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Antrittsvorlesungen aller drei Fachbereiche an der Hochschule Fresenius München

München (ln) – Bei den Antrittsvorlesungen in München gab es diesmal eine Premiere für die gesamte Hochschule Fresenius: Erstmalig fand die Veranstaltung mit allen drei Fachbereichen – Wirtschaft & Medien, Design und Gesundheit & Soziales – zusammen statt. Der Professorentitel wurde insgesamt vier Lehrenden offiziell überreicht. Zu der Veranstaltung erschienen zahlreiche Interessierte, die im Audimax des Fachbereichs Wirtschaft & Medien aufmerksam die spannenden Einblicke in die Forschungs- und Lehraktivitäten der Vortragenden verfolgten.

Mit ihren Antrittsvorlesungen meisterten Prof. Dr. Cornelia Agel, Studiendekanin Human Resource Management (Fachbereich Wirtschaft & Medien), und Prof. Dr. Julia Dewald-Kaufmann, Dozentin für klinische Psychologie (Fachbereich Wirtschaft & Medien), an der Hochschule Fresenius München die letzte Hürde des Berufungsverfahrens. Prof. Agel, ihres Zeichens Volljuristen und Personalerin, beschäftigt sich seit langem mit den Problemen und Herausforderungen bei der Integration von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt. Die Unverbindlichkeit des Arbeitsrechts zu diesem Thema und die oft systemimmanenten Umstände in Unternehmen führten dazu, dass behinderte Menschen heute noch große Schwierigkeiten hätten,  eine feste Arbeitsstelle zu finden. Prof. Agel plädierte aber auch für ein Umdenken in der Gesellschaft: Es sei die Aufgabe der Gesellschaft, die Strukturen an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung auszurichten und so Inklusion zu fördern.

Prof. Dr. Dewald-Kaufmann berichtete in ihrer Antrittsvorlesung über ihre Forschung zum Thema „Ursachen und Auswirkungen von chronischem Schlafmangel in der Adoleszenz“ und zeigte auf, wie wichtig der Schlaf für uns ist. Dabei sei die „richtige“ Schlaflänge individuell abhängig – so brauchte Napoleon nur täglich vier Stunden Schlaf, Albert Einstein täglich zwölf Stunden. Zu ähnlichen Ergebnissen kam Prof. Dr. Dewald-Kaufmann auch in ihrer Studie mit einigen hundert Jugendlichen.  Der „falsche“ Schlaf führe bei Jugendlichen u.a. zu Beeinträchtigungen des Arbeitsgedächtnisses, schlechterer Schulleistung und sogar Depressionen. Es gebe aber Methoden, um den Schlafrhythmus individuell anzupassen, die auch die Professorin erforscht.

Im Mittelpunkt der Antrittsvorlesung von Herrn Prof. Trüdinger aus dem Fachbereich Design stand die Frage, was einen guten visuellen Designer wirklich ausmache. Der Markenkenner zeigte eindrucksvoll, wie ein Markendesign auf unsere Markeneinstellung wirkt und welchen steigenden Anforderungen Designer in Zeiten der Globalisierung und dem dadurch steigenden Konkurrenzkampf gegenüberstehen. Prof. Dr. Stein, Fachbereich Gesundheit & Soziales, referierte über ein Thema, mit dem sich nur wenige Menschen frühzeitig beschäftigen wollen: der Patientenverfügung und dem Tod. Als Mediziner und Jurist stehe er zwar zwischen zwei Stühlen, könne sich aber dadurch besonders gut in beiden Denkweisen wiederfinden. Er schlägt  ein Ampelsystem für ein optimales juristisch-medizinisches Vorgehen vor.

Wir möchten allen Berufenen noch einmal ganz herzlichst gratulieren! 

Tags: Veranstaltungen & Events,Psychology School,Business School,Fachbereich Wirtschaft & Medien,Standort München,allgemeine News,Startseite