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„Auf eine Zigarette“ – Master-Studierende der Hochschule Fresenius zu Besuch bei British American Tobacco Germany (BAT)

Im Rahmen der Vorlesung „Aktuelle Themen der Markt-, Werbe- und Medienpsychologie“ durfte der Kurs des Studiengangs Business Psychology (M.A.) den drittgrößten Tabakkonzern Deutschlands besuchen, der bekannte Marken wie Lucky Strike, Pall Mall und Dunhill führt. Im Fokus des 90-minütigen Austauschs stand die bevorstehende Einführung der EU-Richtlinie TPD 2, welche u.a. die Platzierung von sogenannten „Schockfotos“ auf Zigarettenverpackungen fordert. Entgegen aller Erwartungen begrüßte man die Studierenden zunächst in einer rauchfreien Empfangshalle und führte sie von dort aus über die Büroflure zum Meeting-Raum. Die Unternehmensphilosophie war auf dem Weg dorthin bereits spürbar: offene Büros, eine lockere Atmosphäre und Aschenbecher standen stets parat. Zu Beginn leitete Anne Raschke, Human Resources Executive, die Veranstaltung mit einer kurzen Unternehmenspräsentation ein. Im Anschluss daran stellte Katharina Lange, Project Manager Marketing, grundlegende Regulierungen des Marketings in der Tabakbranche vor und ging danach verstärkt auf die EU-Richtlinie TPD 2 ein. Diese wird ab Mai 2016 in Deutschland in Kraft treten. Die kommende Regulierung beinhaltet u. a., dass 65 % der Verpackung von Tabakwaren zukünftig mit Schockfotos und Warnhinweisen bedruckt sein müssen. Dies stellt insbesondere das Marketing hinsichtlich des Wiedererkennungswertes der Marke und des Produktdesigns vor enorme Herausforderungen. In ihrem spannenden Vortrag verdeutlichte Katharina Lange gleichzeitig aber auch das Reizvolle an dieser besonderen Aufgabe: Über Kreativität hinaus sind innovatives Denken sowie ständige Anpassungsfähigkeit gefordert. Neben dem Marketing sind besonders auch die Bereiche Produktion und Logistik von der kommenden Umstellung betroffen und erfordern strategisches Geschick. Spannend bei der gesamten Thematik war vor allem der Vergleich zu anderen Branchen wie der Lebensmittel- und Alkoholindustrie. Hier gibt es keine derartigen Reglementierungen vom Gesetzgeber. Obwohl Zigaretten ebenso ein legales Genussmittel darstellen, unterliegt die Tabakindustrie deutlich stärkeren Regularien und hat mit besonderen Vorurteilen zu kämpfen. Diese waren zunächst auch bei den Studierenden bemerkbar. Dennoch wurde das konzentrierte Eingreifen des Staates in die Tabakbranche im Laufe der Diskussion stark kritisiert und die Fairness der scheinbar freien Marktwirtschaft angezweifelt. Diese Betrachtung hat zu neuen Blickwinkeln geführt und die Studierenden zum weiteren Nachdenken angeregt. Ihnen ist ins Bewusstsein gekommen, dass die Vermarktung von Zigaretten eine gleichermaßen legale Aufgabe wie die Vermarktung von besonders zucker- oder alkoholhaltigen Produkten ist. Insgesamt war der Besuch bei British American Tobacco Germany für die Hamburger Studierenden eine sehr aufschlussreiche und informative Exkursion. Die Hochschule Fresenius bedankt sich im Namen des Kurses bei den Referentinnen Anne Raschke und Katharina Lange sowie dem Fresenius-Studenten und BAT-Beschäftigten Alexander Gärtner, der bei der Organisation des Besuchs tatkräftig unterstützte.

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