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Mit vollen Tüten gegen Altersarmut

Carina Raddatz hat an der Hochschule Fresenius in Köln Wirtschaftspsychologie (B.Sc.) studiert. Im vergangenen Jahr gründete sie gemeinsam mit einem Freund den sozialen Verein Obstkäppchen e.V., der kostenfrei frische Lebensmittel an Senioren verteilt.

„Ziel von Obstkäppchen ist es, Senioren, die von Altersarmut betroffen sind, bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise zu unterstützen“, berichtet Carina Raddatz. Der Wunsch, sich in diesem Bereich zu engagieren, kam der Alumna, als sie bei einem Spaziergang eine Seniorin beim Pfandflaschen-Sammeln beobachtete. „Ich fand es beschämend, dass ältere Menschen dazu gezwungen sind, ihre Rente so aufzubessern, und hatte den Drang, hier zu helfen.“

Daher begann sie zu recherchieren: Welche Bedürfnisse und Probleme haben von Altersarmut betroffene Senioren? Wie kann man diesen begegnen? Welche psychologischen und wirtschaftlichen Aspekte gibt es dabei zu beachten? „Das waren Fragen, mit denen ich mich auch in meinem Studium beschäftigt hatte. Diese Erfahrung hat mir bei der Umsetzung meiner Idee sehr geholfen“, erzählt Carina Raddatz. Schließlich wurde Obstkäppchen e. V. gegründet, ein Verein, dessen ehrenamtliche Helfer – die Obstkäppchen – ähnlich wie die namensgebende Märchengestalt frische Lebensmittel zu Senioren nach Hause bringen. Aktuell sind die Obstkäppchen einmal im Monat in Hennef, Carina Raddatz‘ Heimatstadt, unterwegs.

Die Obstkäppchen bei der Verteilaktion.

Frische Lebensmittel und „etwas für die Seele“

Dort kommen auch an einem eher trüben Novembersamstag wieder zahlreiche fleißige Helfer zusammen. Zuerst heißt es: Tüten packen. Hinein kommen frische Lebensmittel, vor allem Obst und Gemüse, „und auch etwas für die Seele, zum Beispiel eine Tafel Schokolade“, zählt Carina Raddatz auf. Der Inhalt ist jedes Mal ein bisschen anders und wird gemeinsam mit einem Ernährungsberater zusammengestellt. Auch Rezepte für Gerichte, die aus den Lebensmitteln zubereitet werden können, wandern in die Tüten. Deren Wert beläuft sich immer auf ca. fünf Euro. Das sei der Obstkäppchen-Mitgliedsbeitrag, erklärt die Vereinsgründerin: „So unterstützt jedes Vereinsmitglied eine Seniorin bzw. einen Senior im Monat.“ Die verwendeten Lebensmittel bezieht Obstkäppchen von Supermärkten und Bauern aus der Region. Teilweise unterstützen diese den Verein auch durch Kooperationen und Spenden.

Als alle Tüten gefüllt sind, machen sich die Obstkäppchen auf den Weg, um sie zu verteilen. Dabei werden die Empfänger in der Regel von demselben Obstkäppchen besucht, damit sie eine Beziehung zueinander aufbauen können und der generationenübergreifende Dialog gefördert wird. „Wir werden oft auf eine Tasse Kaffee eingeladen und unterhalten uns natürlich auch gerne etwas“, berichtet Carina Raddatz.

Um zu erfahren, wer eine Tüte bekommen soll, arbeitet Obstkäppchen mit dem Amt für soziale Angelegenheiten in Hennef zusammen. Dieses geht auf von Altersarmut betroffene Senioren zu und stellt das Angebot vor. „Wer mitmachen will, meldet sich dann bei uns“, erklärt die Alumna. Bisher geht das nur für Hennefer Einwohner. Carina Raddatz verrät jedoch: „Wir möchten unsere Tüten gerne auch in anderen Städten verteilen. Wir arbeiten aktuell intensiv daran, dass das bald möglich ist.“