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1. DigitalCamp in Wiesbaden

Zwei Impulsvorträge und sieben Projekte von Studierenden zogen die Gäste in ihren Bann. Alles drehte sich rund um das Thema Digitalisierung und wie es unser Leben verändert – privat und geschäftlich. Der Fachbereich Wirtschaft & Medien, der im Winter 2018/2019 nach Wiesbaden umziehen wird, plant eine Fortsetzung des so erfolgreich gestarteten Formats. Finden Beratungsgespräche zur Ermittlung des richtigen Studiengangs künftig zu Hause im Gespräch mit Amazons Alexa statt? Theoretisch denkbar ist das, haben es doch Studierende des Fachbereichs Wirtschaft & Medien an der Hochschule Fresenius geschafft, das Gerät mit Antworten auf 2.500 Fragen zum Thema zu programmieren.  Ebenso möglich ist es, eine Unternehmenswebseite mit entsprechenden Skills auszustatten – man müsste also gar nicht mehr ins Netz gehen. Smartphones könnten bald als Nummer-eins-Tool für die Informationsbeschaffung oder als Entertainmentquelle von Amazon Echo oder Google Home abgelöst sein. Es ist das erste Mal, dass die Hochschule Fresenius, die Ende 2018 mit ihrem Fachbereich Wirtschaft & Medien nach Wiesbaden umzieht, sich mit einem eigenen Format in der hessischen Landeshauptstadt präsentiert. „Wir freuen uns besonders, im DigitalCamp innovative Themen aus dem Bereich Digitalisierung vorzustellen, die von und mit unseren Studierenden erarbeitet wurden“, sagte Prof. Dr. Rainer Türck, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft & Medien.  So testet die Hochschule Fresenius in einem Projekt Einsatzmöglichkeiten von VR-Brillen für den therapeutischen Bereich, beispielsweise zur Simulation von Bewegungen. Das Thema „Sonification“ beschäftigt sich damit, dass Menschen lernen, mit ihrem Körper, mit bloßen Bewegungen, Musik zu machen. Via Übersetzung in den dreidimensionalen Raum lassen sich dabei sogar Bilder erzeugen. Auch um das Thema Gesundheit ging es bei der Vorstellung einer „SOS-App“. Unter Nutzung von GPS soll es damit – gerade innerhalb eines Betriebes – möglich sein, sehr viel schneller erste Hilfe an den Ort eines Unfalls oder einer gesundheitlichen Notsituation zu bekommen. Die App selbst gibt es aber noch nicht, bisher ist nur das Konzept vorgestellt.   Veränderungen betreffen aber aktuell in höherem Maße das Geschäftsumfeld. Unternehmen kommen im Zusammenhang mit der Digitalisierung immer mehr vom reinen Abteilungsdenken mit festen Aufgabenstellungen ab, so das Ergebnis einer weiteren Projektstudie. Die Tendenz geht hin zur Projektarbeit, in der auch Hierarchien eine untergeordnete Rolle spielen. Das stellt aber auch Angestellte und potenzielle Mitarbeiter vor neue Anforderungen: Neben technischem Know-how und sicherem Umgang mit modernen Tools müssen sie vor allem eine hohe geistige Flexibilität sowie ausgeprägte Team- und Kommunikationsskills mitbringen. Eine Möglichkeit, die Arbeit effizienter zu gestalten, ist eine Art „Datingportal für die Arbeit im Unternehmen“, das eine andere Studierendengruppe entwickelt hat. Ein Matchinggenerator stellt fest, welche Abteilungen oder Personen im Betrieb aufgrund vorher festgelegter Anforderungsprofile für bestimmte Projekte am besten zusammenarbeiten. Um das „Big Business“ ging es im Impulsvortrag, dem die gut 300 Gäste in der SkyLounge des Wiesbadener Stadions folgten. Dr. Yassin Hankir, Gründer und CEO der savedroid AG, sprach über die Herausforderung, mit der sich Banken heute aufgrund von modernen Finanztechnologien – so genannter „Fintechs“ – und einer wachsenden Zahl von Start-ups mit entsprechenden Angeboten auseinandersetzen müssen. Nach seiner Ansicht müssten Banken umdenken, zwar investierten sie schon in Fintechs oder kooperierten mit Start-ups in diesem Bereich, das käme aber noch nicht bei den Kunden an. Außerdem designten nach wie vor Bankangestellte Finanzprodukte und Ihnen fehle oft die Kundendenke.  Wo Innovationen auftauchen, kommen auch Barrieren ins Spiel. Das größte Hindernis für die Digitalisierung liegt danach in der Ressourcenknappheit – sowohl in finanzieller wie auch in personeller Hinsicht.

Tags: Veranstaltungen & Events,Fachbereich Wirtschaft & Medien,Standort Wiesbaden