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Diagnose, Intervention, Evaluation – Hamburger Dozierende und Studierende beteiligen sich mit sechs Fachvorträgen an der 20. Fachtagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie in Hamburg

Unter dem Motto „Wirtschaftspsychologie: Diagnose, Intervention, Evaluation“ fand am 26. und 27. Februar 2016 die 20. Fachtagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie statt. Als diesjähriger Gastgeber lud die Euro-FH in ihre Hamburger Räumlichkeiten ein. Im Mittelpunkt der Fachtagung stand vor allem der interdisziplinäre Austausch innerhalb des Fachbereiches der angewandten Wirtschaftspsychologie. Auch dieses Jahr konnte die Hochschule Fresenius mit Beiträgen aus Hamburg und Köln wieder einen fundierten Beitrag leisten. Das Hamburger Kollegium partizipierte mit sechs Fachvorträgen. Wirtschaftspsychologie-Student Felix Kriegeskotte stellte gemeinsam mit seiner Thesis-Betreuerin, Studiendekanin Prof. Dr. Claudia Gerhardt, eine Studie zu neuen Formen der Arbeit vor. Die Studie verdeutlicht, dass der Trend zu flachen Hierarchien nicht nur Verbesserungen mit sich bringt, sondern durchaus auch Probleme und Dilemmata. Als praktische Handlungsanweisungen zur Problemvermeidung stellt die Studie vor allem stetige Kommunikation, Informationstransparenz und selbstreflektiertes Verhalten aller Beteiligten heraus. Über den ersten Eindruck in der Personalauswahl berichteten Wirtschaftspsychologie-Dozentin Dr. Yvonne Glock und die Absolventin Svenja Schoer. In ihrer Studie konnten sie bestätigen, dass Bewerbungsbilder Einfluss auf den Personalauswahlprozess haben, da sie Kandidaten sympathischer oder attraktiver wirken lassen. Laut Glock und Schoer begünstige dieser Verzerrungseffekt Fehlentscheidungen in der Personalauswahl. Dass auch der Vorname eine Rolle bei der Personalauswahl spielt, konnten wiederum Studentin Daniela Rehders und Dr. Yvonne Glock herausstellen. Die Studie berücksichtigte insbesondere ungewöhnliche Vornamen bei Bewerbern und zeigt dabei, dass gängige Vornamen im Vergleich zu ungewöhnlichen im Personalauswahlprozess grundsätzlich besser bewertet werden. Der Hamburger Psychologie-Dozent Dr. Frederic Hilkenmeier stellte seine Studie zur organisationalen Lernkultur in Unternehmen und dessen Einfluss auf das Lernverhalten der Mitarbeiter vor. Im Zentrum stand das Lernkulturinventar (LKI) als valides Instrument zur diagnostischen Erfassung der verschiedenen Facetten der unternehmenseigenen Lernkultur. Mit der Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe zur Durchführung psychischer Gefährdungsbeurteilung (GBU) beschäftigte sich die Befragung von Wirtschaftspsychologie-Dozentin Ricarda Gades-Büttrich und Absolventin Karolin Bringer. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Beurteilung psychischer Belastungen in den befragten Unternehmen nur selten umgesetzt wurde, was vor allem an fehlendem Wissen sowie fehlenden Personal- und Zeitressourcen liege. Über Erkenntnisse aus der Markt- und Werbepsychologie berichteten Studiendekan Prof. Dr. Joost van Treeck und die Master-Absolventen Johannes Freyer und Klaas Höpcke. In ihrer Studie validierten sie ein bestehendes Modell zur Wahrnehmung von Beziehungen anhand spezieller kognitiver Schemata. Die gewonnenen beziehungsbestimmenden Dimensionen lassen sich dabei auch für die Marketingkommunikation zur Steuerung der Kunde-Marke-Beziehung einsetzen. Die Hochschule Fresenius bedankt sich bei allen Mitwirkenden für Ihre geleisteten und gehaltvollen Beiträge im Rahmen der 20. Fachtagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie.

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