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Bundeswehr und SThree zu Gast am Campus München

Studierende erhalten Einblicke in die Personaldienstleistungsbranche.

Am 22.10.2018 stellten sich gleich zwei Organisationen den Fünftsemestlern der Studiengänge Wirtschaftspsychologie (B.Sc.) und Angewandte Psychologie (B.Sc.) vor. Im Rahmen der Vorlesung „Personalmarketing und Recruiting“ präsentierten die Bundeswehr und SThree aktuelle Kampagnen und Trends der Personaldienstleistungsbranche.

In Abwesenheit des erkrankten Referenten der Bundeswehr informierte zunächst die Dozentin des Kurses, Dr. Hildegard Nibel, die Studierenden über die Marketingmaßnahmen der Bundeswehr anhand der aktuellen Kampagne und stellte die verschiedenen Berufsfelder und Karrieremöglichkeiten der Organisation vor. Es folgte die Firma SThree, repräsentiert durch die Referentinnen Melina Müller und Jana Pfisterer. Das Unternehmen ist zuständig für den Personalvertrieb in verschiedenen Branchen und hat unter anderem Tochterfirmen in den Bereichen IT, Finance, Banking, Engineering und Pharmazie.

Nach der Vorstellung der Firma berichteten die Personal-Expertinnen über ihren eigenen beruflichen Werdegang sowie den aktuellen Arbeitsalltag und Trends in der Branche. Dabei stellten sie unterschiedliche Tools im Bereich Personalmarketing vor. Betont wurde beispielsweise das Guerilla Marketing, das trotz des oft nicht messbaren Outputs in Zukunft aufgrund des hohen Aufmerksamkeitsgrads wohl verstärkt Anwendung finden wird. Aber auch die Wichtigkeit einer stets aktualisierten Website als Unternehmensaushängeschild wurde hervorgehoben. Weiterhin gingen Frau Müller und Frau Pfisterer auf die Selbstdarstellung im Internet ein. Basierend auf Profilbeispielen von Xing sollten die Studierenden in einer praktischen Übung die Darstellung verschiedener Bewerber bewerten. Die Veröffentlichung eines Fotos, wichtiger Skills sowie die Verknüpfung mit Kontakten wurden dabei als besonders positiv hervorgehoben.

Innerhalb des interaktiven Vortrags konnten die Studierenden Fragen zum Arbeitsalltag eines Recruiters stellen, der sich laut Auskunft der Referentinnen durch den Kontakt mit Bewerbern und Endkunden als sehr abwechslungsreich erweist, jedoch auch ein hohes Maß an Frustrationstoleranz, zum Beispiel bei der Kalt-Akquise neuer Kunden, erfordert. Außerdem tauschten sich die Studierenden über ihre eigenen Erfahrungen in Bewerbungsprozessen aus. So ergab sich eine äußerst aktuelle Diskussion zu der Frage, ob Fotos in Bewerbungsunterlagen noch zeitgemäß sind. Einerseits bleibt dem Personaler der Lebenslauf dadurch vielleicht besser in Erinnerung, andererseits können Bilder auch falsche Eindrücke und Diskriminierung bestimmter Personengruppen hervorrufen. Letztendlich ist es dem Bewerber selbst überlassen. Ob sich die Praxis der fotolosen Bewerbung, die beispielsweise in England längst Standard ist, langfristig auch in Deutschland durchsetzen wird, lässt sich laut der Referentinnen von SThree noch nicht abschließend sagen.