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Estland – Vorreiter in der Digitalisierung

Köln. Toomas Danneberg, Vice Rector for External Relations and Business Development der Estonian Business School (EBS) in Tallinn, hielt vor den Studierenden desStudiengangs Digitales Management (M.A.) von Studiendekan Prof. Dr. rer. pol. Richard Geibel einen Gastvortrag zum Thema Digitalisierung. Unter dem Titel „(Estonian) Digitalization“ erklärte er ausführlich, wie es Estland gelinge, weltweiter Spitzenreiter im Bereich der Digitalisierung zu sein und diese Position seit Beginn des Jahrtausends zu behaupten. Danneberg stellte den Anwesenden dabei die ausschlaggebenden Unterschiede zwischen der digitalen Entwicklung in Estland und Deutschland vor. Die strengen Datenschutzrichtlinien hierzulande sorgten für eine verzögerte Entwicklung der Digitalisierung, beispielsweise im Bereich der Bürokratie, so der Experte. Anders wird in Estland mit der digitalen Transformation umgegangen: So gehört in dem baltischen Staat der Zugang zum Internet zu den Grundrechten der Bürger. Die Politik dort bemühe sich seit mehr als 20 Jahren, die bürokratischen Prozesse zu digitalisieren. Mit Erfolg: Mittlerweile sind nahezu alle Behördengänge über das Internet zu erledigen. Auch im wirtschaftlichen Bereich gehen damit viele Erleichterungen einher: Die Gründung eines Unternehmens dauert nur wenige Stunden, die bürokratischen Hürden sind minimal. Das sorge auch für wirtschaftliches Wachstum, beispielsweise in der IT-Start-up-Szene, so Danneberg. Doch auch die große Verantwortung, die der digitale Wandel mit sich bringe, machte der Experte den Studierenden deutlich. „Cyber-Hygiene“ spiele eine besonders wichtige Rolle: „Wir öffnen uns sehr stark gegenüber anderen – sowohl privat als auch geschäftlich“. Damit daraus keine Gefahren entstünden, müsse viel für die Sicherheit der Daten getan werden. Dazu würden für die Bürger spezielle Trainingsprogramme entwickelt, die den verantwortungsvollen Umgang mit Daten erklärten. Toomas Danneberg stieß bei den Studierenden mit seinem Vortrag auf großes Interesse und konnte viele innovative Ideen an sie weitergeben. Die Kooperation zwischen der European Business School in Tallinn und der Hochschule Fresenius soll künftig weiter ausgebaut werden. (jn)

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