14.07.2021

Was macht ein Sozialmanager?

Interview von Barbara Debold
©zinkevych/stock.adobe.com

Die Hochschule Fresenius startet mit dem neuen berufsbegleitenden Studiengang Sozialmanagement (M.A.). Absolvent:innen dieses Studiengangs übernehmen später Leitungs- und Führungsaufgaben in sozialen Organisationen. Doch was machen Sozialmanager:innen eigentlich genau? Darüber haben wir mit Katja Feld, Studiengangsentwicklerin, gesprochen.

Katja Feld, Studiengangsentwicklerin Sozialmanagement (M.A.)
Katja Feld, Studiengangsentwicklerin Sozialmanagement (M.A.)

Liebe Frau Feld, Sie haben selbst Soziale Arbeit studiert. Warum empfehlen Sie Absolvent:innen den Masterstudiengang Sozialmanagement (M.A.)?

Auch Soziale Arbeit will gut organisiert sein. Aus meiner Berufserfahrung heraus gehört erfolgreiche Soziale Arbeit und eine professionelle Organisation einfach zusammen. Wer mit Enthusiasmus für die Sache in den Beruf geht, kann extrem frustriert werden, wenn Hilfe für Menschen in Not nicht ankommt – nur weil man nicht gut genug organisiert war. Der Schlüssel ist professionelles Sozialmanagement.

Wir können einfach viel mehr bewirken, wenn wir wissen, wie wir uns besser organisieren und kooperieren können – sei es innerhalb einer Organisation, in einer Kooperation, einem Netzwerk oder in einer sozialen Bewegung.

Deshalb finde ich es gut, dass viele Hochschulen reagiert haben und Aufbaustudiengänge wie Sozialmanagement (M.A.) anbieten, durch die Sozialarbeiter:innen die eigene Expertise in Sachen Organisation und Management vertiefen und weiterentwickeln. Und noch besser finde ich, dass wir als Hochschule Fresenius nun auch dabei sind.

Warum ist der Masterstudiengang Sozialmanagement (M.A.) an der Hochschule Fresenius so einzigartig?

Unser Ausgangspunkt war die Tatsache, dass soziale Organisationen sehr unterschiedlich gewachsen und organisiert sind. Die Landschaft sozialer Organisationen ist gleichzeitig stark miteinander verflochten. Wir gehen davon aus, dass man sich hier umso besser bewegen kann, je besser man dies versteht.

Wir schauen uns also an, worin die Diversität sowie die Dynamik in der Landschaft sozialer Organisationen besteht, woher das kommt, wem das nutzt und welche Konsequenzen das für das eigene Handeln hat.

Dabei fördern wir die Einsicht, dass es in dieser Unterschiedlichkeit seltener ein „Besser“ oder „Schlechter“ gibt. Gemeinsam mit den Studierenden wollen wir vielmehr Erkenntnisse darüber sammeln, wann und wo Managementpraktiken funktionieren oder Organisationsweisen mehr oder weniger erfolgversprechend sind. Es geht also weniger um ein richtig oder falsch als um passend oder unpassend.

Dies ist für Sie wichtig, wenn Sie die eigene Organisation, für die Sie arbeiten, besser verstehen wollen, insbesondere auch, wenn Sie mit anderen Organisationen kooperieren oder netzwerken wollen.

Auf dieser Grundlage untersuchen wir verschiedene Strategien, Methoden und Tools des Sozialmanagements, wie zum Beispiel Sozialplanung, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit oder Personalmanagement bis hin zu Kampagnenarbeit, Qualitätsmanagement oder Innovations- und Changemanagement und fragen, welche Arbeitsansätze in welchen Organisationen aus welchen Gründen etabliert sind und ergründen Entwicklungschancen.

 An wen richtet sich dieser Studiengang Sozialmanagement (M.A.)?

… an alle, die sich schon mal gefragt haben, warum man das nicht besser organisieren kann.

… an alle, die sich fragen, warum die eigene Organisation eigentlich so tickt wie sie tickt.

… an alle, die sich fragen, wieso die Kooperation mit anderen Organisationen so schwierig ist, obwohl doch scheinbar alle das gleiche wollen.

… an alle, die in der eigenen Organisation Management- oder Leitungsverantwortung übernehmen wollen.

… an alle, die mit anderen Organisationen kooperieren oder netzwerken wollen.

Der Studiengang Sozialmanagement (M.A.) ist berufsbegleitend. Was bedeutet das genau?

Dieser Studiengang ist speziell für Berufstätige mit der notwendigen Flexibilität konzipiert. So können Sie neben dem Studium Ihren Beruf weiter ausüben und sich dabei zusätzlich für neue Aufgaben qualifizieren. Die Lehre findet in Blockwochen bzw. Block-Wochenenden statt. Es werden Präsenz-Formate mit Online-Formaten und angeleitetem Selbststudium kombiniert. Grundsätzlich raten wir, nicht unbedingt weiter Vollzeit zu arbeiten, sondern während des Studiums nach Ermessen zu reduzieren. Dabei ist uns wichtig, so gut es geht, auf die Rahmenbedingungen, die Sie mitbringen, einzugehen. Sprechen Sie im Zweifel mit uns, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dieser Studiengang mit den Rahmenbedingungen ihres Berufs- aber auch Familienalltags kompatibel ist. Wir beraten Sie gerne.

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