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Auslandssemester in Oxford

Idstein. Victoria Zilles studiert Bio- and Pharmaceutical Analysis (M.Sc.) an der Hochschule Fresenius und konnte in Oxford spannende Erfahrungen sammeln. Nach einer Ausbildung als Chemielaborantin absolvierte sie an der Hochschule Fresenius den Bachelor in Angewandter Chemie für Analytik, Forensik und Life Science (B.Sc.), an den sie 2017 direkt ihr Masterstudium anschloss.
Dank  der Förderung durch das Deutschlandstipendium und dasERASMUS-Programm war es ihr möglich,  2015 ein berufspraktisches Semester am Weatherall Institute of Molecular Medicine in Oxford zu verbringen. Wir haben mit Victoria Zilles über ihre Erfahrungen gesprochen. Im Wintersemester 2015 konnten Sie Ihr berufspraktisches Semester in Oxford absolvieren. In welchem Bereich haben Sie dort gearbeitet? Ich habe mich mit der Frage beschäftigt, ob drei neue fluoreszierende Farbstoffe für die Nutzung von STED-Mikroskopen anwendbar sind. STED steht für „Stimulated Emission Depletion“. Die entsprechenden Mikroskope verfügen über eine Auflösung, die nicht beugungsbegrenzt ist. Die Auflösung ist damit viel höher als bei anderen Mikroskopen.
Da es sich aber um sogenannte Fluoresenzmikroskopie handelt, ist die Verwendung entsprechender Farbstoffe eine notwendige Voraussetzung, um diese Technik nutzen zu können. Zellmembranen müssen beispielsweise eingefärbt werden, da sie ansonsten nicht fluoreszieren und somit bei der Anwendung dieser Methodik nicht sichtbar wären. Wie haben Sie die Zeit in Oxford wahrgenommen? Insgesamt waren die fünf Monate eine wirklich schöne Erfahrung. Das Forschungsteam rund um Prof. Christian Eggeling hat mich sehr gut aufgenommen und die Gruppe hat von Anfang an auch privat viel gemeinsam unternommen. Mit einigen aus dem Team habe ich heute sogar noch Kontakt. Inwieweit haben Ihnen die Erfahrungen aus Ihrem Bachelorstudium an der Hochschule Fresenius während Ihres berufspraktischen Semesters weitergeholfen? Im Studium haben wir viele praktische Anwendungen im Labor ausgeführt, was mir neben den Erfahrungen aus meiner Ausbildung sehr geholfen hat. Außerdem habe ich gelernt, selbstständig und in Eigenorganisation zu arbeiten. Da ich mir meine Aufgaben in Oxford selbst einteilen durfte, waren diese Kompetenzen sehr nützlich für mich. Würden Sie anderen Studierenden einen Auslandsaufenthalt empfehlen? Auf jeden Fall, das war für mich ein absolutes Highlight. Man kommt in ein fremdes Land, kennt dort zunächst niemanden und beherrscht die Sprache nicht perfekt. Durch diese Herausforderung wächst man wirklich über sich hinaus. Das berufspraktische Semester hat mich also nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weitergebracht.
Die Integration in das Studium ist außerdem sehr gut geregelt. Das berufspraktische Semester ist fest eingeplant, sodass man solch eine tolle Erfahrung machen kann, ohne im Studium Zeit zu verlieren. Das war einer der Gründe, aus denen ich mich damals für die Hochschule Fresenius entschieden habe. Aktuell studieren Sie berufsbegleitend im Masterstudiengang Bio- and Pharmaceutical Analysis und arbeiten außerdem imInstitute for Analytical Research. Welche Aufgaben nehmen Sie dort wahr? Ich bin eigentlich in mehreren Bereichen beschäftigt. Derzeit liegt mein Schwerpunkt bei dem Projekt „PROMOTE“, das ist die Abkürzung für „Protecting water resources from mobile trace chemicals“. Zukünftig werde ich mich dann stärker auf das Thema „Mikroplastik im Süßwasserkreislauf“ fokussieren. Dazu schreibe ich auch meine Masterarbeit. (jr)

Tags: Fachbereich Chemie & Biologie,Standort Idstein,Startseite,allgemeine News