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Arbeitszeugnisse richtig gestalten: Prof. Dr. Michael Fuhlrott hält Online-Webinar für die VHS

Der Einstieg in eine Führungsposition zieht auch Verantwortung für Mitarbeiter nach sich. Eine wichtige Aufgabe dabei ist es, Mitarbeitergespräche zu führen und Mitarbeiter zu beurteilen. Dazu  gehört auch die Erstellung von Arbeitszeugnissen. Welche Inhalte gehören aber in ein korrektes Arbeitszeugnis und was darf man nicht im Zeugnis erwähnen? Antworten auf diese Fragen gab Prof. Dr. Michael Fuhlrott, Studiendekan des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsrecht (LL.B.) an der Hochschule Fresenius Hamburg, den rund 150 Teilnehmern im Rahmen eines Online-Seminars der VHS.universität innerhalb der Vortragsreihe „Einstieg als Führungskraft“.
Die Erstellung eines Arbeitszeugnisses ist keine „nette Geste“ des Arbeitgebers, sondern ein einklagbarer Anspruch des Arbeitnehmers. Dieser kann bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bei berechtigten Gründen, wie z. B. einem Vorgesetztenwechsel, auch während der Laufzeit des Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis verlangen. Die hierbei einzuhaltenden formalen Anforderungen an Zeugnisse hinsichtlich Form, Gestaltung und Unterschrift sind durch die Rechtsprechung der Arbeitsgerichte bis ins Detail geklärt – bis hin zur Frage, ob der Arbeitgeber das Zeugnis vor Versand falten darf oder ob der Arbeitgeber es dem Arbeitnehmer auf eigene Kosten übersenden darf. In einem weiteren Block des Vortrags erläuterte Prof. Dr. Fuhlrott die inhaltlichen Formulierungen von Zeugnissen, bei denen der Grundsatz der „wohlwollenden Beurteilung“ gilt: Ein Arbeitszeugnis muss dem Mitarbeiter zu dessen beruflichen Fortkommen verhelfen, so dass weniger gute Leistungen durch gezieltes Weglassen von bestimmten Punkten oder Betonung von Selbstverständlichkeiten („Pünktlichkeit“) verklausuliert werden.

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