VON MÜNCHEN NACH SÜDAMERIKA – MIT UNTERNEHMENSGRÜNDUNG IN AMERIKA 

Während des Studiums auf Reisen zu gehen, ist für viele ein Traum. Inga Faust und ihr Mann haben es in die Tat umgesetzt – und dabei gleichzeitig eine eigene Firma gegründet.

„Das klappt doch sowieso nicht“, durften sich Inga Faust und ihr Mann Maximilian zu Beginn ihrer Reise anhören. Denn sie wollten raus aus dem Alltag, etwas Neues erleben und sich gleichzeitig beruflich weiterentwickeln. Anfangs war geplant, den berufsbegleitenden Master Sicherheits- und Katastrophenmanagement an der Hochschule Fresenius am Campus in München zu starten. „Wir haben ihn auch begonnen“, versichert Inga Faust. Die Räume der Hochschule haben sie seit Beginn allerdings erst sechs Mal von innen gesehen – denn einen Teil ihrer Studienzeit verbringen sie in Südamerika.

Inga Faust ist Polizistin, hat gerade ihren Motorradführerschein gemacht und ist normalerweise auf den Straßen Deutschlands unterwegs. Auch ihr Mann ist viel im Einsatz, denn er ist Rettungssanitäter. Für beide war klar: das ist noch nicht alles. Ein Studium reizte beide, es sollte jedoch auf der beruflichen Erfahrung aufbauen und die Interessen beider vertiefen. Damit fiel die Wahl auf den berufsbegleitenden MBA Sicherheits- und Katastrophenmanagement.

AUF NACH SÜDAMERIKA

„Aufgrund der Corona-Pandemie war jedoch noch vieles nicht möglich“, erzählt Inga Faust. Damit kam die nächste Idee: „Da wir schon immer gerne gemeinsam verreist sind, sind mein Mann und ich über Silvester nach Paraguay geflogen, um von dort aus eine sechsmonatige Südamerikareise zu starten.“

Sie nahmen sich eine berufliche Auszeit, sprachen sich mit den Professoren ab und los ging es. Paraguay, Argentinien, Uruguay oder Brasilien: Notizblock und Laptop im Gepäck, wechselte die Vorlesung damit von München in den brasilianischen Dschungel bis in die bolivianischen Anden auf 4.000 Meter Höhe.

Derzeit stehen sie auch mit dem Pioneer Lab der Hochschule Fresenius in engem Austausch, denn auf ihrer Reise haben sie bereits ihren nächsten beruflichen Schritt umgesetzt: die Gründung der eigenen Firma. „Sie heißt Foxpedition“, erklärt Inga Faust. Sie bieten Medizin- und Sicherheitskonzepte weltweit an – natürlich auch in Südamerika. Diesen Service können Geschäfts- wie auch Privatkund:innen gleichermaßen nutzen. „Das erste Projekt haben wir auch schon abgeschlossen“, sagt sie stolz:

„Wir haben einen Survival Rucksack zusammengestellt.“

Trotz des derzeitigen Aufenthaltes in Südamerika ist der Hauptsitz der Firma in den Vereinigten Staaten Nordamerikas. „Das war einfacher um auch internationale Kunden anzusprechen zu können“, führt sie aus.

STUDIUM, GRÜNDUNG UND REISEN

Studieren, Unternehmensgründung und Reisen, was steht als Nächstes an? „Die Masterarbeit“, sagt Inga Faust und grinst. Ist das nicht ein wenig viel auf einmal? „Nein“, sagt sie: „Das ist sogar praktisch.“ Denn in der Masterarbeit vereint sie alles – die Unternehmensgründung von Foxpedition und das internationale Risiko- und Sicherheitsmanagement. Im Juli geht es dann zurück nach Hause um im Beruf wieder voll durchzustarten und die Masterarbeit einzureichen.