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News

A&M Texas zu Gast in München

Amerikanische Studierende besuchen Hochschule Fresenius und hören Vortrag zur Sport-Mediatisierung.

Studierende aus dem Sportmanagementbereich der A&M Texas University hatten im Mai die Gelegenheit, die Hochschule Fresenius kennenzulernen und im Rahmen eines Vortrags mit Prof. Dr. Stephanie Heinecke einen Einblick in das Thema „Mediatisierung des Sports“ zu erhalten. Nach einer kurzen Vorstellung der Hochschule Fresenius und des Studiengangs Sportmanagement (B.A.) präsentierte die Dozentin einige Fakten zur Medienlandschaft in Deutschland und diskutierte mit den Studierenden die Frage, weshalb Mediennutzer überhaupt Sport-Content konsumieren. Laut der Expertin gibt es hierfür mehrere Gründe: Sportprogramme sind hoch emotional und in der Regel leicht zu verfolgen, zudem bieten sie den Zuschauern Spannung und ein Identifikationsgefühl mit verschiedenen Teams. In Deutschland trifft dies insbesondere auf den Männerfußball zu: keine andere Sportart stößt hierzulande auf größeres Interesse. Die Top 20 der TV-Inhalte werden jährlich von Fußballveranstaltungen dominiert, besonders, wenn eine Welt- oder Europameisterschaft stattfindet. Auch die Vergabe der Bewegtbildrechte für Spiele der Bundesliga oder Champions League spielt auf dem TV-Markt eine wichtige Rolle.

Weniger bekannte Sportarten haben es auf dem deutschen Medienmarkt laut der Dozentin schwer: Während sie über Streaming-Portale ihre teils kleine Zielgruppe direkt erreichen, bieten ihnen TV-Sender nur unzureichend Sendezeit. Dabei sind Medien und Sport eigentlich ein „Perfect Match“: Die Sponsoren von Sportclubs fordern Medienpräsenz und Reichweite, der Sport ist daher auf öffentliche Berichterstattung angewiesen. Für die Fernsehstationen hingegen sind attraktive Sportinhalte wichtig, um die Bedürfnisse der Zuschauer zu befriedigen. Zudem stellen exklusive Übertragungsrechte für eine Sportart einen starken Wettbewerbsvorteil dar, mit dem man sich von anderen Anbietern differenzieren kann. In diesem Zusammenhang spielt die Mediatisierung des Sports eine große Rolle. Dies bedeutet, eine Sportart an die Bedürfnisse von Zuschauern und Medien anzupassen, um sie telegener, also fernsehfreundlicher, zu gestalten. Dies kann durchaus auch zu einer Vergrößerung der Fanbase des Sports beitragen.

Mediatisierung zur Zuschauergewinnung

Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele. Am bekanntesten ist mit Sicherheit Biathlon: Noch bei den Olympischen Winterspielen von Sarajevo 1984 fanden die Wettkämpfe nahezu ohne Zuschauer statt. Populär wurde die Sportart insbesondere durch Regeländerungen in den 1990er Jahren, nämlich die Einführung von Massenstart und Verfolgung: Gingen die Athleten zuvor nacheinander auf die Strecke, ermöglichten die neuen Formate eine direkte Vergleichbarkeit beim Rennen und Schießen – und damit mehr Spannungsmomente für die Zuschauer. Mediatisierung ist auch im Beach-Volleyball zu beobachten, der ohnehin schon telegenen Variante von Volleyball. Durch eine neue, einfachere Zählweise können die Zuschauer dem Match heute leichter folgen, ein geringerer Ballinnendruck und vertiefter Sand verlangsamen das Spiel im Vergleich zu früher, ein kleineres Spielfeld begünstigt spektakuläre Aktionen der Sportler, um einen Ball noch vor dem Aus zu retten.

Beispiele für mehr Entertainment im Sport sind laut Prof. Dr. Heinecke die Halbzeitshow im Superbowl oder das Storytelling um Rivalitäten beim Boxen. Auch Gruppenphasen gefolgt von K.O.-Runden wie bei Fußballweltmeisterschaften bedienen das Prinzip Mediatisierung: Zunächst wird eine Mindestanzahl an Spielen pro Team garantiert, was nicht nur für die Teilnehmer, sondern insbesondere auch für die Inhaber der TV-Rechte von enormer Bedeutung ist. Die anschließende K.O.-Phase spitzt das Turnier auf den Höhepunkt zu und steigert die Spannung und Dramatik für die Zuschauer.

Ein kurzer Ausblick zeigt, dass Medien und Sport auch in Zukunft füreinander wichtig sein werden. So haben viele Wintersportarten derzeit eine stark alternde Fangemeinde und die Verbände müssen überlegen, wie sie zukünftig auch jüngere Zuschauer begeistern können. Des Weiteren gibt es aufstrebende Sportarten wie E-Sports, die bereits ein großes Wachstum an Sponsorengeldern verzeichnen können und teilweise auch schon im Fernsehen übertragen werden. Es bleibt spannend zu beobachten, ob und wenn welche Effekte Bemühungen um mehr Medientauglichkeit in diesem Feld haben werden, insbesondere da die Sportarten in digitalen Umgebungen entstanden sind.

Die Gäste aus den USA bedankten sich abschließend für die vielfältigen Einblicke und Informationen, die sie durch den spannenden Vortrag mitnehmen konnten.