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Forschung auf internationalem Parkett

Die Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Forschung, Lehre und Ausbildung auf den Gebieten der Ökotoxikologie und der Umweltchemie zu fördern. Mit Daniel Zahn, Raphael Janousek und Sven Huppertsberg haben jetzt drei Mitarbeiter desInstitute for Analytical Research (IFAR) der Hochschule Fresenius am alljährlichen Kongress der SETAC in Rom teilgenommen.
Sowohl Raphael Janousek als auch Sven Huppertsberg haben ihren Bachelor- und Masterabschluss an der Hochschule Fresenius absolviert und promovieren nun am IFAR. Wir haben beide zum Interview getroffen. Welche Forschungsprojekte haben Sie beide während des Kongresses vorgestellt? Sven Huppertsberg: Ich arbeite momentan an einem Projekt, in dem wir unter anderem Methoden zum Nachweis von Mikroplastik im Wasserkreislauf entwickeln. Außerdem führen wir Untersuchungen zur Risikobewertung durch. Es geht beispielsweise darum, zu klären, wie Mikroplastik mit Schadstoffen oder mit Lebewesen, wie Fischen, interagiert.
Ich habe mein Projekt dann mittels eines Posters auf dem Kongress vorgestellt. Das Poster hängt mittlerweile gemeinsam mit unseren anderen Projektpostern im ersten Stock im Flur von Haus A. Raphael Janousek: Ich untersuche das Vorkommen von gesundheits- und umweltschädlichen Stoffen, wie per- und polyflorierten Substanzen, in Baumaterialien und Textilien. Solche Stoffe können zum Beispiel in Outdoor-Kleidung und Feuerlöschschäumen vorkommen. Dazu habe ich auf dem Kongress einen Vortrag gehalten. Wie kam es zu Ihrer Teilnahme am Kongress? Raphael Janousek: Zunächst einmal muss einen natürlich der Schwerpunkt des Kongresses interessieren und zur eigenen Forschungsarbeit passen. Dann mussten wir unsere Beiträge einreichen und auf die Zusage durch die SETAC warten. Wie lief der Kongress ab? Wie war der Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen? Raphael Janousek: Insgesamt gab es wirklich sehr viel Input. Es haben ca. 2.500 Leute am Kongress teilgenommen. Während der vier Tage, in denen der Kongress lief, wurden über 3.000 Poster vorgestellt. Und pro Tag gab es ca. 240 Vorträge. Sven Huppertsberg: Der Kongress war außerdem sehr gut, um sich mit anderen auszutauschen, die eigenen Projekte auf internationaler Ebene vorzustellen und Networking zu betreiben. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag am IFAR aus? Raphael Janousek: Wir arbeiten an unseren jeweiligen Forschungsprojekten, zu denen wir promovieren. Dabei gehen Forschung und praktische Umsetzung eigentlich immer Hand in Hand. Sven Huppertsberg: Außerdem üben wir eine Lehrtätigkeit aus, betreuen Praktikantinnen und Praktikanten im IFAR und Abschlussarbeiten von Studierenden. Sie haben beide Angewandte Chemie für Analytik, Forensik und Life Science (B.Sc.) und Bioanalytical Chemistry and Pharmaceutical Analysis (M.Sc.) an der Hochschule Fresenius studiert. Wie sind Sie danach zum IFAR gekommen? Sven Huppertsberg: Ich habe bereits meine Bachelor- und meine Masterarbeit am IFAR geschrieben. So bin ich dann auch zu meiner dortigen Promotionsstelle gekommen. Raphael Janousek: Ein Freund und jetziger Kollege hatte mich damals angerufen, weil der Leiter des IFAR, Prof. Dr. Knepper, kurzfristig jemanden zur Bearbeitung eines Forschungsthemas gesucht hatte. Daraus wurde dann das Thema für meine Doktorarbeit. Der Umgang mit Plastik wird gerade auch in der Politik stark diskutiert. Inwieweit können Sie Ihrer Meinung nach das Thema durch die eigene Forschung beeinflussen? Sven Huppertsberg: Das zunehmende Umweltbewusstsein und der damit zusammenhängende Trend, den Plastikverbrauch einzuschränken, sind in jedem Fall sehr positiv. Uns geht es mit unserer Forschung nun darum, die genauen Auswirkungen von Mikroplastik auf den Wasserkreislauf und die darin lebenden Organismen zu untersuchen. Die Forschung dazu steckt noch in den Kinderschuhen und bisherige Experimente wurden größtenteils unter Laborbedingungen durchgeführt. Wir möchten das Ganze jetzt unter umweltrelevanten Bedingungen untersuchen. So kann besser nachvollzogen werden, welche Folgen sich für die Natur wirklich ergeben. (jr)

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