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Deutscher Karatemeister – und Student der Osteopathie

Jakob Schmidt ist mehrfacher deutscher Meister in Karate und bereitet sich gerade intensiv auf die WM in Irland vor. Außerdem macht er in Idstein den Master in Osteopathie. Zum ersten Mal ist Jakob Schmidt für die Karate-Weltmeisterschaften nominiert worden. Aktuell steckt er schon mitten in den Vorbereitungen, täglich wird trainiert, um dann im August beste Leistungen abrufen zu können. „Qualifiziert“ hat er sich dafür mit seinem Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum, wo er seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. Viel Ruhe wird Jakob Schmidt nach Irland auch nicht haben, denn er will im Anfang 2018 seinen Master of Science in der Osteopathie an der Hochschule Fresenius abschließen. Den Bachelor hat er auch hier gemacht, und da er schon seine Heilpraktiker-Erlaubnis besitzt, arbeitet er parallel auch noch in einer Physiotherapie- und Osteopathiepraixs. Der Mann ist fürwahr viel beschäftigt. Zum Karatesport hat ihn die Mama gebracht, die nicht wollte, dass er Fußball spielen geht. Das war vor 14 Jahren und die vielen Erfolge haben der Förderin Recht gegeben. Die Leidenschaft für die Osteopathie wurde vom Praktikumsanleiter in einer Physiopraxis geweckt. „Er war zu der Zeit fast fertig mit seiner Osteopathie-Ausbildung. Herangehensweise und Denkmodell der Osteopathie haben mich so begeistert, dass ich recherchiert und mich dann an der Hochschule Fresenius angemeldet habe“, sagt Jakob Schmidt. Als er sich mit dem Praxisanleiter austauschte, hatte er gerade sein Studium des Bioingenieurwesens abgebrochen – „das hat nicht zu mir gepasst.“ Zwischen seinem Sport und seinem Studienfach sieht er viele Verbindungen. Zum einen ist da die Faszination, dass man nie ausgelernt hat. In der Osteopathie kenne man zu einem bestimmten Zeitpunkt die Anatomie und Physiologie, aber das richtige „Fühlen“, die Empathie kämen erst mit der Zeit. „Auch im Karatesport habe ich die Grundbewegungen irgendwann drauf, aber bis ich diese alle perfektioniert habe, dauert es womöglich Jahrzehnte“, so Schmidt. Körperliche Fitness und psychische Stabilität sind für ihn Grundvoraussetzungen, die Belastungen im Sport auszuhalten. Und auch da hilft die Osteopathie – ob präventiv in dem Sinne, dass ein Sportler „osteopathisch gesehen“ frei von körperlichen Dysbalancen in den Wettkampf treten kann – oder eben auch nach einer Verletzung als weitere Maßnahme zur Rehabilitation. „Die Osteopathie hilft nicht dem Sportler, sondern dem Menschen, der die Sportart ausübt.“ Für Jakob Schmidt ist es wichtig, dass er Erfahrung und Gelerntes mit dem Sport verbinden kann. Und es freut ihn, wenn Teamkollegen zu ihm kommen, wenn sie medizinische Fragen haben. Die eigenen Erfahrungen an andere weitergeben – das ist ein Stück weit Lebensinhalt geworden. Im Fach „Wirbelsäule“ doziert er schon an der Hochschule Fresenius und er möchte auch in Zukunft Praktizieren und Lehren miteinander in Einklang bringen.   

Tags: Personalia,School of Therapy & Social Work,Fachbereich Gesundheit & Soziales,Standort Idstein