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Erfolgreiche Projekte bei “Student2Startup”

Drei Teams mit jeweils drei Studierenden des Studiengangs Wirtschaftschemie gingen im September an den Start, zwei kamen auch erfolgreich ins Ziel. Ein Projekt scheiterte – erstmals -, was die Protagonisten aber als extrem wertvolle Erfahrung ansehen.

Das letzte Beispiel zeigt, wie real die Herausforderung ist, der sich die Studierenden bei “Student2Startup” stellen. Die Wissensfabrik, eine Wirtschaftsinitiative zur Förderung von Bildung und Unternehmertum, ermöglicht Studierenden, in einem echten Start-up berufliche Praxis zu sammeln und Lösungen für tatsächlich existierende Aufgabenstellungen zu entwickeln. In den vier Monaten lernen die Studierenden, wie Unternehmer zu denken und zu handeln, Risiken abzuwägen und neue Märkte zu erschließen.

„Die Zusammenarbeit war extrem hilfreich, insbesondere aus den Ergebnissen können wir großen Nutzen ziehen“, resümiert Dr. Klaus Schepers vom Start-up Munditech, das sich auf antimikrobielle Oberflächenbeschichtungen spezialisiert hat. Die Studierendengruppe hatte die Aufgabe, relevante Anwendungen im Healthcarebereich für das Produkt zu identifizieren und bei der Findung von Partnern zu helfen. Es wurde mehr daraus: Das Team analysierte nicht nur einen Markt und potenzielle Wettbewerber auf diesem Segment, sondern weitete die Chancen-Risiko-Bewertung auf weitere Zielmärkte aus und legte grundsätzliche Entscheidungskriterien für einen möglichen Eintritt fest. Auch in einem weiteren Projekt ging es um Wirkungsprinzipien, Wertschöpfungsprozesse, verschiedene Anwendungs- und Markteintrittsszenarien sowie erfolgversprechende Vertriebsstrategien – in diesem Fall für die LXP Group, die ein neues Verfahren zum Aufschluss von Biomasse der zweiten Generation entwickelt hat.

Prof. Dr. Stephan Haubold, auf Hochschulseite verantwortlich für das Projekt

„Wir haben sehr spannende und aufregende vier Monate erlebt“, sagt Prof. Dr. Stephan Haubold, der auf Seiten der Hochschule Fresenius die Projekte betreute. „Es ist bemerkenswert, welche Entwicklung sowohl die Studierenden als auch die Aufträge genommen haben. Mit den Fakten und Argumenten, die unsere Studierenden gesammelt haben, sind sie souveräner und mutiger geworden und haben zum Schluss auf Augenhöhe mit den Geschäftsführern diskutiert.“ Und auch die Inhalte der Aufgabenstellungen haben sich mit jeder Erweiterung des Kenntnisstandes gewandelt. Jenny Neufeld, Projektmanagerin Unternehmertum bei der Wissensfabrik zeigte sich neben den Ergebnissen vor allem vom „ausgezeichneten Kommunikationsklima“ zwischen Studierenden, Mentoren und Start-ups beeindruckt. „Wir haben eine sehr offene und konstruktive Diskussionskultur erlebt.“

Für die Studierenden selbst zählt vor allem die Praxiserfahrung. „Die Lernkurve live zu erleben, echten Hindernissen und Schwierigkeiten zu begegnen, zu überlegen, wie man sich auf diese einstellt und wie man Strategien immer wieder geänderten Bedingungen anpassen muss, war eine sehr lehrreiche Erfahrung, die sich nicht im Unterricht simulieren lässt“, fasst Moritz Weinand, Student der Wirtschaftschemie an der Hochschule Fresenius, zusammen.

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