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Corporate Social Responsibility (CSR) – Verantwortungsvolles Management von international agierenden Unternehmen: Gastvortrag an der Hochschule Fresenius München

Dr. Daniel Walden, Rechtsanwalt und Partner der Wirtschaftskanzlei BEITEN BURKHARDT, referierte am 14. Juni 2016 im Rahmen eines Gastvortrags an der Hochschule Fresenius München über verantwortungsvolles Management von international agierenden Unternehmen. Dr. Walden stellte dar, dass das Thema Corporate Social Responsibility (CSR) immer wichtiger wird. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Bedeutung nachhaltigen Handelns für viele Unternehmen in den letzten Jahren bereits erheblich erhöht hat und künftig noch weiter erhöhen wird. Die Bundesregierung, die EU-Kommission und verschiedene internationale Organisationen beschäftigen sich ebenfalls intensiv mit der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen. Prominente Beispiele hierfür sind die CSR-Richtlinie der EU sowie der anstehende Nationale Aktionsplan „Wirtschaft und Menschenrechte“. Dr. Walden erläuterte den Begriff CSR als sozial, ökologisch und ökonomisch verantwortungsvolle Unternehmensführung. Dieses Managementziel stellt die Unternehmen vor eine komplexe Querschnittsaufgabe, die entsprechende Prozesse und Managementsysteme erfordert. Dr. Walden beschrieb die rechtlichen Vorgaben für die Unternehmensleitung und deren CSR-Bezug. Dabei wurde klar, dass das deutsche Gesellschaftsrecht dem Vorstand bzw. der Geschäftsführung bereits „von Haus aus“ die Sicherung der langfristigen Rentabilität und den Fortbestand des Unternehmens als Leitprinzip vorgibt. Die vom Unternehmen zwingend einzuhaltenden Gesetze setzen dabei einen CSR-Mindeststandard fest. An dieser Stelle berühren sich also CSR und Compliance. Über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehende freiwillige CSR-Maßnahmen bzw. deren Unterlassen sind danach zu beurteilen, ob sie sich im weiten unternehmerischen Ermessensspielraum bewegen. Besondere Bedeutung kommt CSR in –  häufig internationalen – Lieferketten zu. Dr. Walden beschrieb Möglichkeiten und Grenzen der vertraglichen Festlegung von CSR-Standards in der Lieferkette ebenso wie praktische Probleme bei Zwischengliedern der Lieferkette im Hinblick auf die Umsetzung unterschiedlicher CSR-Standards von unterschiedlichen Abnehmern. Abschließend erläuterte Dr. Walden kurz, dass infolge der Umsetzung der CSR-Richtlinie in nationales Recht große Kapitalgesellschaften ab 2017 eine sogenannte nichtfinanzielle Erklärung im Lagebericht abgeben müssen. Darin sind u. a. auch die Konzepte des Unternehmens zur Verbesserung nichtfinanzieller Belange sowie entsprechende Due Diligence-Prozesse zu erläutern. Insgesamt gab Dr. Walden mit seinem Vortrag einen umfassenden Überblick über die zahlreichen Facetten der Corporate Social Responsibility und deren steigende Bedeutung, insbesondere für international agierende Unternehmen. CSR steigere langfristig den Unternehmenswert und schaffe gemeinsame Werte für das Unternehmen, seine Gesellschafter und die Allgemeinheit. Nach seiner Einschätzung liege darin der besondere Charme von CSR.

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