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Der Digitalisierung auf der Spur

Düsseldorf. Plattformen und Technologien verstehen und als Kommunikationsverantwortlicher innovativ nutzen #TechThursday Digital gilt als Wunderwaffe im Marketing – doch was lässt sich wie digital lösen? Welche Möglichkeiten haben Marken, neue Geschäftsfelder zu erschließen, Services zu verbessern und genau den richtigen Käufer zur richtigen Zeit mit dem richtigen Inhalt zu erreichen? Welche Technologien und Medien können dabei helfen? Mit diesen und vielen weiteren interessanten Fragen beschäftigt sich die Vortragsreihe #TechThursday der Agenturgruppe für Kommunikations- und MediaberatungDentsu Aegis, die exklusiv für zehn Studierende des StudiengangsMedien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) von der StudiendekaninProf. Dr. Verena Wölkhammer ins Leben gerufen wurde. Der erste Vortrag beschäftigte sich mit „Emerging Technologies“. Pascal Hohmann, Director Innovation and Product Design, zeigte den Studierenden, wie Marken 3D-Druck, Augmented und Virtual Reality sowie NFC- und Beacon-Technologie (kleine Minisender, die den Smartphonebesitzer via Bluetooth registrieren und ihm Nachrichten übermitteln können) sinnvoll einsetzen können und welchen Nutzen der Konsument daraus zieht. Doch um die Notwendigkeit und Chancen dieser technologischen Entwicklungen zu verstehen, sei es wichtig, vorerst das Leben von heute und den fundamentalen Wandel der Ansprüche näher zu betrachten. Hier ein paar Beispiele: Innerhalb kürzester Zeit steht das bestellte Essen vor der Tür. Man wird über den Status der Bestellung auf dem Laufenden gehalten. Auch die Taxi-Bestellung läuft über das Smartphone. Der Kunde sieht, wie weit der Fahrer noch entfernt ist, kann den Fahrpreis bereits beim Rufen des Taxis sehen und sich die Fahrt mit Fremden, die einen ähnlichen Weg bestreiten müssen, teilen. Die Kunden möchten nicht mehr warten und erhalten alles, was sie brauchen, auf einfachstem Wege. Pascal Hohmann resümierte: „Es geht nicht mehr um die Werbung, sondern vielmehr um das Angebot.“  Websites seien heutzutage dynamischer gestaltet: Jedem Besucher präsentiere sich eine auf ihn zugeschnittene Seite. Werbeanzeigen würden auf Basis vorheriger Suchanfragen und -verläufe individuell auf den Besucher angepasst. Des Weiteren stelle Live-Streaming ein großes Zukunftsthema dar: Denn hier ließen sich noch hohe Einschaltquoten erreichen. So steige beispielsweise auch Facebook in die Live-Übertragung im Sportumfeld ein. Und Unternehmen wie Red Bull oder Mercedes-Benz entwickelten ihre eigenen Streaming-Formate für Live-Übertragungen. Solche Trends und Überlegungen befinden sich jahrelang in der Entwicklung, bevor sie der breiten Masse zugänglich gemacht werden. Pascal Hohmann präsentierte einige Praxisbeispiele:

  • Der Roboter „Kirobo“ – entwickelt von Toyota im Jahr 2013 – begleitete Astronauten in den Weltraum. Eine kleine Version von ihm wird nun auch auf dem japanischen Markt als Wegbegleiter beim Autofahren oder für Zuhause verwendet. Er nimmt Informationen auf, erkennt Gesichter und Gefühle und reagiert dementsprechend.
  • Die Zahnbürste bei der Reise vergessen? Kein Problem! In manchen Hotels gibt es bereits einen „Robotic Butler“, der die Gäste auf den Zimmern bedient und ihnen jeden Wunsch erfüllt. Auch auf Messen ist er vertreten. Dieser ist jedoch noch nicht massentauglich.
  • Der Bekleidungskonzern Uniqlo brachte die Technologie„UMood“ auf den Markt, um das perfekte T-Shirt zur eigenen Stimmung und zum eigenen Typ zu finden. Dem Shop-Besucher werden verschiedene T-Shirts der Marke gezeigt. Währenddessen werden die Gehirnströme gemessen und mithilfe eines Algorithmus ausgewertet. So trifft der Kopf die Entscheidung, für welches T-Shirt man sich entscheidet. 

Das MagicBand von Disney, die eingesetzte Beacon-Technologie bei Ikea und die Make-Up Genius App von L’Oréal sind weitere Anwendungsfelder neuer Technologien, die sich Unternehmen zunutze machen, um das Besucher- und Einkaufserlebnis zu verschönern: Mit dem MagicBand Armband kommen Disney-Park-Besucher in den Park selbst und ins Hotelzimmer oder können Essen und Artikel kaufen. Mithilfe der Beacons, den kleinen Minisendern, kann Ikea seinen Besuchern Push-Benachrichtigungen über Angebote schicken oder ihnen eine kurze Pause im Restaurant vorschlagen. Mit der Make-Up Genius App kann der Nutzer aus verschiedenen Kategorien L’Oréal Produkte auswählen und diese auf sein mithilfe der Front-Kamera des Smartphones erkanntes Gesicht auftragen beziehungsweise projizieren. Die Studierenden zeigten sich sehr interessiert und stellten viele Nachfragen zu den Praxisbeispielen. Somit startete die Vortragsreihe erfolgreich und weckte die Neugier der Studierenden auf die weiteren anstehenden Termine. (kj)

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