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Alumna leitet Sharing-Plattform für Mode

Sarah Hillemann hat Corporate Communication (M.A.) an der Hochschule Fresenius in Köln studiert und gründete das Start-up Sister’s Closet. Wie sie auf die Idee gekommen ist, welche Schritte als nächstes anstehen und was sie Studierenden rät, die selbst ein Unternehmen gründen wollen, verrät Sarah Hillemann im Interview. Was genau ist Sister’s Closet? Über Sister’s Closet können Frauen Designertaschen und -kleidung vermieten, mieten und so miteinander teilen. So kann man sich öfter auch mal etwas Besonderes gönnen, ohne Unsummen investieren zu müssen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Denn durch das Teilen muss keine neue Ware hergestellt werden. Wie kamen Sie auf die Idee, die Plattform zur gründen? Im Rahmen meiner Masterarbeit über die Sharing Economy habe ich mich intensiv mit Geschäftsmodellen rund um das Mieten und Vermieten von Konsumgütern befasst. Dabei habe ich festgestellt, dass Konsumentinnen und Konsumenten sich zunehmend auch für das Teilen von Mode interessieren – so entstand die Idee für Sister’s Closet. Nach meinem Studienabschluss vor knapp zwei Jahren habe ich die Idee dann zusammen mit einem Freund in die Tat umgesetzt. Welche nächsten Schritte sind geplant? Wie wollen Sie das Unternehmen weiterentwickeln? Wir haben das Glück, dass unsere Plattform bisher sehr gut bei unserer Zielgruppe – modeaffinen Frauen zwischen 20 und 40 Jahren – ankommt und gleichzeitig das Pech, mit der Anzahl unserer Produkte nicht allen Anfragen gerecht werden zu können. Daher möchten wir unser Angebot erweitern und zusätzlich zu den Artikeln, die unsere Kundinnen über Sister’s Closet vermieten, ein eigenes Sortiment aufbauen. Um das umsetzen zu können, haben wir kürzlich ein Crowdfunding-Projekt bei Startnext ins Leben gerufen. Welche Tipps würden Sie Studierenden mit auf den Weg geben, die selbst gründen möchten? Etwas Eigenes aufzubauen ist unglaublich spannend und es motiviert ungemein, dem selbst gesteckten Ziel Tag für Tag näher zu kommen. Daher rate ich allen, die auch eine Idee haben, die sie in die Tat umsetzen möchten: Lasst euch nicht verunsichern! An jeder Idee, die noch nicht richtig etabliert ist, wird gezweifelt: Wer braucht das schon? Das macht doch keiner! Gleichzeitig ist die Gründung eines Start-ups natürlich ein hohes Risiko. Versucht es zu minimieren, indem ihr euch gut vorbereitet: Schreibt einen Business-Plan, macht Befragungen, sucht nach Unterstützung bzw. Förderungen und rechnet damit, dass alles im Zweifel zwei Mal so lange dauert und zwei Mal so viel kostet wie gedacht.

Tags: Fachbereich Wirtschaft & Medien,Standort Köln