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Das „Bestmögliche Selbst“ – Fresenius-Absolvent Daniel Heise referierte auf dem 1. Kongress des Dachverbandes der Positiven Psychologie

Knapp 200 Teilnehmer waren zum 1. Kongress des deutschsprachigen Dachverbandes für Positive Psychologie am 17. und 18. September 2016 an die Freie Universität Berlin gekommen. Die Gäste diskutieren über aktuelle Themen aus der Forschung und Anwendung der Positiven Psychologie. Einen Einblick in die Forschung vermittelte auch Daniel Heise. Der Absolvent der Wirtschaftspsychologie der Hochschule Fresenius Hamburg stellte mit Unterstützung seiner Thesis-Betreuerin Prof. Claudia Gerhardt seine im Rahmen der Bachelorarbeit erarbeiteten Ergebnisse vor. In seiner Arbeit nahm Heise eine empirische Analyse der Wirksamkeit der positiven Intervention des „Bestmöglichen Selbst“ vor. Bei dieser Übung – in der englischen Sprache auch unter dem Namen „best possible self“ bekannt –  steht die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Idealbild in der eigenen Zukunft im Fokus. Die Intervention ist grundsätzlich eine geplant und gezielt eingesetzte Maßnahme, um Störungen vorzubeugen, sie zu beheben oder deren negative Folgen einzudämmen. Bei der positiven Intervention des „Bestmöglichen Selbst“ geht es darum, sich vorzustellen, alle Lebensträume im Bereich des Privaten und Beruflichen seien verwirklicht und darüber zu schreiben. Die ursprünglich vor rund zehn Jahren von Laura King und Joshua Hicks entwickelte Intervention wurde von Daniel Heise im Rahmen seiner Abschlussarbeit weiterentwickelt und an den deutschsprachigen Raum angepasst. Ein weiteres, besonderes Merkmal der Studie ist die mit 248 Personen hohe Anzahl an Probanden. Dies kann als zunehmendes Interesse an der Positiven Psychologie gedeutet werden. Im Rahmen der Studie nahmen die Probanden an einer 14-tägigen Intervention teil. Die Ergebnisse zeigen, dass die Ausübung der positiven Intervention einen signifikanten Einfluss auf die Experimentalgruppe hatte. Die Werte des Optimismus, des Wohlbefindens, der Selbstwirksamkeit und der positiven Affektivität stiegen bedeutsam an. Dem gegenüber reduzierten sich die Werte des Pessimismus, des Missbefindens und der negativen Affektivität ebenfalls signifikant. Die Ergebnisse dieser Studie deckten sich weitgehend mit den Erkenntnissen der anderen Vorträge, Workshops und Keynotes des Kongresses. Die Intervention des Bestmöglichen Selbst ist somit ein sehr gutes Beispiel für die wissenschaftlich fundierte Wirksamkeit positiver Interventionen. Um die Positive Psychologie weiter zu verbreiten und den Nutzen deutlich zu machen, ist es von enormer Bedeutung, die wissenschaftlichen Resultate auch praktisch zu nutzen. Mit seiner Abschlussarbeit und ihrer Veröffentlichung hat Daniel Heise einen wertvollen Beitrag geleistet.

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