menu close
close
News

Abschluss des Projektes 3DOM: Studierende übergeben 3D Scandaten an die Dombauhütte

Köln (nw) – „Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn wir schließen ein außergewöhnliches Projekt ab und können Ihnen allen die Ergebnisse präsentieren“, so begrüßte Prof. Chris Wickenden, Studiengangsleiter für 3D-Mind & Media (B.A.) an der Hochschule Fresenius, die zahlreich erschienenen Gäste zur Präsentation des Scan Projekts „Kölner Dom“. Nach einem Jahr intensiver Zusammenarbeit wurden die gesammelten 3D Scandaten der Kathedrale nun feierlich an die Dombauhütte übergeben. Als besonderes Highlight der Veranstaltung wurden alle Anwesenden im Atrium live von einem der 3D-Scanner erfasst. Prof. Chris Wickenden dankte natürlich vor allem den beteiligten Studierenden und Dozenten sowie der Firma Zoller & Fröhlich, die die hochauflösenden 3D-Scanner zur Verfügung stellte und Douglas Pritchard von der Heriot-Watt University in Edinburgh, der zusammen mit Prof. Chris Wickenden die Leitung des Projektes übernahm.
Im Mai letzten Jahres startete das Gemeinschaftsprojekt der Hochschule Fresenius und der Heriot-Watt University Edinburgh, in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln und der Dombauhütte. Ziel der 3D-Digitalisierung des Doms war es ein vollständiges Modell des drittgrößten Kirchengebäudes der Welt zu erstellen. „Der Dom ist wirklich gigantisch. Jeder Winkel stellte eine besondere Herausforderung dar“, so Wickenden. Nach 225 Stunden Arbeit am Dom ist es nun soweit: Das Projektteam präsentierte 2 Terrabyte Datenmenge, 635 Scans, 6 Milliarden Punktwolken und 60 Stunden Filmmaterial. Durch die Daten ist gesichert, dass der Dom zumindest virtuell für die Nachwelt erhalten bleibt.
Die gesamten Scanarbeiten wurden von einem studentischen Filmteam begleitet, das spektakuläre Aufnahmen vom Dom, einen Blick hinter die Kulissen des Projektes und erste Ergebnisse der Arbeiten präsentierte. Bevor die Ergebnisse anschließend an die Dombauhütte übergeben wurden, ermöglichte Douglas Pritchard den Gästen noch einen exklusiven Einblick in die Rohdaten. Da die eingesetzten Scanner ebenfalls über eine gute Kamera verfügen, konnten zusätzlich 360 Grad Bilder aufgenommen und mit den Scandaten konsolidiert werden. So ist es möglich, das 3D-Modell auch in den original Farben darzustellen.
Die Scantechnologien werden zukünftig auch eine Fülle von neuen Möglichkeiten für Designer und Grafiker bieten, weiß Douglas Pritchard. Die Verbindung von 3D Scans und Design sei dabei besonders interessant. Die Studierenden der Hochschule Fresenius, vor allem des Bachelor-Studiengangs 3D-Mind & Media (B.A.), können bereits jetzt mit einem Scanner experimentieren, den die Firma Zoller & Fröhlich der Hochschule stiftete.

Tags: