Hochschule Fresenius
Finanzierungsmöglichkeiten der Auslandsaufenthalte

Förderprojekt ERASMUS+

Das neue Programm der EU für allgemeine Bildung, Jugend und Sport heißt Erasmus+ und läuft von 2014 - 2020. Das bisherige Erasmus-Programm ist in das neue Programm eingebettet. Der Hochschule Fresenius wurde aufgrund ihrer Erasmus-Bildungserklärung für die gesamte Laufzeit des Erasmus+ Programms die Erasmus-Charta verliehen. Die aktuelle Erasmus-Bildungserklärung finden Sie hier.

Mit der Verleihung der bis 2020 gültigen Erasmus-Charta ist die Hochschule Fresenius berechtigt, ERASMUS+ Maßnahmen zu beantragen und durchzuführen.

Das Programm ermöglicht 3- bis 12-monatige Studien-, bzw. 2- bis 12-monatige Praktikumsaufenthalte innerhalb der Europäischen Union und hat zum Ziel, die zahlreichen bestehenden Partnerschaften zwischen der Hochschule Fresenius und den Partnerhochschulen bzw. Partnereinrichtungen aus der Industrie oder dem Gesundheitsbereich zu stärken und auszubauen.

Folgende Länder nehmen am Erasmus+ Programm teil: alle 27 EU-Mitgliedsstaaten, sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei. Austauschmaßnahmen mit der Schweiz können nicht mehr über das Erasmus+ Programm gefördert werden, dafür aber mit dem PROMOS Programm. Alles Wissenswerte rund um die Bewerbung für ein PROMOS Stipendium finden Sie auf unserer PROMOS Infoseite.

ERASMUS+ - Wer wird gefördert?

Studierende, Lehrende oder Mitarbeiter müssen Staatsangehörige eines der ERASMUS+  Teilnahmeländer sein, um am Programm teilnehmen zu können. Studierende aus Nicht-EU-Ländern können am ERASMUS+ Programm teilnehmen, sofern sie regulär an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sind und ihr gesamtes Studium dort absolvieren. Lehrende und sonstige Mitarbeiter müssen an einer deutschen Hochschule tätig sein, um am Programm teilnehmen zu können.

Über die Vergabe der Stipendien entscheiden die Ansprechpartner für Auslandsfragen. Eine aufnehmende Partnerhochschule darf keine Studiengebühren verlangen und muss im Besitz einer gültigen ERASMUS Charta sein.

Bitte beachten: Urlaubssemester in 8-semestrigen Studiengängen mit im Studienprogramm vorgesehenen Mobilitätszeiten werden nicht mit Erasmus+ gefördert.

Die Erasmus+ Charta für Studierende finden Sie hier.

Durch ERASMUS+ können folgende Mobilitätsmaßnahmen gefördert werden:

Auslandsstudium für Studierende (SMS)
www.eu.daad.de/studierende
Studierende erhalten mit ERASMUS+ die Möglichkeit, in einem anderen europäischen Land an einer ERASMUS Partnerhochschule zu studieren und ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern.

Dabei lernen sie das akademische System einer ausländischen Hochschule kennen und profitieren von deren Lehr- und Lernmethoden. Nach Abschluss des ersten Studienjahres können Studierende für einen Studienaufenthalt zwischen drei und zwölf Monaten an einer ausländischen Gasthochschule bis einschließlich zur Promotion gefördert werden

Das Programm bietet Studierenden folgende Leistungen:

  • Mobilitätszuschuss zu den auslandsbedingten Mehrkosten gemäß Tabelle
  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes
  • Akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen: Die Anerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen ist in der Allgemeinen Prüfungsordnung geregelt (gemäß Lissabon-Abkommen). Alle Studien- und Praktikumsleistungen werden entsprechend dem Learning Agreement anerkannt und im Diploma Supplement dokumentiert. Bei ERASMUS+ Mobilitäten erhalten alle Studierenden ein Transcript of Records mit Angabe der erworbenen ECTS.

 

Auslandspraktikum für Studierende (SMP)
www.eu.daad.de/studierende
ERASMUS+ fördert auch Praktika für Studierende in einer Gasteinrichtung im europäischen Ausland (ausgeschlossen sind EU-Institutionen oder Institutionen, die EU-Programme verwalten sowie diplomatische Vertretungen der Herkunftsländer der Studierenden).

Studierende können Arbeitserfahrung in einem internationalen Umfeld sammeln. Darüber hinaus können sie ihre Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Offenheit und Kenntnisse über andere Kulturen und Märkte erweitern.

Studierende können für ein Pflichtpraktikum oder auch ein freiwilliges Praktikum zwischen zwei und zwölf Monaten Förderung erhalten.

Das Programm bietet Studierenden folgende Leistungen:

  • Monatlicher Zuschuss gemäß Tabelle
  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule/Unternehmen und Studierenden. Die Durchführung des Praktikums an einer anderen Hochschule ist möglich.
  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes
  • Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner in der Heimathochschule und im Unternehmen.
  • Akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen: Die Anerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen ist in der Allgemeinen Prüfungsordnung geregelt (gemäß Lissabon-Abkommen). Alle Studien- und Praktikumsleistungen werden entsprechend dem Learning/Training Agreement anerkannt und im Diploma Supplement dokumentiert. Bei ERASMUS+ - Mobilitäten erhalten alle Studierenden ein Traineeship Certificate.

 

Graduiertenpraktika
Graduierte müssen während des Praktikums exmatrikuliert sein. Als Nachweis der Exmatrikulation gelten die Exmatrikulationsbescheinigung oder das Abschlusszeugnis. Als Nachweis gilt hier auch eine Bescheinigung der Hochschule, dass alle Studienleistungen erbracht wurden.

Absolventen können für ERASMUS+ Praktika gefördert werden, wenn sie von der entsendenden Hochschule innerhalb ihres letzten Studienjahres für eine Förderung ausgewählt wurden und das Auslandspraktikum innerhalb eines Jahres nach Beendigung der entsprechenden Studienphase durchführen und abschließen. Die Laufzeit des Praktikums wird auf die maximal 12 Monate je Studienphase angerechnet: Wurde z. B. im Bachelor bereits ein Studienaufenthalt von acht Monaten absolviert, so bleiben vier Monate für ein Graduiertenpraktikum. Das Praktikum muss innerhalb eines Jahres nach Studienabschluss durchgeführt und beendet sein.

Hinweis: Auf der Informationsseite der EU-Gruppe im DAAD für Studierende  können Sie sich z.B. kulturell auf Ihr Wunschland vorbereiten, Erfahrungsberichte lesen oder über Ihr Zielland recherchieren.


Mobilität von Lehrenden (STA)

ERASMUS+ fördert Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen, die eine gültige ERASMUS Charta für Hochschulen (ECHE) besitzen. Gastdozenten sollen zum einen deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können. Zum anderen sollte auch die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme und der Austausch von Lehrinhalten und –methoden eine Rolle spielen. Auch Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen kann zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden.

Lehraufenthalte dauern zwischen 2 Tagen und 2 Monaten (ohne Reisezeiten), das Unterrichtspensum liegt bei mindestens 8 Stunden je Aufenthalt bzw. je angefangene Woche.


Geförderter Personenkreis:

  • Professoren und Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur Hochschule
  • Dozenten ohne Dotierung
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter

Die finanzielle Förderung orientiert sich an den Lebenshaltungskosten in den Zielländern. Es gelten einheitliche Tagessätze für die Förderung durch deutsche Hochschulen.


Mobilität von Mitarbeitern (STT)

ERASMUS ermöglicht Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal in Programmländern zum Ausbau der Internationalisierung. Der Auslandsaufenthalt kann fachlichen Austausch und neue Perspektiven bieten, die eigenen Kompetenzen stärken sowie den Ausbau und die Vertiefung von Netzwerken ermöglichen.

Die Auslandsaufenthalte dauern mindestens 2 Tage und höchstens 2 Monate.


Weiterbildungsformate:

  • Hospitationen
  • Job Shadowing
  • Studienbesuche
  • Teilnahme an Workshops und Seminaren
  • Teilnahme an Sprachkursen

Die finanzielle Förderung orientiert sich an den Lebenshaltungskosten in den Zielländern. Es gelten einheitliche Tagessätze für die Förderung durch deutsche Hochschulen.


Auslandsmobilität mit Behinderung

Behinderte können einen Zuschuss für Mehrkosten im Rahmen eines ERASMUS-Aufenthalts erhalten. Dies gilt für alle ERASMUS+ - Mobilitätslinien (Studium, Praktika, Mobilität zu Unterrichtszwecken und Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken ebenso wie im Zusammenhang von Vorbereitenden Reisen und Intensivprogrammen).

ERASMUS+ (SMS und SMP) - Bewerbung und Förderkriterien

Bewerbung
Bitte teilen Sie Ihrer Ansprechpartnerin/Ihrem Ansprechpartner für Auslandsfragen mit, wenn Sie an einem ERASMUS+ Aufenthalt interessiert sind. Sie oder er wählt anhand der Förderkriterien aus, wer ein Stipendium erhält und meldet die Namen der für eine Förderung vorgesehen Studierenden an das Büro International Services. Dort können Sie sich über den weiteren Ablauf (Bewerbung, Formalitäten, Versicherung im Ausland etc.) informieren und Sie erhalten alle notwendigen Unterlagen.

Verpflichtende Sprachtests
Voraussetzung für eine ERASMUS Förderung ist die Teilnahme an einem Online Sprachtest (je vor und nach der Mobilität) in einer der zur Verfügung stehenden Sprachen. Ausgenommen sind Muttersprachler mit entsprechendem Nachweis. Auf Basis des Testergebnisses erhalten Bewerber einen kostenlosen, hochwertigen Online-Sprachkurs.

Förderkriterien
Es ist unser Anliegen, möglichst vielen Studierenden einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen, dennoch kann es bei großer Bewerberzahl vorkommen, dass nicht ausreichend Stipendien zur Verfügung stehen. In einem solchen Fall wird Ihre Ansprechpartnerin/Ihr Ansprechpartner für Auslandsfragen eine Auswahl treffen.

Kriterien sind (in allen Fachbereichen)

  • Notendurchschnitt zum Zeitpunkt der Bewerbung
  • Auswertung Ihres Motivationsschreibens.


Darüber hinaus können bei gleicher Eignung noch folgende Kriterien zur Bewertung herangezogen werden:

  • Nachgewiesene Sprachkenntnisse
  • Soziales Engagement.

Haftungsklausel
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Weitergehende Information und Beratung zu den ERASMUS+ - Mobilitätsmaßnahmen erhalten Sie beim

Deutschen Akademischen Austauschdienst
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
Kennedyallee 50
53115 Bonn
Tel.: +49(0)228/882-578
Fax: +49(0)228/882-555
E-Mail: eu-programme[at]daad[dot]de
Homepage: www.eu.daad.de