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Auslandssemester • Shanghai

Stella beim Integrierten Auslandssemester in Shanghai

Stella Hoppe hat im Sommersemester 2015 am Integriertem Auslandssemester Shanghai teilgenommen. Sie studiert Wirtschaftspsychologie am Standort Hamburg und hat in Shanghai den Schwerpunkt Internationales Management belegt.

Bitte erzählen Sie von Ihrem Studium an der Partnerhochschule:

Der Studiengang hieß International Management und fand an der Shanghai University statt. Unterrichtet wurden Fächer wie Intercultural Management, Finance, Management Skills, International Business, Human Resource Management und Business English, die an zwei Standorten stattfanden. Die Fächer waren interessant und die Dozenten sehr interessiert. Die Lernatmosphöre war anders als an der Fresenius in Deutschland. Es wird viel mehr Frontalunterricht gemacht, wo eine aktive Teilnahme nur in Maßen möglich ist. Die zwei Standorte erreichte man bequem mit einem Bus, der als Shuttle morgens hinfuhr und nach dem Unterricht wieder zurück. Zusätzlich gab es stündlich einen Shuttle zwischen den beiden Campussen.

Wo haben Sie gewohnt:

Ich habe in einem Single Dorm auf den Yanchang Campus gewohnt. Der Dorm war nur von internationalen Studenten bewohnt und ich hatte ein eigenes kleines Zimmer mit einem Bett, einem Schreibtisch, einem Kleiderschrank und einem Bad. Die Sauberkeit war völlig in Ordnung, ist aber mit dem deutschen Standard nicht vergleichbar. Die Unterkunft ist umgeben von kleinen Shops, Restaurants und Märkten, bei denen man sehr gut Früchte kaufen kann. Ansonsten ist ein riesiger Shoppingcenterkomplex mit einem Fitnessstudios, größeren Supermärkten und Shoppingmöglichkeiten ca 10 Minuten zu Fuß entfernt. Auf dem Campus ist ebenfalls ein Fußballplatz mit Rundlaufbahn und Basketballplätze. Ich hatte sehr viel Kontakt mit meinen Kommilitonen und des Öfteren haben wir abends draußen gesessen und die Wärme genossen.

Tipps für die Unterkunftssuche:

Ich würde jedem empfehlen ein Zimmer in einem Single oder Double Dorm bzw Guest House zu nehmen. So hat man viel Kontakt zu den Kommilitonen, die Sauberkeit ist völlig in Ordnung und man wohnt zentral. Das Guest House ist etwas teurer, dafür wird dort jeden Tag geputzt und das Frühstück ist inklusive. Die Lage auf dem Yanchang ist perfekt, um schnell in die Stadt zu kommen, aber auch um das Leben auf dem Campus zu geniessen.

Haben Sie ein Praktikum gemacht, wenn ja wo und in welcher Firma:

Ich habe ein Praktikum bei der Firma Melchers GmbH & Co. Kg gemacht. Dieses fand in Shanghai für zwei Monate statt. Melchers ist eine Firma, die verschiedene Rohstoffe nach China importiert und exportiert. Ich war dem Bereich des Kunstrasens und Hockeyfeldrasens zugeteilt. Meine Aufgaben waren vielfältig und reichten von dem Besuch einer Baustelle bis zum Entwurf eines Produktkataloges. Die Arbeitsatmosphäre war anders im Vergleich zu der gewohnten in Deutschland. Es war aber eine sehr gute Erfahrung, die ich jedem wärmstens ans Herz legen kann

Meine Tipps:

Seid offen und lasst euch auf alles ein! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit einem offenen Umgang viele nette Menschen kennenlernt und immer Hilfe angeboten bekommt. Auch wenn einige Dinge am Anfang sehr fremd sind, gewöhnt man sich sehr schnell dran und kommt mit vielen neuen Eindrücken zurück. In Shanghai müsst Ihr unbedingt in das Restaurant Di Shui Dong gehen, dort gibt es leckere chinesische Küche! Die Spare Ribs und gebackene Bananen sind am besten!

Der/die/das beste…

Restaurant: Di Shui Dong
Pub: Bar Rouge
Sightseeing: Künstlerviertel
Trip (nach): Zhangjiajie und Fenghuang

Mein Lieblingsplatz:

Die Aussicht vom Berg in Huangshan: Die Huangshan-Berge wurden von dem Avatar Regisseur als Inspiration genutzt und beeindrucken mit ihren tiefen Tälern und Wanderwegen, die direkt am Abgrund entlang führen. Auch die Sonnenauf- und Untergänge auf verschiedenen Bergen Chinas waren sehr faszinierend und sind jeden Aufstieg wert! Die Skyline von Shanghai, aber auch die kleinen Gassen, in denen man immer Neues entdecken kann.

Meine besten Erfahrungen:

1. Einladung zum Essen bei einem unserer Mentoren: Eine Freundin und ich wurden zu unserem Mentor nach Hause eingeladen. Die ganze Familie hat uns herzlich empfangen und super lecker gekocht! So konnte ich vollkommen in die chinesische Kultur eintauchen und habe faszinierende Menschen kennen gelernt.

2. 20-stündige Zugfahrt in der günstigen Preisklasse von Shanghai nach Huangshan. Rauchende Menschen um einen herum, 30 Grad im Zug und eine total motivierte Gruppe von Studenten, die dazwischen sitzt. Jede halbe Stunde kam ein Essenwagen vorbeigerollt und mitten in der Nacht wurden mit lautem Mikrophon angepriesene mobile Ladegeräte verkauft. Die Erfahrung hat unsere Gruppe definitiv zusammengeschweißt und wir kamen ziemlich zerknittert, aber doch sehr zufrieden in Huangshan an. Kann ich jedem nur empfehlen, auch wenn es einiges an Überwindung kostet.

Kontakthoppe.stella@hamburg.hs-fresenius.de