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News

Antrittsvorlesungen in Hamburg

In Hamburg wurden Dr. Cathleen Gaede-Illig zur Professorin für Prävention und Gesundheitswissenschaften und Dr. Cora Herrmann zur Professorin für Soziale Arbeit im Fachbereich Gesundheit & Soziales der Hochschule Fresenius berufen. Gemeinsam erhielten sie nach ihrer öffentlichen Antrittsvorlesung von Hochschulpräsident Prof. Dr. Tobias Engelsleben ihre Berufungsurkunden.

Dr. Cathleen Gaede-Illig widmete sich in ihrer Antrittsvorlesung „Kompetent ist gleich Gesund?! Gesundheitskompetenz als neues Konzept in Forschung und Politik“ diesem noch jungen Konzept, das erstmals Anfang der 2000er durch die BZgA in Deutschland thematisiert wurde. Die Möglichkeiten der Information über Gesundheitsfragen und -entscheidungen seien noch nie so vielfältig wie heute gewesen. Dennoch, so Prof. Dr. Cathleen Gaede-Illig, sei es für viele Menschen eine große Herausforderung, sich in den vielen Informationen und im Gesundheitswesen zurechtzufinden, Informationen zu bewerten und richtige Entscheidungen für gesunde Lebensweise, Krankheitsbewältigung oder Präventionsmaßnahmen zu treffen. Eine Studie aus dem Jahr 2008 zeigte auf, dass die deutsche Bevölkerung erhebliche Defizite im Bereich des medizinischen und gesundheitlichen Basiswissens habe. Der Studie zufolge hätten 54,3 Prozent der deutschen Bevölkerung eine unzureichende Gesundheitskompetenz und demnach Probleme, schriftliche Informationen zu verstehen und zu gebrauchen. Dieser Zustand sei insbesondere bei Menschen mit niedrigem Bildungsstand, Migrationshintergrund, sowie älteren Menschen (über 65 Jahre) und Menschen mit chronischen Krankheiten messbar. Ein direkter Zusammenhang könne folglich zwischen den literalen Fähigkeiten und des gesundheitlichen Outcomes gesehen werden, denn „gebildete Menschen mit hoher Gesundheitskompetenz sind durchschnittlich gesünder und haben ein höheres Wohlbefinden”, so Gaede-Illig. Dies stelle sowohl die Politik als auch die Forschung vor große Herausforderungen und nur regelmäßige Messungen und Weiterentwicklung der vorliegenden Instrumente könnten Problem- und Interventionsfelder identifizieren und Einblicke in die Entwicklungen geben, lautete das Fazit der Expertin.

Dr. Cora Herrmann beleuchtete in ihrer Antrittsvorlesung mit dem Titel „Welche Brille hätten Sie denn gerne? Zur Relevanz aktueller Theorien der Sozialen Arbeit für methodisches Handeln“ unterschiedliche Theorien der Sozialen Arbeit in ihrem Zusammenhang mit methodischem Handeln. Bereits zu Beginn der Vorlesung wurde deutlich, dass Theorien der Sozialen Arbeit bedeutsam sind, denn „allein in den letzten 14 Monaten sind sechs neue Werke über Theorien erschienen, dieses Thema ist also sehr en vogue“, erklärte Prof. Dr. Cora Herrmann. Ob eine Theorie als Theorie der Sozialen Arbeit verstanden wird, ist dabei abhängig vom jeweiligen Autor und dessen Verständnis von Sozialer Arbeit. Ohne einen Zusammenhang aber von Theorie und Praxis, also dem methodischen Handeln, könne das komplexe Phänomen der Sozialen Arbeit nicht erfasst und erkannt werden, so Herrmann, denn im Rückgriff auf Kleve ließe sich festhalten: „Theorie ohne Praxis ist leer, Praxis ohne Theorie blind.“ Am Beispiel der Einrichtung KiFaz Kinder- und Familienzentrum in Hamburg stellte die Expertin drei Theorien der Sozialen Arbeit näher vor: die Lebensweltorientierung, die Anerkennungstheorie sowie die Theorie des Regierungshandelns. Anhand dieser zeigte sie anschaulich, dass über diese deutlich würde, warum und auf welche Weise unterschiedliche Situationen und Adressaten ebenfalls unterschiedliche Herangehensweisen erforderten. Die Vielfalt der Theorien in der Sozialen Arbeit sei förderlich für eine bedarfsangemessene Nutzung und Anpassung und unerlässlich für eine Weiterentwicklung der Profession.

Prof. Gaede-Illig widmete sich dem Thema Gesundheitskompetenz.