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Yogi nach Vorlesungsende

Das schaffen auch Anfänger: Prof. Hinkofer im klassischen Lotussitz.

Prof. Dr. Ludwig Hinkofer hat als Prodekan für den Fachbereich Wirtschaft & Medien den Münchener Standort der Hochschule Fresenius mitaufgebaut. Seine „Zweitkarriere“: Er gibt regelmäßig Yogakurse in der Nähe des Campus.

Jeden Donnerstagabend rollt Prof. Dr. Ludwig Hinkofer in einem Münchener Yogastudio seine Yogamatte aus. Anderthalb Stunden lang führt er die Teilnehmer seiner Yogakurse dann in fließenden Bewegungen durch verschiedenste Übungen – vom Baum über den Krieger bis hin zum Dreieck. Auch der Sonnengruß darf natürlich nicht fehlen. Mit dabei sind regelmäßig auch Kolleginnen und Kollegen von der Hochschule, die er für seinen Sport begeistern konnte.

Erste Yogastunde: Ein holpriger Start

Yoga sei aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken, bekennt Prof. Hinkofer, auch wenn der Start in den Sport etwas holprig verlief. Seinen ersten Yogakurs besuchte er vor zehn Jahren. „Die erste Stunde war vom Level pädagogisch nicht ganz optimal ausgewählt, denn mit akrobatischen Yogahaltungen, die als Asanas bezeichnet werden, wie Handstand, Kopfstand und Krähe, fühlte ich mich dann doch etwas überfordert. Ab da war ich bereit, in Anfängerstunden zu gehen“, berichtet er. „Abgeschreckt“ war Prof. Hinkofer jedenfalls nicht – denn aus diesem Einstieg wurde mehr und schließlich entschloss er sich, selbst eine Ausbildung zum Yogalehrer zu machen.

Etwa zur selben Zeit wurde auch der Münchener Standort der Hochschule Fresenius gegründet, deren Aufbau und Entwicklung Prof. Hinkofer maßgeblich mitgestaltet hat, und dessen Akademische Leitung er dann 2016 übernahm. „Wir haben seitdem viel erreicht – der Standort ist von ca. 40 Studierenden auf über 1.500 Studierende und rund 70 Mitarbeiter angewachsen.“ Auch die Münchener Media School sowie der Studiengang Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) werden von Prof. Hinkofer geleitet. Zudem unterrichtet er Seminare zu Medienökonomie und Medienpsychologie.

Prof. Hinkofer auf dem Weg ins Yogastudio.

Junge Menschen in ihrer Entwicklung begleiten

Die Tätigkeiten sind abwechslungsreich. Da ist zum einen natürlich die Arbeit mit den Studierenden. Im Unterricht, aber auch im Rahmen von Praxisprojekten. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Als Mentor unterstützte Prof. Hinkofer Studierende, die für den TV-Sender Sky ein Social-Media-Konzept zu deren Event „Fußball-Championsweek“ erarbeiteten, sowie eine Gruppe, die an einem Businessplan-Wettbewerb der ProSiebenSat.1 Media AG teilnahm. „Ich sehe mich zunehmend als Coach, der die jungen Menschen in ihrer Entwicklung begleitet: in der inhaltlich-akademischen Ausbildung und besonders auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Schön ist dabei zu sehen, wie sie sich in der Zeit ihres Studiums entwickeln“, beschreibt Prof. Hinkofer diese Seite seiner Tätigkeit.

Auf der anderen Seite steht für den bekennenden Yoga-Enthusiasten viel Organisatorisches auf der Aufgabenliste, zum Beispiel: passende Dozierende für die angebotenen Seminare zu finden, die akademische Qualität an der Hochschule Fresenius München sicherzustellen, Unternehmen als Kooperationspartner zu gewinnen und neue Studiengänge zu entwickeln.

 „Yoga hebt die Stimmung und Laune“

Es stellt sich die Frage: Wo bleibt dabei noch Zeit für Yoga? „Yoga kann man praktisch überall üben: im Studio, zu Hause, im Park, am See und auch am Arbeitsplatz. Es gibt einfache Dehnübungen für Zwischendurch – wenig Zeitaufwand, aber große Wirkung“, sagt Prof. Hinkofer und beschreibt, wie sich der Sport positiv auf seinen Arbeitsalltag auswirkt: „Wer viel am Schreibtisch sitzt, der weiß, dass es schwerfällt, eine korrekte Körperhaltung aufrechtzuerhalten. Yoga hilft hierbei ganz enorm, weil der Körper neu ausgerichtet wird und genau die Muskeln gestärkt werden, die wir für eine gute Haltung brauchen. Ich habe durch den Sport deutlich weniger Verspannungen an den klassischen Körperstellen wie Schultern, Nacken und Rücken.“ Zudem habe Yoga eine sehr positive mentale Wirkung: Man sei gelassener, stressresistenter und zugleich fokussierter und ausdauernder. Wer Prof. Hinkofer persönlich trifft, glaubt ihm außerdem gerne aufs Wort, wenn er sagt: „Yoga hebt die Stimmung und Laune.“