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Award für Studierende

Virtual Reality – Die Technik, die den meisten nur aus Videospielen bekannt ist, nutzen Studierende der Hochschule Fresenius als Integrationsunterstützung für Geflüchtete und belegten damit beim VR-Festival Places den 1. Platz des Deutschen Instituts für Virtual Reality (DIVR). Beim Festival „Places“, Deutschlands erstem frei zugänglichen Virtual Reality-Festival in Gelsenkirchen, konnte sich das Projektteam des skip-Instituts, einem An-Institut der Hochschule Fresenius Köln, mit Studierenden des Studiengangs 3D-Design und Management (B.A) gegen 51 andere Teilnehmer durchsetzen und gewann mit seinem Projekt „VR-Sprach- und Kulturlabor für Geflüchtete“ den DIVR-Award. Mit dem Projekt werden Geflüchtete bei der Eingewöhnung an ihre neue Umgebung unterstützt. Mit der VR-Software, die am skip-Institut Köln entwickelt wurde, können Geflüchtete bei einem virtuellen Besuch in einer Arztpraxis in geschützter Atmosphäre Deutschland, die Sprache und seine Kultur kennenlernen. „Mithilfe des von uns speziell entwickelten VR-Programms kann der Flüchtling einen Praxisbesuch in einer realen Umgebung erleben und sich in dieser Situation in Ruhe zurechtfinden. Auf diese Weise wird die Hürde vor dem ersten Arztbesuch vermindert“, erklärt Professor Chris Wickenden, Studiendekan des Studiengangs 3D-Design und Management (B.A). Das VR-Erlebnis funktioniert intuitiv: Der Anwender setzt die VR-Brille auf und kann durch die Fixierung der Blickrichtung alles steuern. Über eine virtuelle Menüoberfläche kann er so mit einer einfachen Augenbewegung die Szene wechseln, zum Beispiel vom Wartezimmer ins Behandlungszimmer. Erste positive Ergebnisse konnten die Studierenden von Prof. Wickenden bereits bei der Vorführung ihrer Software im Rahmen einer Mini-Studie verbuchen. Dort probierten Geflüchtete die VR-Technik zum ersten Mal aus – mit Erfolg, erinnert sich die Studierende Julia Schumann: „Die Technik hat auf jeden Fall bei der Aufklärung geholfen, vor allem für manche, die noch nie beim Arztbesuch waren. Für uns ist es eben normal, dass wir die Gesundheitskarte direkt vorlegen – für die Teilnehmer waren diese Erlebnisse ganz neue Aspekte im Leben.“

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