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Deutschlandstipendium: Hochschule Fresenius vergibt 69 Auszeichnungen

Für das akademische Jahr 2019/2020 vergibt die Hochschule Fresenius bundesweit 69 Deutschlandstipendien. Über 80 Prozent der Förderungen, die je zur Hälfte von privaten Spendern und aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums finanziert werden, gehen dabei an Frauen. Der stärkste Fachbereich ist Chemie & Biologie mit 22 Auszeichnungen. Erstmals gehen vier Deutschlandstipendien an den Fachbereich onlineplus, in dem sich Studierende via Fernstudium für ihre berufliche Laufbahn qualifizieren. Im Ländervergleich schneidet wie schon in den vergangenen Jahren Hessen am besten ab: Gut die Hälfte der Stipendien geht an Studierende der Standorte Idstein, Frankfurt am Main und Wiesbaden.

Anlässlich der Vergabefeier im Bürgersaal am neuen Campus in Wiesbaden lobte Hochschulpräsident Prof. Dr. Tobias Engelsleben das Engagement der 37 Förderer, die aus Unternehmen, Institutionen, Praxen und Privatleuten bestehen. Sie hätten erkannt, wie wichtig es sei, in Bildung zu investieren und junge Menschen beim Start in eine erfolgreiche Karriere zu unterstützen. Davon profitierten sie auch selbst. Unternehmen kommen über das Deutschlandstipendium mit hoffnungsvollen Talenten in Kontakt und bekommen Gelegenheit, sich mit relativ geringem Aufwand ihren eigenen Nachwuchs aufzubauen. Die Studierenden, die neben überdurchschnittlichen Leistungen ein besonderes gesellschaftliches oder soziales Engagement mitbringen müssen, bekommen für ein Jahr monatliche Zuwendungen in Höhe von insgesamt 300 Euro.

Die Hochschule Fresenius nimmt seit 2011 an dem Programm teil. Die Zahl der Stipendien ist seither deutlich gestiegen. Wurden im ersten Jahr noch 13 Deutschlandstipendien vergeben, pendelt die Anzahl seit 2015 zwischen 70 und 80. Für den Hochschulpräsidenten dennoch zu wenig: „Die Zahl der Stipendien müsste wesentlich höher sein, um insbesondere Studierenden aus bildungsfernen Haushalten beziehungsweise finanziell schwächer aufgestellten Familien eine reelle Chance für einen erfolgreichen Berufsstart zu geben. Gerade im internationalen Vergleich hinken wir hinsichtlich der privaten Förderung deutlich hinterher.“ Zuversichtlich macht ihn das Engagement der Hochschule in Wiesbaden: „Die Stadt hat eine sehr gute Unternehmensstruktur, um junge Talente zu fördern. Wir empfangen bereits im ersten Jahr nach unserer Rückkehr – insbesondere im Zusammenhang mit der fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer – sehr positive Signale für eine Teilnahme an dem Programm.“

Yannic Transier und Ole Rauber Wagner

Moderator der Veranstaltung war Prof. Dr. Leo Gros, ehemaliger Vizepräsident der Hochschule Fresenius. Er bezeichnete das freie Studium als “hohes Gut”. “Das Deutschlandstipendium basiert auf diesem Grundsatz und ist auch im Interesse der der Förderer. Sie haben auf diese Weise Gelegenheit, etwas von dem zurückzugeben, was sie selbst möglicherweise erfahren haben.” Das war auch als Appell an die heutigen Stipendiaten zu verstehen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Stipendiaten. Vier der fünf Fachbereiche war mit einem Vortrag vertreten. Yannic Transier und Ole Rauber-Wagner studieren in Idstein Wirtschaftschemie und präsentierten das Projekt “Panda”, über das Studierende der Hochschule Fresenius praktische Erfahrungen mit dem Gründen eines Startups in der chemisch-pharmazeutischen Industrie machen können. Ein echtes Unternehmen kommt dabei mit einer Idee auf die Hochschule zu. Ein Team aus zwei Studierenden muss prüfen, ob diese Idee sich bis zur Marktreife realisieren lässt. Im Mittelpunkt steht die Erstellung eines Business-Plans.

Kaya Schwertner, die in Hamburg im fünften Semester Mode- und Designmanagement studiert, sprach über ihr sechsmonatiges Praktikum auf Bali. Dort war sie für ein Unternehmen tätig, dass nachhaltige Mode für Surferinnen und Surfer herstellt. Die Produktion erfolgt ausschließlich in lokalen Betrieben und kleineren Familienunternehmen auf Bali selbst. Ihre Aufgabenbereiche waren vielfältig – unter anderem hatte sie mit der Kollektionsentwicklung, Qualitätskontrolle, dem Einkauf sowie den Bereichen Marketing und Vertrieb zu tun.

Um das Thema Dsyphagie, also Schluckstörungen, ging es im Vortrag von Ahdia Naser. Sie studiert im fünften Semester Logopädie in Hamburg. Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen, häufigste Ursache ist der Schlaganfall. Die Folgen können verheerend sein, vor allem, wenn die Schluckstörung zu spät erkannt wird und sich therapeutische Maßnahmen verzögern. Sie wies darauf hin, dass es in der Bundesrepublik zu wenige Sprachtherapeuten für die Behandlung gibt und es außerdem an so genannten Stroke Units in Krankenhäusern mangelt. Dort erhalten Schlaganfallpatienten nach dem Notfall eine umfassende Betreuung, zu der auch das Schluckscreening gehört.

Lukas Raven hat die Vision, nach Abschluss seines Masterstudiums in Wirtschaftspsychologie in Wiesbaden Menschen “den Weg in eine selbstverwirklichende Zukunft zu weisen.” Wie er berichtete, bereitet ihn sein Studium sehr gut auf die Aufgaben eines entsprechenden Coaches oder Beraters vor: “Mich hat schon immer interessiert, wie Organisationen und soziale Systeme funktionieren und wie sich vor allem der Mensch darin bewegt, was ihn erfolgreich macht. Das lernen wir in unserem Studiengang.”

Und welche Bedeutung hat das Deutschlandstipendium für die Studierenden? Lukas Raven: „Das Deutschlandstipendium sorgt dafür, dass ich bei der Verwirklichung meiner Visionen einen größeren Gestaltungsspielraum habe und befreiter die vielfältigen Möglichkeiten bewerten kann. Der mahnende Zeigefinger der Finanzen hebt sich seltener.“

Kaya Schwertner eröffnen sich mit dem Stipendium internationale Perspektiven: „Dank des Deutschlandstipendiums konnte ich mein sechsmonatiges, unbezahltes Praktikum auf Bali absolvieren. Der Aufenthalt hat meinen Horizont unglaublich erweitert und ich weiß, welchen Weg ich einschlagen möchte. Finanziell unabhängiger zu sein bedeutet auch, dass ich mich auf mich selbst und meine Ziele konzentrieren kann. Statt zu arbeiten, um studieren zu können, kann ich eigene Projekte planen und umsetzen.“ Nach dem Studium will sie wieder ins Ausland gehen.

Die Hochschule Fresenius dankt den Förderern:

AMEOS Gruppe
Fashionkreis GmbH
HUGO PETERSEN GmbH
Human Gesellschaft für Biochemica und Diagnostica mbH
MAXON Computer GmbH
Miles GmbH
MLP Finanzberatung SE
Peek & Cloppenburg KG
ROTARY Club Bad Camberg-Idstein
Prof. Dr. med. Albrecht Stein
ADAC Nordrhein e.V.
Ahlers Zentralverwaltung GmbH
Bernd Kraft GmbH
BIOGRUND
Die Akademie Fresenius
Dr. SCHNELL GmbH & Co. KGaA
Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG
DiaSys Diagnostic Systems GmbH
eXcio GmbH
HessNatur Textilien GmbH
Igedo Company GmbH & Co. KG
Lacoste Germany GmbH
Ludwig Fresenius Schulen
MaRhyThe-Systems GmbH & Co. KG
Robert Half Deutschland GmbH & Co. KG
SPECTRO Analytical Instruments GmbH
Schimmer PR
Sigi und Hans Meder Stiftung
Stadtsparkasse München
Theralingua – Logopädische Praxen
TOPSTAR
Zeppelin GmbH

Dazu kommen zwölf Förderer, die anonym bleiben möchten.

Alle Fotos Copyright Boris Löffert.

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