Hochschule Fresenius

Gebärdensprachdolmetscher

Weiterbildung zum Gebärdensprachdolmetscher

8. Idsteiner Sommerakademie

Gebärdensprache 21.08. - 25.08.2017

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Gebärdensprachdolmetscher

Gebärdensprachdolmetscher sind tätig, um eine reibungslose Kommunikation zwischen hörenden und gehörlosen Menschen zu ermöglichen. In Deutschland besteht ein großer Bedarf an qualifizierten Gebärdensprachdolmetschern, da auf rund 200.000 Gebärdensprachnutzer nur ca. 450 Dolmetscher kommen.

Ihre Weiterbildung auf einen Blick

Dauer: 2 Jahre
Beginn: März
Abschluss: Staatlich geprüfter Gebärdensprachdolmetscher
Gebühren monatlich: 345 €
Termin: 07.03.17

AZAV*
*Zulassung nach AZAV
Die Hochschule Fresenius gem. GmbH ist als Bildungsträger gemäß AZAV zugelassen. Somit ist eine Förderung der Agentur für Arbeit durch Bildungsgutscheine möglich.

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Anna Bram

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  • Persönliche Lernatmosphäre
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  • Lehre durch gehörlose Dozenten
  • Hohe fachliche und pädagogische Qualität
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Hinweis:

Förderung für berufsbegleitende Weiterbildungs- und Studiengänge zum Gebärdensprachdolmetscher durch das Land Rheinland-Pfalz.Mehr Informationen dazu gibt es im Abschnitt Gebühren & Finanzierung.

Inhalte

Die Möglichkeit, berufsbegleitend eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Dolmetscher in enger Kooperation mit einem Masterstudiengang Gebärdensprachdolmetschen (für Deutsche Gebärdensprache (DGS)) zu absolvieren, bietet bisher keine deutsche Hochschule an.
Die Weiterbildung Gebärdensprachdolmetschen an der Hochschule Fresenius hat einen linguistischen Schwerpunkt. Das bedeutet, dass sprachwissenschaftliche Kenntnisse im Bereich Deutsche Laut- und Deutsche Gebärdensprache im Laufe der Weiterbildung erworben und vertieft werden.

In den ersten beiden Semestern erwerben und erweitern Sie Ihre Kenntnisse in DGS und Gebärdensprachlinguistik. Außerdem lernen Sie grundlegende Theorien, Techniken und Strategien des Dolmetschens. Überdies stehen die linguistische Struktur der DGS und deren Verwendung im Übersetzungskontext im Vordergrund. Im zweiten Studienjahr liegt neben der Vertiefung der sprachwissenschaftlichen Kenntnisse und der Vervollkommnung der Dolmetschtechniken ein spezielles Augenmerk auf der Auseinandersetzung mit den gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen für gehörlose Menschen. Eine Besonderheit der ersten beiden Studienjahre stellen die Module dar, die mit ihren Wahl-Anteilen auf Praxisfelder des Gebärdensprachdolmetschens verweisen und den Studierenden das Einüben von Techniken und Kompetenzen an realen Aufgaben aus dem Arbeitsalltag ermöglichen. Mit der hier möglichen Auswahl von berufsspezifischen Anforderungen und Aufgaben können Sie eine Spezialisierung auf bestimmte Themen- und Handlungsfelder erreichen.

Es ist auch möglich, einzelne Module als Fortbildung zu wählen. Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Prof. Dr. Carla Wegener gerne zur Verfügung.

Berufsbild & Arbeitsgebiete

Gebärdensprachdolmetscher sind tätig, um eine reibungslose Kommunikation zwischen hörenden und gehörlosen Menschen zu ermöglichen. Die Tätigkeitsfelder der Absolventen sind deshalb so vielfältig wie die Lebenssituationen: Dolmetschtätigkeiten gibt es im Bildungsbereich (z.B. Schule, Ausbildung, Studium), im Arbeitsleben (z.B. Personalgespräche, Einarbeitungen, Besprechungen, Betriebsversammlungen), im Gesundheitswesen (z.B. Arztbesuche, Krankenhaus, Therapie), in der öffentlichen oder privaten Verwaltung (z.B. Behörden, Institutionen), in Einrichtungen der Wirtschaft oder im Sozialbereich sowie im Rahmen der Judikative und Exekutive (z.B. Gericht, Polizei, Rechtsanwaltskonsultationen) oder im religiösen Bereich (Gottesdienste, Taufen, Eheschließungen, religiöse Unterweisungen), in den Medien, bei politischen oder kulturellen Veranstaltungen, im Freizeitbereich und auch im Rahmen von Konferenzen. Gebärdensprachdolmetscher arbeiten freiberuflich oder im Angestelltenverhältnis.

Perspektiven

In Deutschland besteht ein großer Bedarf an qualifizierten Gebärdensprachdolmetschern. Auf rund 200 000 Gebärdensprachnutzer kommen nur ca. 450 Dolmetscher. Betroffenenverbände (Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände e.V. (DG), Deutscher Gehörlosenbund (DGB)) fordern eine Mindestversorgung pro Nutzer von vier bis fünf Dolmetschstunden pro Monat. Bislang werden jedoch lediglich ca. 30 bis 60 Minuten pro Monat erzielt. Der Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher sieht weiterhin – bei wachsenden Dolmetscheinsätzen und Anforderungen – in der qualifizierten Ausbildung die einzige Lösung, den Bedarf zu decken. Bundes- und Landesgesetze (SGB IX, Gleichstellungsgesetz etc.) bieten Gebärdensprachnutzern eine Grundlage, die Kommunikation per Gebärdensprachdolmetscher einzufordern.

Zugangsvoraussetzungen

Folgende Zugangsvoraussetzungen müssen für die Weiterbildung zum Gebärdensprachdolmetscher erfüllt werden:

  • Mittlere Reife
  • gute Allgemeinbildung
  • gute Kenntnisse der Deutschen Gebärdensprache (DGS)*

*Die Eignung wird durch einen individuellen Eignungstest festgestellt.

Gebühren & Finanzierung

Die Hochschule Fresenius ist eine Hochschule in freier Trägerschaft, deren Fortbildungsgänge staatlich anerkannt, aber nicht staatlich refinanziert werden. Aus diesem Grund müssen für die Weiterbildungen Gebühren erhoben werden.

  • Gebühren: 345€ monatlich
  • Anmeldegebühr: 200€ einmalig

(Änderungen und Irrtümer vorbehalten)

Förderung für berufsbegleitende Weiterbildungs- und Studiengänge zum Gebärdensprachdolmetscher

Das Land Rheinland-Pfalz fördert die qualifizierte Aus- und Weiterbildung von Gebärdensprachdolmetschern (GSD). Im Einzelfall können bis zu 80% der nachgewiesenen Kosten für Anmeldungs-, Studien- und Prüfungsgebühren übernommen werden. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlungspflichtiges Darlehen. Zu den Voraussetzungen für die Förderung gehört die Bereitschaft, in Rheinland-Pfalz als Gebärdensprachdolmetscher arbeiten zu wollen. Weiteres ist der Förderrichtlinie für Gebärdensprachdolmetschen zu entnehmen.


*Zulassung nach AZAV
Die Hochschule Fresenius gem. GmbH ist als Bildungsträger gemäß AZAV zugelassen. Somit ist eine Förderung der Agentur für Arbeit durch Bildungsgutscheine möglich.

Wir legen großen Wert darauf, dass jedem Interessierten der Zugang zur Ausbildung ermöglicht wird. Daher haben wir für Sie auf einer Übersichtsseite einige Beispiele für Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten aufgeführt. 

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