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News

Das richtige Produkt, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort – Tipps zur Start-up-Gründung

Bill Gates gilt weltweit als Vorbild, wenn es um Gründung und Innovation geht. Er sah zusammen mit Paul Allen das Potenzial von Computern und arbeitete an einer Idee, die vielen zu seiner Zeit als zu abstrakt und unerreichbar vorkam. Fast 45 Jahre später kann sich keiner die Ergebnisse seiner einstigen Vision wegdenken. Heute bringt die digitale Transformation neue Herausforderungen für die Gesellschaft und Wirtschaft mit sich: Was ist notwendig, um die technologische Revolution voranzutreiben und was muss man mitbringen, um erfolgreich zu gründen?

Wenn Sie sich für die Themen Digitalisierung, Gründung und Innovation interessieren, sind Sie an der Hochschule Fresenius genau richtig, um im Masterstudium an Ihre Ideen anzuknüpfen und am digitalen Wandel Deutschlands direkt mitzuwirken. Die Hochschule Fresenius bietet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, wenn Sie an der Gründung eines eigenen Unternehmens interessiert sind – nicht zuletzt auch, weil sich unter unseren Dozierenden außerordentlich engagierte Start-up-Experten befinden, die jungen Gründern gerne beratend zur Seite zu stehen.

Prof. Dr. Richard C. Geibel, Studiendekan für Digitales Management (M.A.) am Standort Köln, erklärt im Interview, was für die Gründung eines Unternehmens wichtig ist und welche Eigenschaften es braucht, um erfolgreich Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Gründern werden oft Attribute wie zum Beispiel Innovationsgeist, Kommunikationsstärke und Optimismus zugeschrieben. Welche Charakterzüge sehen Sie als besonders wichtig an, um ein Start-up erfolgreich zu gründen?

Das ist eine ganz spannende Frage, die in der Entrepreneurship-Forschung schon lange behandelt wird. Dabei gibt es eine Unternehmens- und eine persönliche Sicht. Im persönlichen Bereich hat man festgestellt, dass Intelligenz nicht an vorderster Stelle steht, um erfolgreich zu gründen. Vielmehr geht es um Nachhaltigkeit, da die Entwicklung einer Gründung nie linear nach oben verläuft. Somit ist die wesentliche Charaktereigenschaft von erfolgreichen Gründern, immer wieder aufzustehen und re­si­li­ent zu sein, um auch mit Misserfolgen umgehen zu können.

Welche ersten Schritte sind notwendig, wenn man sich selbstständig machen möchte?

Die Idee ist nicht das Entscheidendste – man benötigt fünf Prozent Inspiration und 95 Prozent Durchhaltevermögen. Man kann Gründen also lernen. Aspekte, die beachtet werden müssen, sind zum Beispiel: Welche technologischen Faktoren müssen in Betracht gezogen werden? Welche Marketing-Strategien sind wertvoll? Welche Rechtsform ist angebracht? Wichtig ist es, sich in einem Umfeld zu bewegen, in dem andere Gründer das Gleiche wollen, dieselben Probleme und Herausforderungen haben und dann gemeinsam zu lernen, sich zu unterstützen sowie, wenn notwendig, Mentoren und Coaches zu Hilfe zu nehmen.

Welche persönlichen und durch das Umfeld bedingte Faktoren hindern möglicherweise an der Gründung eines Start-ups?

Solche Faktoren sind zum Beispiel ein unkalkuliertes Risiko und Naivität, wenn man ein Unternehmen gründet. In Deutschland sind die Menschen vergleichsweise risikoscheu – je wohlhabender eine Gesellschaft ist, umso geringer ist prinzipiell die Gründerbereitschaft. Gegenüber asiatischen Ländern, in denen Menschen oft gar keine andere Möglichkeit haben, als aktiv zu werden und zu gründen, fehlt den Deutschen bisweilen die gewisse Bereitschaft, in dem Risiko auch eine Chance zu sehen. In Deutschland ist es somit wichtig, dass man Gründer mit einer gewissen Sicherheit unterstützt und ihnen hilft, ohne ein soziales Stigma mit Misserfolgen umzugehen.

Wie kann man sich inspirieren lassen, um Ideen zu entwickeln und zuversichtlich an diesen festzuhalten, wenn Rückschläge auftreten?

Das Prinzip der Best Practices steht im Vordergrund: Man kann sich an den positiven Entwicklungen Anderer orientieren, die erfolgreich einen Weg gegangen sind und von ihnen lernen sowie annehmen, wie man mit Misserfolgen umgeht.

Inspiration findet man zum Beispiel in der PESTEL-Analyse, die sich aus politischen, ökonomischen, soziokulturellen, technologischen, ökologischen und rechtlichen Einflussfaktoren zusammensetzt. Gibt es Änderungen im rechtlichen Bereich (zum Beispiel die Erneuerung der europäischen Datenschutzrichtlinien), können Start-ups beispielsweise mittelständischen Unternehmen helfen, ein Konzept zu entwickeln. Im Moment liegt die größte Chance aber im Bereich der technologischen Einflussfaktoren. Hier gilt es, technologische Potenziale zu erkennen, um aus Managementsicht für die Kunden das Geschäft besser, schneller oder günstiger zu gestalten.

Die digitale Transformation spielt die tragende Rolle in unserer heutigen Gesellschaft. Was müssen Gründer hinsichtlich dieser besonders beachten?

Die digitale Transformation ist die größte Revolution, die die Menschheit jemals gesehen hat. Ihre Auswirkungen sind so gravierend, dass es sich lohnt, sich mit den Themen intensiv auseinanderzusetzen und etablierten Unternehmen zu unterstützen. Diese wissen, dass sie etwas tun müssen, aber häufig nicht, wie es passieren soll und wer es umsetzen soll. In diesem Fall können Gründer – und natürlich auch andere Digitalexperten – mit ihrem Know-how helfen, um den Unternehmen Wege aufzuzeigen, erfolgreich mit der digitalen Transformation umzugehen.

Man muss jedoch beachten, dass Technologie immer wertfrei ist. Diese hat große Potenziale, um Gutes oder Schlechtes zu erreichen. Somit sind wir als Gesellschaft, als Familie und als Individuen dazu aufgerufen, die Technologie so zu gestalten, dass sie überwiegend Gutes schafft und das Schlechte verhindert. Dabei bestimmte Grenzen setzen, kann nur der Mensch.

Viele Studierende und Alumni der Hochschule Fresenius haben bereits ein eigenes Start-up gegründet. Wie kann die Hochschule Fresenius in diesem Prozess konkret unterstützen?

Die Hochschule unterstützt in der Ausbildung mit verschiedenen Bachelor- und Master-Studiengängen sowie durch das Competence Center Entrepreneurship, mit hilfreichen Tipps und Hinweisen, sowie mit der Überleitung zu Gründerzentren wie zum Beispiel dem STARTPLATZ in Köln.

Beispiele für erfolgreiche Start-ups sind die Produktentwickler von Elektrobikes der Marke STEEREON, der Amazon-Agentur factor-a sowie die Gründer der App KölnDuell.