. Im Anschluss referierten diese zum Dachthema „Social Media – eine Antwort auf alles!? Relevanz und Einsatzmöglichkeiten sozialer Netzwerke“. Dabei wurde die Thematik aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Welche Relevanz sozialen Netzwerken zukommt und wie sie sinnvoll eingesetzt werden können – mit diesen und weiteren Fragen haben sich die fünf Professoren in ihren Vorträgen auseinandergesetzt.

„Die ökonomische Relevanz der sozialen Netzwerke“, so Prof. Dr. Sascha Hoffmann in seinem Vortrag, „ergibt sich daraus, dass gerade jüngere Zielgruppen praktisch nur noch auf diesem Wege erreichbar sind und Unternehmen zahlreiche sogenannte Targeting-Möglichkeiten haben, ihre Zielgruppen punktgenau anzusprechen“. Im Zuge dessen werden im großen Maßstab Daten über die User gesammelt und analysiert. Das Ergebnis sei beeindruckend, aber auch von zahlreichen unerwünschten Effekten begleitet, wie mangelndem Datenschutz, der Entstehung sogenannter Filterblasen und der insgesamt hohen Verweildauer in den Netzwerken. Prof. Dr. Sebastian Pioch hob in seinem Vortrag die Besonderheiten von digitalen Geschäftsmodellen im Vergleich zu den klassisch analogen hervor. Dazu ging er der Frage nach, aus welchen Gründen es so schwierig ist, die Erfolgswahrscheinlichkeiten dieser Modelle einzuschätzen. Auch den Einfluss der sozialen Medien nahm er dabei in die Bewertung mit auf. Sein Fazit: Soziale Medien dienten als eine Art „Membran“, um mit begrenzten Ressourcen eine initiale Einschätzung des Potentials der Idee zu gewinnen. Unabhängig davon, so der Professor für Digital Entrepreneurship, blieben die grundlegenden Erfolgsfaktoren Unternehmerpersönlichkeit, richtiger Zeitpunkt und auch das Quäntchen Glück stets erhalten. In einem weiteren Vortrag setzte sich Prof. Dr. Svenja Pitz aus juristischer Perspektive damit auseinander, wie Werbung durch Influencer in sozialen Medien gekennzeichnet werden muss. Mit dieser Frage mussten sich auch die Gerichte im sogenannten „Rossmann-Urteil“ beschäftigen, das sich mit dieser Problematik auseinandersetzte: Ein Influencer hatte Produkte des Drogeriemarktes Rossmann mit einem Beitrag auf Instagram beworben und lediglich mit dem Hashtag #ad – an zweiter Stelle von insgesamt sechs Hashtags – darauf hingewiesen, dass es sich bei dem geteilten Foto um bezahlte Werbung handelte. Das Oberlandesgericht Celle stufte das Posting als Schleichwerbung ein und die Kennzeichnung als unzureichend. „In Zukunft werden eine Reihe weiterer konkretisierender Gerichtsentscheidungen folgen und die Fragestellung wird eher judikativ als legislativ beantwortet werden“, führte die Professorin für Wirtschaftsrecht weiter aus. Abschließend gab sie praktische Hinweise, wie Influencer und Unternehmen Werbung in sozialen Netzwerken kennzeichnen sollten. Im Zentrum der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Jessica Seidenstücker stand eine patientenzentrierte Social-Media-Analyse auf Basis von Posts und Kommentaren in digitalen Gesundheitsforen. Ziel einer solchen qualitativen Inhaltsanalyse sei das ganzheitliche Verstehen der „Patient Journey“ hinsichtlich verschiedener Krankheitsphasen und der relevanten Behandlungsmethoden, aber auch der damit verbundenen Ängste und Hoffnungen der Betroffenen. Die Forschungsergebnisse können genutzt werden, um eine Patientensegmentierung durchzuführen und die generelle Patientenansprache zu optimieren, schlussfolgerte Seidenstücker. In dem abschließenden Vortrag von Prof. Dr. Alexander Preuß zeigte der Professor für quantitative Methodenlehre auf, wie man Social-Media-Aktivitäten messbar machen kann. Dafür hat er unter Anwendung der multiplen Regression Datenmodelle für die Kaufbereitschaft von fünf Automobilmarken und für den Absatz von vier Biermarken erstellt. Im Ergebnis zeigt sich in beiden Fallbeispielen ein signifikanter, positiver Einfluss durch Social Media. Aufgrund der Verkehrseinschränkungen durch Sturmtief Friederike konnte Hochschulpräsident Prof. Dr. Tobias Engelsleben leider nicht anreisen. Daher oblag es im Anschluss der Prodekanin Prof. Dr. Lieberum, Leiterin der Business School Hamburg, gemeinsam mit Prof. Dr. Claudia Gerhardt, Leiterin der Psychology School Hamburg, und Prof. Dr. Yorck von Borcke, Leiter der Media School Hamburg, die Urkunden an die neuen Professorinnen und Professoren zu überreichen. (kr)

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