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DSGVO-Vortrag in München

Datenschutz-Experten und Interessierte zu Gast an der Hochschule Fresenius Die neue, EU-weit geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) trat am 25. Mai 2018 in Kraft und stellte dabei sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen vor neue Herausforderungen. Welche Grundregeln müssen bei der Umsetzung der DSGVO beachtet werden und welche Verpflichtungen haben Unternehmen gegenüber ihren Kunden? Diese und weitere Aspekte wurden ausführlich in dem Vortrag „Nach dem Hype geht’s jetzt um die Praxis der EU-Datenschutz-Grundverordnung“ diskutiert, zu dem die Hochschule Fresenius, der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA e.V.), die AdOrga Solutions GmbH sowie die Deutsch Chinesische Allianz Industrie 4.0 (DCAI 4.0) am 9. August eingeladen hatten. Nach einer Begrüßung durch René Leibold, Vorstandsmitglied des BWA e.V. und Gastdozent an der Hochschule Fresenius München, sowie Dr. Jian Wu, Ausschussvorsitzender der DCAI 4.0, präsentierte Regina Mühlich von der AdOrga Solutions GmbH die wichtigsten Aspekte der DSGVO. Die Datenschutzexpertin gab zunächst einen allgemeinen Überblick zur Verordnung und deren Geltungsbereich. Im Anschluss stellte sie die Verpflichtungen von Unternehmen unter der DSGVO vor (Accountability) und betonte dabei besonders die Notwendigkeit und Wichtigkeit eines funktionierenden Verzeichnisses aller Datenverarbeitungstätigkeiten, um Kunden umfassend über die Verwendung ihrer Daten informieren und eventuelle Datenpannen rechtzeitig und ausführlich an die verantwortliche Aufsichtsbehörde melden zu können. DSGVO weltweit relevant Die Expertin erklärte weiterhin, dass die DSGVO nicht nur für EU-Firmen einzuhalten sei, sondern für jedes Unternehmen weltweit gelte, das in irgendeiner Form der Europäischen Union tätig ist. Wenn beispielsweise durch einen Online-Shop Produkte an EU-Kunden verkauft werden und es dabei zu einer Sammlung, Verarbeitung und/oder Speicherung von Daten kommt, müssen die Grundregeln der DSGVO berücksichtigt und Datenschutzhinweise sowie die Handhabung der verarbeiteten Daten entsprechend der Verordnung angepasst werden. Auch wenn Daten an ein drittes Unternehmen, z. B. eine Tochterfirma, weitergegeben werden, muss der Schutz dieser Daten vertraglich geregelt sein. Wie man die Umsetzung der DSGVO als Unternehmen aus einem Nicht-EU-Mitgliedsstaat schrittweise angehen kann, erklärten im Anschluss Dr. Alexander Honrath und Dr. Lutz Schreiber von der Internationalen Wirtschaftskanzlei Eversheds Sutherland, die weltweit Kunden bei grenzüberschreitenden Projekten in rechtlichen Fragen unterstützt. Die Rechtsanwälte fokussierten dabei zehn Fragen, die sich ein Unternehmen stellen sollte, um Lücken oder Schwächen beim Datenschutz zu entdecken und erfolgreich zu beheben. Zum Abschluss präsentierte Dr. Wu eine Erklärung der wichtigsten Begriffe und hob die Wichtigkeit der Umsetzung der DSGVO für die DCAI 4.0 als in der EU tätiges Unternehmen hervor, die er für die vertretenen chinesischen Gäste auch in Mandarin referierte. Alle Sprecher waren sich einig, dass Datenschutz ein Prozess sei, innerhalb dessen noch viel Ausgestaltung und Lernen notwendig sei, um eine umfassende und korrekte Umsetzung der Verordnung zu gewährleisten. Auch aus diesem Grund laden Herr Leibold, Frau Mühlich und Dr. Wu Mitte September erneut an die Hochschule Fresenius ein, um im Rahmen eines Workshops den Teilnehmern die praktische Umsetzung und Anwendung der DSGVO noch näherzubringen.

Tags: Standort München,allgemeine News