Hochschule Fresenius
Institute for Analytical Research - Forschung im Bereich Chemie & Biologie

Institute for Analytical Research (IFAR)

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Das IFAR

  • ist eine dienstleistende Forschungseinrichtung
  • gewährleistet eine problem- und praxisorientierte Forschung
  • führt Auftragsarbeiten professionell, flexibel und zeitnah durch
  • bietet einen schnellen Wissenstransfer
  • ist präsent in verschiedenen nationalen und internationalen analytischen Gremien und Arbeitsgruppen

Das Forschungsinstitut „Institute for analytical research (IFAR)“ der Hochschule Fresenius wurde in 2004 in Idstein gegründet. Ziel ist es Lehre, Forschung und Praxis im Fachbereich Chemie & Biologie eng miteinander zu verknüpfen.

Das IFAR betreibt Forschung und Entwicklung auf den Gebieten Spurenanalytik und Strukturaufklärung nach vorangegangen Abbaustudien. In den mit modernsten Geräten ausgestatteten Laboren kommt ein breites Spektrum analytischer und technologischer Verfahren zum Einsatz.

Der Schwerpunkt der Forschung liegt in der organischen Spurenanalytik in Wasser. Auf diesem Gebiet ist die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Thomas P. Knepper bereits seit vielen Jahren in nationalen und internationalen Forschungsprojekten sowie in der Auftragsforschung erfolgreich tätig.

Das IFAR arbeitet an der Verbesserung und der Neuentwicklung analytischer Methoden für den empfindlichen Nachweis in verschiedenen Matrices . Gleichzeitig werden Studien zum Metabolismus und zur Spurenanalytik sowie Neuentwicklungen im Bereich der Abwassertechnik durchgeführt. Die Forschungsarbeit des Instituts ist professionell, flexibel und zeitnah.

Die Aufgaben und Arbeitsgebiete des IFAR ergänzen die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben der Hochschule Fresenius ideal. Durch die Einbeziehung der Forschungsprojekte in die Lehre wird eine besonders praxisnahe Ausbildung der Studenten möglich. Gleichzeitig können alle Studierenden des Fachbereichs Chemie & Biologie den Gerätepark des IFAR zu Ausbildungszwecken nutzen.

Die Einheit von Lehre, Forschung und Praxis wird auch deshalb besonders gut und konsequent verwirklicht, da der Leiter des IFAR gleichzeitig auch Dekan des Fachbereichs Chemie & Biologie ist.

Ansprechpartner

Thomas Knepper

Prof. Dr. Thomas Knepper
Leiter des Institute for Analytical Research

Heike Weil

Heike Weil
Assistentin FB Chemie & Biologie

Forschungsteam

IFAR Forschungsteam
  • Dr. Ian Ken Dimzon
  • Dr. Tobias Frömel
  • Sven Huppertsberg, M.Sc.
  • Raphael Janousek, M.Sc
  • Niklas Köke, M.Sc.
  • Dipl.-Ing. (FH) Jutta Müller
  • Heike Weil, Dipl.-Biol.
  • Daniel Zahn, M.Sc.
  • Victoria Zilles B.Sc.

Arbeitsgebiete und Ausstattung

Die Arbeitsschwerpunkte liegen auf folgenden Gebieten:

  • Entwicklungen im Bereich der organischen Spurenanalytik in unterschiedlichen Matrices
  • Monitoring-Untersuchungen
  • Metabolismus-Aufklärung sowie Durchführung von Metabolismusstudien
  • Polymeranalytik
  • Stoffbewertung
  • Strukturaufklärung organischer Substanzen
  • Anorganische Elementanalytik
  • Applikationsentwicklung
  • Produktvalidierung
  • Lebensmittelanalytik und Lebensmittelsicherheit
  • Qualitätsmanagement
  • Umweltanalytik
  • Bioanalytik
  • Pharmazeutische Analytik
  • Forensik
  • Nachhaltigkeit
  • Wasserwerk- und Kläranlagentechnologie
  • Consulting und Durchführung von Fortbildungen für Externe im Bereich Analytik
  • Durchführung nationaler und internationaler theoretischer und praktischer Kurse zur Gewässeranalytik, Umweltanalytik, Lebensmittelanalytik und Bioanalytik
  • Veranstaltung internationaler Tagungen

Messbare Substanzen

Das IFAR verfügt über mehrere Laborräume, in denen sich die Ausstattung zur Probenvorbereitung und Messung der Proben befindet. Das Spektrum der messbaren Substanzen ist groß, validierte Analysenmethoden sind vorhanden und stehen auch für Routine-Untersuchungen zur Verfügung.

Messbare Substanzen, Auswahl:

  • Pflanzenschutzmittel und Transformationsprodukte
  • Perfluorierte und polyfluorierte Chemikalien und Transformationsprodukte
  • Tenside und Detergentien und Transformationsprodukte
  • Arzneimittelwirkstoffe und Transformationsprodukte
  • Personal Care Produkte und Transformationsprodukte
  • Industriechemikalien und Transformationsprodukte
  • Synthetische und natürliche Polymere
  • Anorganische Kationen und Anionen

Analytische Geräte

Die Geräteausstattung des IFAR ist umfangreich und bedient vielfältige analytische Problemstellungen.

Gerätepool (Auszug):

  • Orbitrap Velos Pro (HPLC-HR-MS)
  • 3 x HPLC-MS/MS
  • MALDI-TOF/TOF-MS
  • ContrAA HR-CS AAS (Analytik Jena)
  • GC-MS,
  • HPLC-DAD
  • GPC
  • ASE (Spende Dionex)
  • IC (Spende Metrohm)
  • ICP/OES
  • FT-IR
  • 200i IR Mikroskopiesystem
  • PCR
  • ELISA 

Akquirierte Projekte des IFAR

  • Öffentliche Forschungsprogramme auf nationaler oder internationaler Ebene,
  • F & E-Gelder der Industrie, die zunehmend Forschung und Entwicklung fremd vergibt,
  • Auftragsforschung

Projekte

PFC-Precursor

Untersuchungen zum Vorkommen und Verhalten von Vorläuferverbindungen perfluorierter Chemikalien (PFC) in der Umwelt zur Vorbereitung regulatorischer Maßnahmen. 

Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC), zu denen auch perfluorierte Sulfonsäuren (PFSA) und perfluorierte Carbonsäuren (PFCA) zählen, finden sich in vielen Industrie- und Verbraucherprodukten aufgrund ihrer wasser- und schmutzabweisenden Wirkung. Insbesondere die PFSAs und PFCAs sind aufgrund ihrer Persistenz und ihrem Potential zur Bioakkumulation umweltrelevant und sollen durch regulatorische Maßnahmen in ihrer Anwendung beschränkt werden. Es konnte in Laborversuchen gezeigt werden, dass einige Verbindungen durch abiotische und biotische Transformationsprozesse zu PFCAs und PFSAs umgewandelt werden können. Solche Verbindungen werden als Vorläuferverbindungen bezeichnet.

Im Rahmen des Projektes wurde untersucht, wie Vorläuferverbindungen zum Vorkommen von PFCAs und PFSAs in der Umwelt beitragen sowie Daten über den Verbleib und das Verhalten in der Umwelt geliefert.

Der relevante Anteil an der Umweltbelastung der PFCAs und PFSAs konnte mit den erhobenen Daten abgeschätzt werden. Neue Analysen-Methoden wurden entwickelt, um die Konzentrationen der Vorläuferverbindungen in verschiedenen Umweltkompartimenten zu bestimmen.

FinanzierungBundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit/Umweltbundesamt (Forschungskennzahl: 3712654151)

Laufzeit des Projektes: 01.06.2012 - 31.05.2015

Weiterführende Links:

PFC-EXPO

Erfassung der Expositionspfade von per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) durch den Gebrauch PFC-haltiger Produkte - Abschätzung des Risikos für Mensch und Umwelt 

Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) finden sich in vielen Industrie- und Verbraucherprodukten aufgrund ihrer wasser- und schmutzabweisenden Wirkung.

PFC sind persistent und als umweltrelevant einzustufen. Bei der Herstellung und dem Gebrauch PFC-haltiger Produkte können die Chemikalien in die Umwelt gelangen, global verteilt werden und sind ubiquitär in der Umwelt nachzuweisen.

Die Untersuchungen dieses Forschungsvorhaben wurde exemplarisch an Outdoorjacken vorgenommen.

Die analysierten Gehalte an PFCs in den Textilien, den Aus- und Einträgen aus Imprägnierwaschmitteln und –sprays sowie Luftinnenraummessungen lieferten die Daten für eine Abschätzung der Expostionspfade, die durch Modellierung errechnet wurden. Damit waren Rückschlüsse für die Belastung des Menschen möglich, die die Regulation der PFC-haltigen Substanzen beeinflusst haben.

FinanzierungBundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit/Umweltbundesamt (Forschungskennzahl: 371163418)

Laufzeit des Projektes: 27.06.2011 - 30.06.2013

Publikation zum Projekt:
Christoph Gremmel, Tobias Frömel, Thomas P. Knepper
Systematic determination of perfluoroalkyl and polyfluoroalkyl substances (PFASs) in outdoor jackets Chemosphere
Volume 160, October 2016, Pages 173–180
doi:10.1016/j.chemosphere.2016.06.043
www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0045653516308013

Weiterführende Links:

UBA-SVHC

Potenzielle SVHC in Umwelt und Erzeugnissen: Messungen zum Vorkommen potenziell besonders besorgniserregender Stoffe in Umwelt und Erzeugnissen
Im Rahmen dieses Projektes sollen Daten zu besonders besorgniserregende Stoffe (engl.: Substances of Very High Concern (SVHC)) in der Umwelt und in Erzeugnissen erfasst werden. Ein besonderes Augenmerk gilt persistenten, bioakkumulativen und toxischen (PBT) Stoffen. Die Ergebnisse dieser Studie können als Grundlage für gesetzliche Regelungen, die Zulassungen unter REACH, aber auch für Regelungen zu importierten Erzeugnissen dienen. Des Weiteren ist geplant, die Ergebnisse der Messungen in Erzeugnissen in eine öffentlich zugängliche Datenbank einzugeben. 

Finanzierung
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit/Umweltbundesamt  (Forschungskennzahl: 3716644300),

Laufzeit des Projektes
22.7.2016-30.6.2019

Weiterführende Links:

BMBF-Projekte

PROMOTE
PROMOTE

PROMOTE (Protecting water resources from mobile trace chemicals - JPI Water Verbundprojekt), Teilprojekt 2 ) FKZ: 02WU1347B 
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt untersucht Vorkommen, Verteilung, Eintrag und Persistenz hochpolarer organischer Chemikalien (MOC) im Wasserkreislauf. 

„PROMOTE“ steht für „Schutz der Wasserressourcen vor mobilen und persistenten organischen Spurenstoffen“. Persistente MOC (PMOC) sind aufgrund ihrer physiko-chemischen Eigenschaften potenziell trinkwassergängig. Zum Auftreten von PMOC im Wasserkreislauf existieren aktuell kaum Daten, da es an geeigneten analytischen Methoden mangelt. Dies macht eine fundierte Risikoeinschätzung oder Regulation dieser Chemikalien unmöglich.

Das Forschungsvorhaben verfolgt deshalb das Ziel, geeignete Methoden zur Analytik von PMOC in aquatischen Systemen zu entwickeln. Diese Methoden dienen künftig dem Zweck, nach unbekannten oder bereits auf Basis von REACH-Daten identifizierten potenziellen PMOC zu suchen, diese zu quantifizieren, die Wirksamkeit von Wasseraufbereitungsverfahren auf PMOC zu evaluieren und den Eintrag von PMOC, entweder durch direkte Emission oder durch Transformation anderer Chemikalien, zu untersuchen. Die so gewonnenen Daten sollen als Grundlage für eine zukünftige Risikoeinschätzung und Regulierung von PMOC dienen.

Das Projekt wird im Rahmen der Joint Programming Initiative (JPI) Water „Water Challenges for a Changing World“ des BMBF in der Förderrichtlinie „Anthropogene Schadstoffe und Krankheitserreger im Wasserkreislauf“ gefördert.

Insgesamt arbeiten hier 13 Partner zusammen, davon sechs assoziiert.

Laufzeit des Projektes: 01.01.2015 – 31.12.2017

Publikation zum Projekt:
Daniel Zahn, Dr. Tobias Frömel, Dr. Thomas P. Knepper: Halogenated methanesulfonic acids: A new class of organic micropollutants in the water cycle.
Final version published online: 5-JUN-2016
Water Research  (2016), pp. 292-299 DOI information: 10.1016/j.watres.2016.05.082
www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0043135416304146

Weiterführende Links:

CommAqua
CommAqua

CommAqua (Impact of water quality on community aquaculture: Target and non-target analysis of emerging substances and transformation products) FKZ: 01DP14028
Die Hochschule Fresenius hat unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Knepper das Projekt CommAqua initiiert. Mit diesem Projekt wird die Auswirkung der Wasserqualität auf die Aquakultur mittels Target- und Non-Target-Analyse von organischen Spurenstoffen und deren Transformationsprodukte untersucht. Die Hochschule arbeitet mit Prof. Dr. Fabian M. Dayrit von der Ateneo de Manila University, Philippinen, zusammen. Die Kooperation besteht bereits seit vielen Jahren. 

Wissenschaftler untersuchen in einem Zeitraum von rund zwei Jahren die Wasserqualität des Süßwassersees „Lake Palakpakin“, einem von sieben Seen rund um San Pablo, Laguna, auf den Philippinen. Der See hat aufgrund der fischwirtschaftlichen Nutzung große Bedeutung für die Region.

Mittels Target- und Non-Target-Analytik sollen neue und umfassende Erkenntnisse über organische Wasserinhaltsstoffe gewonnen, Fischtoxitäten bestimmt und Abbaustudien durchgeführt werden. Der wissenschaftliche Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern der Hochschule Fresenius und der Ateneo de Manila University (ADMU) ist dabei von großer Bedeutung.

Die Forschungszusammenarbeit profitiert vom besonderen Know-how der Hochschule Fresenius im Bereich der Analytik von Umweltschadstoffen und ihren Transformationsprodukte. Es werden 300 Einzelstoffe, dazu gehören etwa Pestizide, Industriechemikalien und Arzneimittel, mit bestehenden Analyseprogrammen untersucht. Daneben führen die Wissenschaftler auch Analysen von bisher wenig bekannten organischen Schadstoffen in philippinischen Gewässern durch.

Damit sollen die Quellen der Schadstoffe ermittelt und gezielt Abbaustudien mit identifizierten Substanzen durchgeführt werden. Auf dieser Basis können die lokalen Fischfarmer beraten und der Eintrag identifizierter Verbindungen minimiert werden.

Das Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung der Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit (WTZ) mit Entwicklungsländern des Asiatisch-Pazifischen Raums und der Region Lateinamerika und Karibik, gefördert.

Publikation zum Thema:
Eichhorn, P., Flavier, M.E., Paje, M.L., and Knepper, T.P. (2001) “Occurrence and fate of linear and branched alkybenzenesulfonates and their metabolites in surface waters in the Philippines”, erschienen in Sci. Total Environ. 269, 75–85

Laufzeit: 01.11.2014 bis zum 31.10.2016 

Mikroplastik im Wasserkreislauf

Mikroplastik im Wasserkreislauf – Probenahme, Probenbehandlung, Analytik, Vorkommen, Entfernung und Bewertung (MiWa, Teilprojekt A3: Relevanz der Sorption organischer Schadstoffe an Mikroplastik und analytische Bestimmung von Mikroplastik mittels Infrarotspektroskopie) FKZ: 02WRS1378
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt MiWa zur Fördermaßnahme: „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf im Förderbereich: Nachhaltiges Wassermanagement“ dient der Entwicklung und Harmonisierung analytischer Methoden zur Detektion sowie der Untersuchung toxikologischer und ökotoxikologischer Effekte von Mikroplastik.

Bisherigen Untersuchungen und Befunde zum Vorkommen und die Wirkung von Mikroplastik (MP) im marinen Bereichen und in Süßwasserökosystemen sind vorhanden, aber hinsichtlich der Anzahl-, Volumen- und Massenkonzentrationen und der Größenverteilung von MP nur eingeschränkt bewertbar. Der Grund hierfür ist ein Mangel an einheitlichen Methoden zur Probenahme für Wässer und Sedimente, der Probenaufarbeitung zur Trennung der MP-Partikel von den anderen Feststoffen, der Analytik der Plastiksorten und der Analytik der Partikelgrößen. Große Wissenslücken existieren zudem bei der (öko-)toxikologischen Charakterisierung und ökologischen bzw. gesundheitlichen Bewertung von MP in behandelten Abwässern, Oberflächengewässern, Grundwasser und im Trinkwasser.

Mit diesem als BMBF-Verbundvorhaben geförderten Projekt soll eine einheitliche Methodik zur Bestimmung der Abundanz von MP in Süßgewässern sowie in Abwasser reinigenden und Trinkwasser aufbereitenden Anlagen entwickelt werden. Der Fokus liegt zunächst auf synthetischen Polymeren, von welchen ein relevanter Beitrag zur MP-Belastung zu erwarten ist. Das sind zum einen Thermoplaste aus dem Verpackungs- und Gebrauchsgüterbereich, hierzu zählen PE, PP PET und PS, sowie Thermoplaste für Faseranwendungen (PET, PA). Darüber hinaus soll auch gezielt mit Polymeren aus Reifenabrieb gearbeitet werden (SBR, BR), weil hier eine vergleichswiese hohe Emissionsquelle auch für den Süßwasserbereich zu erwarten ist.

Im Vorhaben werden mehrere auf unterschiedlichen Techniken beruhende analytische Methoden zum Nachweis der Art und Menge an MP in Umweltproben etabliert und harmonisiert. Darunter fallen spektroskopische Methoden (FTIR, Raman), thermoanalytische Methoden (TGA-FTIR/MS, TED-GC-MS) als auch spurenanalytische Methoden für anorganische Bestandteile (u.a. ICP-MS). Ziel ist es die entwickelten Methoden innerhalb des Projekts vergleichend einzusetzen und daraus Schlussfolgerungen zum jeweils geeigneten Einsatzbereich abzuleiten.

Mithilfe der harmonisierten Probenahme- und Analysetechniken sollen verschiedene Umweltsysteme, einschließlich eines dicht besiedelten urbanen Raumes gezielt auf Quellen, Senken und den Verbleib von MP untersucht werden.

Zur Bewertung der Mikroplastikproblematik werden in toxikologischen und ökotoxikologischen Untersuchungen die Effekte von MP in Testsystemen charakterisiert. Zudem wird auch die Interaktion von Mikroplastik mit „klassischen“ Schadstoffen über Sorptions- und Desorptionsvorgänge betrachtet.

Ziel des Verbundes MiWa ist es, eine erste, nachvollziehbare, übergreifende und für die verschiedenen rechtlichen Anforderungen (AbwasserVo, OberflächengewVO, GrundwasserVO, TrinkwVO) notwendige Bewertung des erkannten Problembereichs MP im anthropogen geprägten Wasserkreislauf vorzunehmen.

An diesem Verbundprojekt arbeiten 11 Partner mit. Die Koordination liegt bei der Technische Universität Berlin.

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Fördermaßnahme: Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf im Förderbereich: Nachhaltiges Wassermanagement (02WRS1378D/MiWa)

Laufzeit des Projektes: 01.03.2016 bis 28.02.2019

Weiterführende Links:
www.NaWaM-MiWa.de

EU-Projekte

ECO (Environmental Chemoinformation - 238701 MC INT, 7th FP)

ECO (Environmental Chemoinformation - 238701 MC INT, 7th FP) hat zum Ziel, in einem europäischen Netzwerk eine transnationale Graduiertenschule aufzubauen. Im Rahmen eines Marie Curie Initial Training Networks (ITN) wurde wissenschaftlicher Nachwuchs im Bereich der Implementierung des EU-Regelwerkes bezogen auf REACH (registration, evaluation, authorization, restriction of chemicals) ausgebildet.
Die Hochschule Fresenius hat Ausbildungsangebote für sogenannte Short und Long Term Researcher angeboten, sowie eine Winterschool ausgerichtet.

Dr. Ian Ken Dimzon, forschte und promovierte im Rahmen des ECO-Projekts in den Laboren des IFARs an Polymeren und deren Abbauprodukten in der aquatischen Umwelt.

In diesem EU-Projekt arbeiteten 7 Partner und 12 assoziierte Partner zusammen.

Laufzeit des Projektes: 01.10.2009 - 30.09.2013

Weiterführende Links:

AQUATERRA (Integrated Modelling of the River-Sediment-Soil-Groundwater System - 505428 FP6-SUSTDEV)

46 Partner arbeiteten in diesem EU-Projekt zusammen. Ziel war es, eine wissenschaftliche Basis zu erhalten, um die Bewirtschaftung eines Flussgebietes zu verbessern. Dabei stand das genaue Verständnis des Fluss-Sediment-Boden-Grundwasser Systems als Ganzes zu verschiedenen zeitlichen und räumlichen Modellen im Vordergrund. Das An-Institute arbeitete im MONITOR-Unterprojekt mit. Seine Aufgaben lagen in der Entwicklung und Validierung analytischer Methoden, um organische und anorganische Schadstoffe in Wasser-, Sediment- und Bodenkompartimente zu erfassen. Start dieses 5jährigen Projektes war am 01. Juni 2004.

Näheres zum Projekt erfahren Sie unter www.cordis.europa.eu/project/rcn/74269_en.html.

EMCO (Reduction of Environmental Risks, posed by emerging Contaminants, through advanced treatment of Municipal and Industrial Wastes - FP6-INCO 509188)

9 Partner untersuchten den Stand der Wasserversorgung in Westbalkanländern. Zunächst wurden industrielle und städtische Abwässer auf das Vorkommen sogenannter "emerging" Schadstoffe untersucht. Im Weiteren wurden verbesserte Abwasserbehandlungsmethoden, insbesondere kleinere Kläreinheiten installiert. Die im Labormaßstab gewonnenen Ergebnisse wurden abschließend auch auf reale Zustände an Abläufen von Industrieanlagen übertragen. Zusätzlich sollte EMCO den europäischen Standard der Wasserbewirtschaftung den Westbalkanländern vermitteln. Das Projekt startete am 01.Juli 2004 für die Dauer von 3 Jahren und wurde am 30. Juni 2007 abgeschlossen.

Berichte und Ergebnisse cordis.europa.eu/project/rcn/74202_en.html

Innova-Med (Innovative processes and practices for wastewater treatment and re-use in the Mediterranean region - INCO-CT-2006-517728)

 Ziel des Projektes war es, Ergebnisse und Synergien aus Forschungsprojekten, die im Zusammenhang mit Abwasserbehandlung, Abwasser- und Wassermanagement gewonnen wurden im Rahmen von Schulungen und Kongressen zu vermitteln und die Zusammenarbeit von Forscher/innen mit nationalen und regionalen Partnern aus Mittelmeeranliegerstaaten zu fördern. 13 Partner arbeiteten in diesem EU-Projekt zusammen.

Die Laufzeit Projektes war vom 01. Januar 2007. bis zum 31.05.2010.

Weitere Informationen auf der Website dieses Projektes und unter cordis.europa.eu/project/rcn/81068_en.html.

Kooperationen

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Die Qualität hessischer Fließgewässer wird mit verschiedenen Untersuchungsprogrammen des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) erfasst. Im Rahmen der ständigen chemischen Gewässerüberwachung wird eine große Anzahl fest installierter Messstationen zur  kontinuierlichen und Messstellen zur periodischen Probennahme planmäßig beprobt.

Die Hochschule Fresenius analysiert seit 2004 hessische Oberflächen- und Kläranlagenwasserproben auf Pflanzenschutzmittelrückstände, Pharmakawirkstoffe, Abbauprodukte, Metabolite sowie Industriechemikalien wie z.B. Bisphenol A.

Die Ergebnisse werden in einer Datenbank gesammelt und stehen für diverse Auswertungen zur Verfügung.

www.hlnug.de/themen/wasser/fliessgewaesser/fliessgewaesser-chemie.htmlwww.hlnug.de/themen/wasser/fliessgewaesser/fliessgewaesser-chemie.html

Analytik Jena
Analytik Jena

Die Kooperation zwischen Analytik Jena und der Hochschule Fresenius hat das Ziel, Grundlagenforschung und Methodenentwicklung zur Bestimmung von halogenierten Kohlenwasserstoffen in der Umweltanalytik mit High-Resolution Continuum Source Molekülabsorptionsspektrometrie (HR-CS MAS) zu betreiben.

Analytik Jena ist ein Anbieter von Instrumenten und Produkten auf den Gebieten Analysenmesstechnik, Life Science und Optoelektronik. Ihr Portfolio umfasst modernste Analysetechnik, Komplettsysteme für bioanalytische Anwendungen im Life Science-Bereich bis hin zu optischen High-End Consumer-Produkten. 

Anfahrt

c/o Institute for Analytical Research oder Fachbereich Chemie & Biologie

Hochschule Fresenius
Limburger Straße 2
65510 Idstein

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