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Ausgezeichnete Frühförderung: European Agency for Special Needs and Inclusive Education zu Gast in Idstein

Seit 2002 ist das Sprachscreening der Logopädie-Studierenden in Kindertagesstätten der Region fester Bestandteil desLogopädie-Studiumsder Hochschule Fresenius. Das Screening basiert auf aktuellen psycholinguistischen und entwicklungstheoretischen Erkenntnissen und bietet den Studierenden die Gelegenheit ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Die Präventionsmaßnahme verfolgt die Ziele, die Sprachentwicklung der drei- bis sechsjährigen Kinder zu erfassen, auf ein mögliches Risiko für eine Sprachentwicklungsstörung bei ein- und mehrsprachigen Kindern hinzuweisen und den sprachlichen Förderbedarf bei mehrsprachigen Kindern zu ermitteln. Damit leisten unsere Studierenden einen wesentlichen Beitrag in der frühkindlichen Sprachförderung, wofür die integrative Kindertagesstätte am Gänsberg in Idstein unter anderem kürzlich von der European Agency für Special Needs and Inclusive Education ausgezeichnet wurde. „Sie erweisen sich als sehr gut in der frühkindlichen Förderung. Wir sind hier, um herauszufinden, wie sie das genau machen“, leitete Mary Kyriazopoulou von der European Agency den Besuch in Idstein ein. Mitglieder der European Agency unter anderem aus Belgien, Finnland, Griechenland, Kenia und Wales eruierten gemeinsam mit Bürgermeister Christian Herfurth und Vertretern beteiligter Institutionen wie dem Hessischen Kultusministerium, dem Ministerium für Soziales und Integration Hessen, der Arbeitsstelle Frühförderung Hessen, der Leitung der Kindertagesstätte Gänsberg, der Lebenshilfe Rheingau-Taunus-Kreis sowie der Hochschule Fresenius den Erfolg der Idsteiner Frühförderung. Inklusion gelinge hier so gut, weil sich alle beteiligten. So auch unsere Logopädie-Studierenden des Fachbereichs Gesundheit & Soziales, die frühzeitig Sprachstörungen bzw. Sprachförderbedarf bei Kindergartenkindern identifizieren wollen, damit frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Das Sprachscreening ersetzt zwar nicht die logopädische Diagnostik, kann aber als Handlungsempfehlung für Eltern hilfreich sein. Denn ob eine Sprachtherapie nötig ist, entscheidet letztlich der Kinderarzt mit seiner Überweisung zu einem Logopäden oder Sprachtherapeuten. Aus dem Screening der letzten Jahre geht hervor, dass 17 bis 22 Prozent der Kinder eine detaillierte logopädische Diagnostik empfohlen wird. Meist zeigen die Kinder Ausspracheprobleme. Gerade das Miteinander und Ineinandergreifen der unterschiedlichen Beteiligten macht die integrative Kindertagesstätte am Gänsberg so erfolgreich, dass sie als eine der acht aus insgesamt 31 eingereichten „best-practice-Beispielen“ unterschiedlicher Länder ausgezeichnet wurde. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Studierende jedes Jahr mit viel Engagement einen Beitrag zu dieser gelungenen Zusammenarbeit leisten.“, freut sich Maike Gumpert, Dozentin für Logopädie über den Erfolg. Die European Agency for Special Needs and Inclusive Education stellt sich vor:
Die European Agency for Special Needs and Inclusive Education (Europäische Agentur für sonderpädagogische Förderung und inklusive Bildung – kurz: Agency) ist eine unabhängige Organisation, die als Plattform für die Zusammenarbeit ihrer 29 Mitgliedsländer in der sonderpädagogischen Förderung und inklusiven Bildung dient. Das Ziel ist eine Optimierung bildungspolitischer Strategien und Praxis im Hinblick auf Lernende mit Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf.Mehr Informationen.

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