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Antrittsvorlesungen im Fachbereich Wirtschaft & Medien an der Hochschule Fresenius

Köln (pl) – Mit Dr. Christine Gömöry,  Professorin für Wirtschaftsrecht, und Dr. Adelheid Schulz,  Professorin für Psychologie, wurden diesen Monat gleich zwei Lehrende der Hochschule Fresenius zum Professor ernannt. Am 21. September 2016 erschienen zahlreiche Interessierte zu ihren Antrittsvorlesungen an der Hochschule Fresenius im Kölner MediaPark. Prof. Dr. Christine Gömöry thematisierte in ihrer Antrittsvorlesung mit dem Titel „Von der Hochschule ins Berufsleben – Praktikum, Befristung, Arbeitnehmerüberlassung, Arbeiten 4.0“, dass der „normale“ Arbeitsvertrag – unbefristet und unter Anwendung aller Arbeitnehmerschutzvorschriften – nicht unbedingt das ist, was zukünftige Absolventen zu erwarten hätten. Vielmehr sei nach dem Abschluss zunächst mit einem Praktikum zu rechnen. In diesem Zusammenhang ging Prof. Gömöry auf die Frage ein, ob hier eine Vergütung zum Mindestlohn erfolgen muss. Ferner wurden rechtliche Probleme in Bezug auf einen befristeten Arbeitsvertrag dargestellt, die jeder Absolvent kennen sollte. Erwähnung fand auch die erste Beschäftigung im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung, die voraussichtlich ab dem 1. Januar 2017 wichtige Änderungen infolge einer Gesetzesänderung erfahren wird. Der Vortrag schloss mit der Darstellung von zwei neuartigen Arbeitsmodellen, Service on Demand und Mobile Office. In einer sich anschließenden Diskussion ging es dann um die Bedeutung der skizzierten Entwicklungen für zukünftige Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Fresenius und deren Kompetenzen. Im Mittelpunkt der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Adelheid Schulz mit dem Titel „Die Sucht nach Anerkennung – Die Auswirkungen von Persönlichkeitsstörungen in der Arbeitswelt“, standen zentrale Grundbedürfnisse des Menschen wie das Bedürfnis nach Anerkennung, Wertschätzung, Wichtigkeit, Autonomie oder der Respektierung eigener Grenzen. Diese Grundbedürfnisse versuche der Mensch in seinen sozialen Beziehungen zu befriedigen, so Prof. Schulz.  Menschen mit Persönlichkeitsstörungen hätten in ihrer frühen Biographie eine Frustration dieser zentralen Grundbedürfnisse erfahren, woraufhin sie negative Selbst- und Beziehungsschemata ausbildeten. „Sie glauben nicht, dass sie diese grundlegenden Bedürfnisse mit authentischem Verhalten befriedigen können und lernen daher Strategien, mit denen sie ihre Interaktionspartner manipulieren, damit die ihre Bedürfnisse letztendlich doch befriedigen. Dieses manipulative Verhalten ist mit hohen inter- und intrapsychischen Kosten verbunden“, erläuterte Prof. Schulz.  Ferner würden Menschen mit Persönlichkeitsstörungen im Arbeitsleben oft hohe Kosten verursachen, da ihr manipulatives Verhalten nachhaltig das Betriebsklima störe, ja sogar den Erfolg eines Unternehmens gefährden könne. Personaler sollten sich daher bereits im Bewerbungsprozess mit der Persönlichkeitsstruktur des Bewerbers auseinandersetzen, um größeren Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Nach den jeweiligen Vorträgen erfolgte die offizielle Überreichung der Ernennungsurkunde an die neuen Professorinnen durch Prof. Dr. Tobias Engelsleben, Präsident der Hochschule Fresenius, Prof. Dr. Rainer Türck, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft & Medien, und Prof. Dr. Wera Aretz, Prodekanin Fachbereich Wirtschaft & Medien. Nachträglich und bereits nach langjähriger Lehrtätigkeit wurde zudem Prof. Dr. Lutz Becker mit einer Ernennungsurkunde ausgezeichnet.

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